Großrazzia gegen Organisierte Kriminalität und Hells Angels
Polizei geht mit über 1.000 Einsatzkräften in mehreren Bundesländern und im europäischen Ausland vor
Quick Look
- Die Polizei geht mit über 1.000 Einsatzkräften deutschland- und europaweit gegen ein kriminelles Netzwerk der Hells Angels vor.
- Rund 140 Objekte werden durchsucht, wobei Vermögenswerte von 48,6 Millionen Euro beschlagnahmt und Haftbefehle vollstreckt werden sollen.
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Why It Matters
Ermittlungen gegen kriminelle Strukturen im Umfeld der Rockergruppe Hells Angels.
Die Polizei geht seit dem frühen Morgen mit mehr als 1.000 Einsatzkräften gegen gegen die Organisierte Kriminalität vor. Es soll sich um ein deutschland- und europaweit tätiges kriminelles Netzwerk um die "Hells Angels" handeln. Laut der Polizei Duisburg sollen bei den Razzien gegen insgesamt 71 Beschuldigte auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Insgesamt sollen Vermögenswerte in Höhe von 48,6 Millionen Euro beschlagnahmt werden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa werden rund 140 Objekte durchsucht. Ein dpa-Reporter beobachtete am Morgen etwa einen sehr großen Polizeieinsatz mit Spezialeinsatzkräften (SEK) an der Adresse eines einflussreichen "Hells Angels"-Mitglieds in Duisburg.
Razzien auch in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden
Die Razzien betreffen demnach vor allem Objekte in Nordrhein-Westfalen. Parallel dazu finden den Behördenangaben zufolge Durchsuchungen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin statt, darüber hinaus in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden.
Strafrechtlich wird den Beschuldigten insbesondere die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen. Außerdem gehe es um Waffendelikte, Körperverletzung und Steuerhinterziehung. Die Beschuldigten sollen durch professionelles Verschleiern erhebliche Geldbeträge einem künstlichen Wirtschaftskreislauf zugeführt haben. Durch Straftaten erlangtes Vermögen sollen sie in Firmen und Grundbesitz investiert haben.
Open Questions
- Welche konkreten Firmen und Grundstücke sind betroffen?
- Wer sind die Hauptbeschuldigten?



