Hamburg stärkt Polizei-Drohnenabwehr mit 4,2-Millionen-Euro-Investition
Der Hamburger Senat schafft drei moderne Detektions- und Abwehrsysteme an, um den Schutz gegen hybride Angriffe auszubauen.
Quick Look
- Der Hamburger Senat investiert 4,2 Millionen Euro in drei mobile Drohnenabwehrsysteme des Unternehmens Argus Interception, um den Schutz gegen hybride Angriffe und kritische Infrastrukturen zu verbessern.
- Auch Schleswig-Holstein baut seine Einheiten aus.
AI-generated summary
Why It Matters
Angesichts potenzieller Gefahren durch Drohnen rüsten deutsche Bundesländer ihre Sicherheitsbehörden auf.
Der Hamburger Senat stärkt die Drohnenabwehr der Polizei. Es sollen drei Detektions- und Abwehrsysteme für 4,2 Millionen Euro angeschafft werden, wie die Innenbehörde mitteilte.
Noch in diesem Jahr sollen die Geräte des Unternehmens Argus Interception in Dienst genommen werden. Das auch von der Bundeswehr eingesetzte System könne eine Drohne bekämpfen, wie sie beim versuchten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig Anfang August verwendet wurde, erklärte eine Sprecherin der Behörde. Das System scanne den Luftraum mit verschiedenen Sensoren.
Schutz gegen hybride Angriffe
Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ über das neue Abwehrprojekt berichtet. Innensenator Andy Grote (SPD) sagte der Zeitung: „Die aktuelle Lage macht nun weitere konsequente Schritte erforderlich. Mit der Anschaffung von drei modernen Drohnenabwehrsystemen bauen wir unseren Schutz gegen hybride Angriffe nun sehr schnell deutlich aus.“
Polizeipräsident Falk Schnabel erklärte: „Die Polizei Hamburg kann mit den neuen mobilen Systemen flexibel und lageangepasst auf Bedrohungen reagieren, insbesondere im Umfeld kritischer Infrastruktur und bei Großveranstaltungen.“
Auch Schleswig-Holstein baut Abwehr aus
Auch Schleswig-Holstein reagiert auf die Bedrohung durch Drohnen über kritischer Infrastruktur. Innenministerin Magdalena Finke hatte Anfang September erklärt: „Die Landespolizei Schleswig-Holstein hat über 50 neue Stellen für die Drohnenabwehreinheit sowie für die damit verbundene Ermittlungsarbeit geschaffen.“ Zudem sei mit einer Investition von sieben Millionen Euro in moderne Drohnenabwehrtechnik eine Grundlage für eine mehrstufige Abwehr geschaffen - von der frühzeitigen Detektion über die Verifizierung einer Drohne bis hin zur gezielten Intervention.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Inbetriebnahme der Drohnenabwehrsysteme noch in diesem Jahr
Very likely · Within months
Open Questions
- Wann genau werden die Systeme geliefert?
- Wo werden die drei Systeme stationiert?



