Geothermie in Deutschland: Deutlicher Anstieg bei Erkundungsprojekten
Bundesverband Geothermie meldet eine Verfünffachung der Aufsuchungserlaubnisse seit 2021
Quick Look
- Die Geothermie gewinnt in Deutschland an Bedeutung.
- Laut Bundesverband Geothermie hat sich die Zahl der Aufsuchungserlaubnisse seit 2021 verfünffacht; aktuell befinden sich rund 20 Projekte im Bau.
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Why It Matters
Geothermie nutzt Wärme aus Gesteinsschichten in Tiefen ab 400 Metern zur Wärmeerzeugung. Die Technologie spielte lange Zeit eine untergeordnete Rolle in der deutschen Energiepolitik.
Berlin. Jahrzehntelang spielte die Geothermie nur eine Nebenrolle in der energiepolitischen Debatte. Doch die Idee, Wärme aus den tiefen Gesteinsschichten zu nutzen, um Gebäude zu beheizen, findet immer mehr Anhänger. Man sehe „eine völlig neue Dynamik“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie. Aktuell befänden sich rund 20 Projekte im Bau. Es bestehe für 188 Projekte eine Aufsuchungserlaubnis. „Die Zahl hat sich damit von 2021 bis heute verfünffacht“, sagte Dilger.
Sogenannte Aufsuchungserlaubnisse werden von den zuständigen Behörden der Länder erteilt. Sie räumen Unternehmen das exklusive Recht ein, in einem räumlich festgelegten Gebiet und für einen bestimmten Zeitraum nach Erdwärme zu suchen. Diese Erkundungsrechte bilden damit die Grundlage für geologische Untersuchungen, mit denen das Potenzial der Geothermie bewertet werden kann. Ihre wachsende Zahl ist somit ein Indikator dafür, dass das Interesse an der Geothermie wächst.
Geothermie nutzt die hohen Temperaturen in Gesteinsschichten ab einer Tiefe von 400 Metern unter der Erdoberfläche. Bohrungen reichen oft aber weiter darüber hinaus. Sie erreichen – je nach geologischen Gegebenheiten – Tiefen von zwei, drei Kilometern oder mehr.
Open Questions
- Welche konkreten Standorte sind für die 20 Projekte im Bau vorgesehen?
- Wie hoch ist das Investitionsvolumen der 188 geplanten Projekte?





