Breaking
INRahul Gandhi accused the Election Commission, said- Constitution is in danger due to vote theftRUIn Japan, a bear climbed onto a ship in the port of Shiogama and escaped into the sea.INTLTrump and Xi to meet in Washington amid discussions on trade, AI, Taiwan, Ukraine and IranINTLEU vows to condemn Russia's war in Ukraine at G20 summit in Miami regardless of Putin's attendanceDEDespite court order: Journalists again denied access to the White HouseSEHerman Liv returns to HV71 - competition debut tonightSEGirl injured in school attack in Växjö - links to the online movement TCC are being investigatedUSTechCrunch Disrupt 2026: Final Days to Save Up to $200 on PassesPLA series of bomb scares in Moscow's universities and educational institutionsITThe European car market consolidates its recovery in 2026INRahul Gandhi accused the Election Commission, said- Constitution is in danger due to vote theftRUIn Japan, a bear climbed onto a ship in the port of Shiogama and escaped into the sea.INTLTrump and Xi to meet in Washington amid discussions on trade, AI, Taiwan, Ukraine and IranINTLEU vows to condemn Russia's war in Ukraine at G20 summit in Miami regardless of Putin's attendanceDEDespite court order: Journalists again denied access to the White HouseSEHerman Liv returns to HV71 - competition debut tonightSEGirl injured in school attack in Växjö - links to the online movement TCC are being investigatedUSTechCrunch Disrupt 2026: Final Days to Save Up to $200 on PassesPLA series of bomb scares in Moscow's universities and educational institutionsITThe European car market consolidates its recovery in 2026
BackHerbstgutachten der Wirtschaftsinstitute: Warnung vor struktureller Schwäche
Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute: Warnung vor struktureller Schwäche
NEWS
Die Welt2 hours agoBusiness2 min readGermanyView translation

Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute: Warnung vor struktureller Schwäche

Trotz leicht verbesserter Wachstumsprognosen kritisieren Ökonomen die Finanzpolitik der Bundesregierung als Standortrisiko.

Quick Look

  • Die führenden Wirtschaftsinstitute prognostizieren ein leichtes Wachstum für Deutschland, warnen jedoch vor strukturellen Standortproblemen.
  • Die Bundesregierung wird für ihre expansive Finanzpolitik und mangelnde Reformbereitschaft scharf kritisiert.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Wirtschaftsinstitute haben ihr Herbstgutachten veröffentlicht, das die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Finanzpolitik der Bundesregierung bewertet.

Font size

Die führenden Wirtschaftsinstitute senden mit ihrem Herbstgutachten eine Warnung an die Bundesregierung. Zwar arbeitet sich die deutsche Wirtschaft langsam aus dem tiefen Tal heraus. Das Wachstum soll in diesem Jahr mit 1,3 Prozent und 2027 mit 1,1 Prozent stärker ausfallen als im Frühjahr vorausgesagt. Doch weil die Standortschwächen – Bürokratie, Abgabenlasten, hohe Energiekosten, steigende Arbeitskosten und Fachkräftemangel – fortbestehen, droht dem mit exorbitanten Schulden erkauften Mini-Aufschwung schon 2028 wieder die Kraft auszugehen.

Die Bundesregierung selbst wird von den Ökonomen als Standortrisiko gesehen. Zum einen packe sie die Standortprobleme nicht beherzt an. Zum anderen rügen die Wissenschaftler, dass sich die Finanzpolitik auf Abwegen befinde. Statt die dümpelnden Investitionen der privaten Wirtschaft mit Steuerentlastungen und Bürokratie-Rückbau zu beleben, treibt man Subventionen und Sozialausgaben in die Höhe. Explizit erwähnen die Forscher als Negativbeispiel den von der Koalition erneut geplanten Tankrabatt. Die Kraftstoffe künstlich günstiger zu machen, sei teuer und kontraproduktiv. Denn der durch den kriegsbedingt höheren Ölpreis gesetzte Anreiz für einen sparsameren Verbrauch werde konterkariert.

So klar die Worte der Top-Ökonomen sind, so unwahrscheinlich ist es, dass sie von der Regierung gehört werden. Die Koalitionäre werden sich aus dem Gutachten nur die nach oben korrigierten Wachstumszahlen picken und sich selbst dafür loben, die Wirtschaft mit ihrer expansiven Finanzpolitik angekurbelt zu haben. Über die in die Höhe schießenden Zinskosten wird man ebenso hinwegsehen wie über die Mahnung zur solideren Haushaltspolitik. Denn vor allem die SPD verlangt, dass die Schuldenparty weitergeht. Die Sozialdemokraten drängen darauf, die vor der Sommerpause verabredete Rentenreform zu verwässern. Vor allem die beliebte Frühverrentung soll weiterhin staatlich gefördert werden. Dieser zukunftsblinde Kurs verschärft den demografiebedingten Arbeitskräftemangel, der dauerhaft ein höheres Wirtschaftswachstum zu verhindern droht.

Es ist bitter, dass Union und SPD zwar dankbar auf die prominenten Ökonomen gehört haben, als diese nach der Bundestagswahl die Lockerung der Schuldenbremse empfahlen. Doch statt den Spielraum – wie versprochen – ausschließlich für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur und die Bundeswehr zu nutzen, frönt man vor allem dem Gegenwartskonsum. Auf die Wissenschaft hört jetzt in Berlin keiner mehr.

Open Questions

  • Wie wird die Bundesregierung konkret auf die Kritik reagieren?
  • Werden die geplanten Subventionen trotz der Warnungen umgesetzt?

Related Topics

This article was originally published by Die Welt.

Related Stories

More on this topicwirtschaft