
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) verzeichnete in den letzten sechs Monaten 68 maritime Zwischenfälle im Persischen Golf, während der Schiffsverkehr aufgrund des Konflikts massiv eingebrochen ist.
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Vor Kriegsbeginn wurden etwa 20 Prozent des weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgashandels durch die Straße von Hormus verschifft. Seit Juli 2024 ist der Verkehr nach einer gescheiterten Waffenruhe erneut stark eingebrochen.
Insgesamt zählte die IMO in den vergangenen sechs Monaten 68 sogenannte maritimen Ereignisse im Persischen Golf und in den angrenzenden Gewässern. Dazu gehören Beschädigungen von Handelsschiffen, Brände, Lecks oder Sinken, Festsetzungen, aber auch direkte Angriffe. Die britische Seefahrtbehörde UKMTO stufte 47 dieser Vorfälle als Angriffe ein.
Die Häufigkeit der Vorfälle veränderte sich über den Verlauf des Krieges. Vom Beginn des Krieges Ende Februar bis zu einer Einigung auf ein Rahmenabkommen Mitte Juni, das eigentlich binnen 60 Tagen zu einem Friedensabkommen hätte führen sollen, wurde im Schnitt rund alle zwei Tage ein Vorfall gemeldet. In diesem Zeitraum wurden auch 16 der insgesamt 20 Todesfälle gezählt. Zudem wurden 19 Menschen verletzt.
Rund 6000 Seeleute und 500 Schiffe sind der IMO zufolge nach wie vor im Persischen Golf gestrandet. Die Organisation erklärte, es gebe »laufende Gespräche«, um eine sichere Durchfahrt für die Schiffe zu gewährleisten. Der Ausgang der Verhandlungen hänge jedoch »von einer Deeskalation in der Region« ab.
Es kommen kaum Schiffe durch
Vor dem Kriegsausbruch wurden rund ein Fünftel des globalen Erdölverbrauchs und etwa ein Fünftel des globalen Flüssigerdgashandels durch sie verschifft. Nach der Schließung der durch Teheran nahm der Verkehr mit Rohstofftankern laut einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf der Grundlage von Daten des Schifffahrts-Monitors Kpler stark ab: von durchschnittlich 95 Durchfahrten pro Tag im Februar auf durchschnittlich zehn Durchfahrten pro Tag.
Das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen führte vorübergehend zu einem Anstieg der Durchfahrten auf durchschnittlich 36 pro Tag, bevor sie nach der Wiederaufnahme der Kämpfe am 8. Juli wieder auf einen Schnitt von 15 pro Tag fielen.
Vor dem Krieg passierten Schiffe die Straße von Hormus mautfrei über eine Fahrrinne in der Mitte der Meerenge, die von der IMO festgelegt worden ist. Inzwischen gibt es zwei Routen: Eine im Norden nahe der iranischen Küste, die als einzige offiziell von Teheran genehmigt ist, sowie eine im Süden zwischen der omanischen Küste und potenziell verminten Gebieten. Teheran nennt sie eine »Gefahrenzone«.
Zwischen der Vereinbarung des Rahmenabkommens und der Wiederaufnahme der Kämpfe nutzten durchschnittlich neun Schiffe pro Tag die iranische Route und acht die omanische. Der Rest passierte über nicht identifizierte Routen oder den traditionellen IMO-Korridor die Meerenge.
Seit dem Ende der Waffenruhe am 8. Juli erfolgen in der Straße von Hormus jedoch mehrheitlich »dunkle« Durchfahrten. Gemeint sind Schiffe, deren genaue Route aufgrund unzureichender Daten nicht bestätigt werden kann. Gründe dafür können deaktivierte Transponder, gestörte Signale oder fehlende Satellitenbilder sein.

Nach einem Dammbruch in Tibet fürchten Behörden in Nepal neue Sturzfluten. Rettungsarbeiten wurden aufgrund der Sicherheitslage und drohender Niederschläge unterbrochen. Hunderte Menschen, darunter acht Deutsche, gelten weiterhin als vermisst.

Ratko Mladić, ehemaliger General der bosnischen Serbenarmee und verantwortlich für die Belagerung von Sarajewo sowie das Massaker von Srebrenica, ist im Gefängnis verstorben.

Nach einer verheerenden Sturzflut im nepalesischen Distrikt Rasuwa warnt die Katastrophenbehörde NDRRMA vor einem neuen Hochwasser. Satellitenbilder zeigen einen neu entstandenen See, der über die Ufer zu treten droht. Über 1300 Menschen werden noch vermisst.

Ein Gletscherabbruch am Berg Langtang Lirung löste eine massive Schlammlawine aus, die Flüsse in Nepal flutete. Bisher wurden 496 Tote gemeldet, rund 1000 Menschen gelten als vermisst. Rettungsarbeiten gestalten sich aufgrund zerstörter Infrastruktur schwierig.

Ein Gletscherabbruch im Himalaja löste eine verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet aus. Mindestens 165 Menschen starben, über 1300 werden vermisst, darunter Hunderte Touristen aus zahlreichen Ländern. Rettungskräfte kämpfen mit schwierigem Gelände.
Die Zahl der Todesopfer nach einer schweren Flutkatastrophe im Himalaja ist auf 469 gestiegen. Nach einem Gletscherabbruch werden in Nepal und Tibet noch fast 1000 Menschen vermisst, darunter über 500 Ausländer, darunter acht Deutsche.