Nach einem Gletscherabbruch an der Grenze zwischen Nepal und Tibet werden weiterhin Hunderte Menschen vermisst, darunter zahlreiche Ausländer.
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Ein Gletscherabbruch im Himalaja löste massive Schlamm- und Wassermassen aus, die Täler und Dörfer in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet verwüsteten.
Die Zahl der Todesopfer nach der schweren Flutkatastrophe im Himalaja-Gebirge ist auf 469 gestiegen. Das teilte die Polizei in Nepal am Freitag mit. Rettungskräfte suchten weiter nach Hunderten Vermissten in der Region an der Grenze zu China. Zuvor hatten die Behörden von 390 Toten in Nepal und drei weiteren im angrenzenden Tibet berichtet.
Fast 1000 Menschen, darunter mindestens 540 Ausländer, werden in Nepal und der angrenzenden chinesischen Region Tibet noch vermisst, nachdem am Mittwochmorgen gewaltige Schlamm- und Wassermassen durch Täler und Dörfer in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet schossen. Ausgelöst wurde die Katastrophe ersten Erkenntnissen zufolge durch einen Gletscherabbruch.
Nach Angaben der nepalesischen Behörden konnten inzwischen Hunderte Menschen gerettet werden. Dutzende wurden in der Hauptstadt Kathmandu medizinisch behandelt. Unter den Vermissten sind auch Ausländer aus mehreren Ländern, viele von ihnen Wanderer und Pilger.
Bilder zeigten Gebäude und Straßen im besonders schwer getroffenen nepalesischen Bezirk Nuwakot, die von Schlamm überzogen waren. Trümmer hingen in Bäumen, Überlebende waren mit Schlamm bedeckt. In der tibetischen Präfektur Shigatse war eine zweispurige Straße entlang eines Flusses vollständig verschüttet.
Luftaufnahmen zeigten zudem einen See, der sich an der Grenze zwischen China und Nepal gebildet hatte und weiter anwuchs.
Die chinesischen Rettungsteams in Tibet stellten ihre Einsätze wegen einer drohenden Flutgefahr denn auch vorübergehend ein. Laut dem chinesischen Staatsfernsehen hat sich die gefährliche Situation an einem neu entstandenen See oberhalb des Grenzübergangs Gyirong entwickelt. Die nepalesische Polizei warnte bereits vor einer neuen Überschwemmung des Katastrophengebiets.
Auch in den USA werden die Rettungsarbeiten aufmerksam verfolgt. Rajan Tamang, ein Restaurantbesitzer in New York, erfuhr nach eigenen Angaben von seiner Familie in Kathmandu, dass seine Mutter und Schwester unter den Todesopfern waren. Viele weitere Verwandte und Freunde würden noch vermisst. „Meine Familie war gerade aufgewacht, sie hatten überhaupt keine Informationen. Plötzlich kam diese Flut. Einige werden vermisst, einige haben ihr Leben verloren und nur wenige sind am Leben“, sagte er der Nachrichtenagentur AP nach einer Mahnwache in New York.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Überschwemmungen als schrecklich. Er sagte, „starke, gut gebaute Gebäude“ seien weggespült worden, „als wären sie Zahnstocher“. Im Oval Office sagte Trump, die USA hätten mit nepalesischen Regierungsvertretern gesprochen und angeboten, „alles bereitzustellen, was sie wollen“.
Nach Angaben von US-Behörden wurden am Donnerstag rund 90 US-Bürger weiterhin vermisst. Viele der Vermissten waren auf einer Pilgerreise zum Kailash in Tibet. Der Berg gilt Hindus, Buddhisten und anderen Religionsgruppen als heilig. Eine spirituelle Organisation teilte mit, dass 22 mit ihr verbundene US-Bürger als nicht auffindbar gelten. In sozialen Medien veröffentlichten Angehörige am Donnerstag Hilferufe und baten um Informationen über US-Amerikaner, zu denen sie den Kontakt verloren hatten.
Das US-Außenministerium erklärte, es seien keine Todesfälle unter US-Bürgern bekannt. Drei US-Amerikaner seien gerettet worden. Trump sagte, etwa 50 oder 60 US-Amerikaner hätten sich in der Region aufgehalten, eine vollständige Erfassung liege aber noch nicht vor.
Nach Angaben des für Tourismus zuständigen Gremiums Nepals sind insgesamt 517 ausländische Staatsbürger unter den Vermissten, darunter sind auch acht Deutsche und 178 Menschen aus Indien.
„Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir einen vollständigen Überblick über die Vermissten haben, da wir derzeit noch kein klares Bild haben“, sagte Polizeisprecher Abi Narayan Kafle. Das könne noch Tage dauern. Laut Polizeiangaben wurden viele Leichen noch nicht identifiziert, auch weil die Körper von der Flut stark beeinträchtigt wurden.
Auch 30 weitere Länder seien betroffen, darunter die Ukraine, das Vereinigte Königreich, Südafrika und Japan. Das chinesische Außenministerium teilte mit, nach vorläufigen Angaben würden in Tibet 260 Ausländer vermisst.
Wissenschaftler, die Satellitenaufnahmen ausgewertet haben, gehen davon aus, dass hoch oben im Himalaja das Gestein unter einem Gletscher abgebrochen war und einen Teil des Eises mitgerissen hatte. Gesteinsmassen und Schmelzwasser ließen die Flüsse in den darunterliegenden Tälern anschwellen. Dadurch entstand zeitweise eine mehrere Stockwerke hohe Wasserflut, die Gebäude, Brücken und Erdreich mit sich riss.

Nach einem Dammbruch in Tibet fürchten Behörden in Nepal neue Sturzfluten. Rettungsarbeiten wurden aufgrund der Sicherheitslage und drohender Niederschläge unterbrochen. Hunderte Menschen, darunter acht Deutsche, gelten weiterhin als vermisst.

Ratko Mladić, ehemaliger General der bosnischen Serbenarmee und verantwortlich für die Belagerung von Sarajewo sowie das Massaker von Srebrenica, ist im Gefängnis verstorben.

Nach einer verheerenden Sturzflut im nepalesischen Distrikt Rasuwa warnt die Katastrophenbehörde NDRRMA vor einem neuen Hochwasser. Satellitenbilder zeigen einen neu entstandenen See, der über die Ufer zu treten droht. Über 1300 Menschen werden noch vermisst.

Ein Gletscherabbruch am Berg Langtang Lirung löste eine massive Schlammlawine aus, die Flüsse in Nepal flutete. Bisher wurden 496 Tote gemeldet, rund 1000 Menschen gelten als vermisst. Rettungsarbeiten gestalten sich aufgrund zerstörter Infrastruktur schwierig.

Die IMO meldet 68 maritime Zwischenfälle im Persischen Golf in sechs Monaten. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sank von 95 auf etwa 15 Durchfahrten pro Tag. Rund 6000 Seeleute und 500 Schiffe sitzen aufgrund der instabilen Sicherheitslage fest.

Ein Gletscherabbruch im Himalaja löste eine verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet aus. Mindestens 165 Menschen starben, über 1300 werden vermisst, darunter Hunderte Touristen aus zahlreichen Ländern. Rettungskräfte kämpfen mit schwierigem Gelände.