"Hervorragende Perspektive": KI-Boom füllt Auftragsbücher bei Baukonzern Hochtief
Baukonzern profitiert von Rechenzentrumsaufträgen und steigert Gewinn um 40 Prozent
Quick Look
- Hochtief hat den Auftragsbestand bis Ende September auf 90 Milliarden Euro gesteigert, 29 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Der operative Gewinn stieg um 40 Prozent auf 752 Millionen Euro.
- Der KI-Boom und die Nachfrage nach Rechenzentren treiben das Wachstum.
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Why It Matters
Hochtief ist ein Baukonzern mit Sitz in Essen und Teil der spanischen ACS-Gruppe. Der Konzern ist im Dax gelistet und betreibt weltweit Bauprojekte über Tochtergesellschaften wie Turner in den USA und Cimic in Australien.
Der KI-Boom hat auch überraschende Nebeneffekte: Weil die Rechenzentren auf der Welt gebaut werden müssen, profitiert auch die Baubranche. Hochtief freut sich über überragende Zahlen und volle Auftragsbücher.
Die Orderbücher des Baukonzerns Hochtief sind nach zahlreichen neuen Aufträgen - etwa für Rechenzentren - so voll wie noch nie. Der Auftragsbestand sei bis Ende September auf ein Rekordniveau von 90 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen in Essen mit. Dies seien 29 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
"Unser Rekordauftragsbestand verschafft uns hervorragende Perspektiven für die Zukunft", sagte Unternehmenschef Juan Santamaría laut Mitteilung. Santamariá ist auch Chef der Hochtief-Muttergesellschaft ACS, eines spanischen Bau- und Infrastrukturkonzerns. Laut Quartalsbericht hat Hochtief in den vergangenen zwölf Monaten allein für Rechenzentren Aufträge im Volumen von knapp 27 Milliarden Euro erhalten.
In den ersten neun Monaten steigerte Hochtief den operativen Konzerngewinn im Vorjahresvergleich um 40 Prozent auf 752 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf gut 32 Milliarden Euro zu. Der Wachstumskurs bei Gewinn und Auftragseingang sei durch eine steigende Nachfrage in den vier Bereichen Künstliche Intelligenz, Energie, Verteidigung sowie kritische Mineralien gestützt worden, hieß es.
Man profitiere weiterhin von einer steigenden Nachfrage nach moderner Infrastruktur. Das Unternehmen verwies auf kürzlich erzielte Auftragseingänge etwa für Rechenzentren in Asien, den USA und Europa, für den Bau eines Sammlungs- und Forschungszentrums für das Museum für Naturkunde Berlin, für Arbeiten am Nuklearstandort Sellafield in Großbritannien oder den Ausbau eines Übertragungsnetzes in Australien.
Die Hochtief AG in Essen ist die Konzernobergesellschaft für ein weltweit verzweigtes Geflecht von Baufirmen. Den größten Teil des Geschäfts macht der Baukonzern mit seinen Auslandstöchtern Turner (USA) und Cimic (Australien). Ende September beschäftigte der Konzern rund 64.400 Menschen, knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit dem 22. Juni wird das Unternehmen im Leitindex Dax gelistet.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Hochtief wird den Auftragsbestand weiter ausbauen, da die Nachfrage nach Rechenzentren und Infrastruktur anhält.
Likely · Within months
Open Questions
- Welche konkreten Rechenzentrumsprojekte wurden beauftragt?
- Wie verteilt sich der Auftragsbestand geografisch auf die Tochtergesellschaften?
- Welche Auswirkungen hat der Dax-Aufstieg auf die Aktienperformance?







