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Back|Mindestens 165 Tote: Zahl der Vermissten nach Himalaja-Sturzflut steigt dramatisch
Mindestens 165 Tote: Zahl der Vermissten nach Himalaja-Sturzflut steigt dramatisch
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Spiegel Ausland·6 hours ago·World·2 min read·🇩🇪Germany

Mindestens 165 Tote: Zahl der Vermissten nach Himalaja-Sturzflut steigt dramatisch

Nicht ein Erdstoß, sondern ein Gletscherabbruch soll die Ursache der tödlichen Flutwelle in Nepal gewesen sein.

Quick Look

  • Ein Gletscherabbruch im Himalaja löste eine verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet aus.
  • Mindestens 165 Menschen starben, über 1300 werden vermisst, darunter Hunderte Touristen aus zahlreichen Ländern.
  • Rettungskräfte kämpfen mit schwierigem Gelände.

AI-generated summary

Why It Matters

Die US-Erdbebenwarte USGS korrigierte ihre erste Einschätzung eines Erdbebens auf einen Gletscherabbruch als Ursache der Flut. Eine Lawine aus Eis und Geröll blockierte den Fluss Lhende.

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Die verheerende Sturzflut in Nepal ist nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS von einem Gletscherabbruch ausgelöst worden. Die USGS hatte zunächst ein Erdbeben als Ursache für das Unglück vermutet. Nun erklärte sie, die gemessene seismische Aktivität sei auf die abgehende Eis- und Gerölllawine zurückzuführen gewesen.

Die USGS hatte am Mittwochmorgen zunächst ein Erdbeben der Stärke 4,4 nahe der Grenze zwischen Nepal und China gemeldet. Am Donnerstag erklärte sie dann, in der Grenzregion habe sich am Mittwoch um 8.37 Uhr Ortszeit »ein seismisches Ereignis der Stärke 5,2 ereignet«. Weitere Analysen hätten ergeben, dass es dabei nicht um ein Erdbeben gehandelt habe, sondern um einen Gletscherabbruch mit anschließender Eis- und Gerölllawine und »katastrophalen Folgen«.

Auch das Internationale Zentrum für integrierte Bergentwicklung (Icimod) in Kathmandu geht davon aus, dass eine Lawine aus Eis und Geröll von einem Gletscher die Sturzflut auslöste. Die Lawine habe erst den Fluss Lhende blockiert und dann die gigantische Flutwelle freigesetzt, sagte der Icimod-Experte Saswata Sanyal.

Bei der Sturzflut waren am Mittwoch mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen. Sie zerstörte nach Angaben von Helfern ganze Ortschaften im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet. In Nepal wurden nach Polizeiangaben inzwischen 162 Tote geborgen, die chinesischen Behörden meldeten drei Tote in Tibet.

Mehr als 1300 Menschen werden inzwischen vermisst. Allein in Nepal stieg die Zahl dem örtlichen Katastrophenschutz zufolge auf 826, darunter fast 580 Touristen. Zu den Vermissten gehören laut nepalesischer Tourismusbehörde auch mindestens acht Deutsche.

Viele Tote wurden demnach viele Kilometer flussabwärts an der Grenze zu Indien entdeckt – und waren offenbar von den Fluten extrem weit mitgerissen worden. Ein Polizeisprecher sagte, teilweise seien nur Leichenteile gefunden worden.

Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite hatte sich zuvor bereits auf mehr als 550 Menschen verdoppelt, darunter 260 Ausländer, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.

Die Sturzflut traf unter anderem die Ortschaft Syabrubesi, die der Ausgangspunkt populärer Trekkingrouten ist. Nepals Tourismusbehörde hatte am Mittwoch zunächst von 403 vermissten Touristen gesprochen, darunter 142 Inder, 47 US-Amerikaner, 33 Briten und 24 Kanadier sowie Menschen aus Malaysia, den Niederlanden, Portugal, Südkorea, Südafrika, Italien und auch nepalesische Reisende.

Australiens Premierminister Anthony Albanese erklärte am Donnerstag, unter den Vermissten seien 34 Australier. »Nepal ist ein Entwicklungsland. Es verfügt nicht über die Ressourcen, die in Australien für ein solches Ereignis zur Verfügung stünden. Daher ist die Informationsbeschaffung schwierig«, zitierten australische Medien Ministerpräsident Anthony Albanese.

»Wir sprechen den von den schweren Überschwemmungen in Nepal und Tibet, China, Betroffenen unser tiefstes Mitgefühl aus«, schrieb Albanese auf der Plattform X. »Australier in den betroffenen Gebieten sollten den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge leisten.«

Nach der tödlichen Sturzflut im Himalaja sind weitere chinesische Rettungskräfte in das Katastrophengebiet im Südwesten Tibets aufgebrochen. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, erreichte ein Flugzeug mit 111 Experten der Feuerwehr aus Sichuan und Peking den Flughafen in Tingri. Mit Autos würden sie von dort noch fünf bis sechs Stunden zum von der Flut überspülten Grenzübergang Gyirong benötigen, hieß es weiter. Wie das Staatsfernsehen weiter berichtete, erschwerten die großen Schlammmassen in dem Gebiet den Zugang für große Fahrzeuge.

Open Questions

  • ?Wie viele der Vermissten können noch lebend geborgen werden?
  • ?Wie hoch ist der endgültige Sachschaden in den betroffenen Regionen?

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Quick Look

  • Ein Gletscherabbruch im Himalaja löste eine verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet aus.
  • Mindestens 165 Menschen starben, über 1300 werden vermisst, darunter Hunderte Touristen aus zahlreichen Ländern.
  • Rettungskräfte kämpfen mit schwierigem Gelände.

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