
Der Rheinpegel in Kaub hat mit sechs Zentimetern einen historischen Tiefststand erreicht. Die Binnenschifffahrt steht vor massiven Problemen.
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Der Hitzesommer 2026 und anhaltende Trockenheit führen zu historischen Tiefständen beim Rheinpegel in Kaub.
Düsseldorf. Der Hitzesommer 2026 hat das Städtchen Kaub am Rhein zu einem der bekanntesten Orte des Landes gemacht. Aus gutem Grund: Denn wie hoch hier der Pegelstand des Flusses ist, hat Auswirkungen auf zahllose Unternehmen in ganz Deutschland.
Faktisch ist der Rhein inzwischen zweigeteilt, in einen Teil nördlich von Kaub und einen Teil südlich davon. In der Nacht von Freitag auf Samstag lag der Pegelstand offiziellen Daten zufolge nur noch bei sechs Zentimetern, so niedrig wie noch nie seit Beginn der detaillierten Aufzeichnungen. Unterhalb der sechs Zentimeter liegt die Fahrrinne zwar noch etwas tiefer, doch für die Binnenschiffe ist das Wasser endgültig zu flach.
Der Binnenschifffahrtsverband hatte zuvor erklärt, dass bei einstelligen Pegelwerten kein Verkehr mehr möglich sei. Einige Schiffe sind auf dem Abschnitt noch unterwegs, zeigen Daten von „Marine Traffic“. Die Kapitäne entscheiden letztlich selbst, ob sie fahren oder nicht.
Aus der Satellitenperspektive ist deutlich zu erkennen, wie der Pegel über die vergangenen Wochen immer weiter gesunken ist. Am Ufer und in der Flussmitte treten die sandigen Stellen über die Wochen immer deutlicher hervor.

Nach einer 29-tägigen Zwangspause aufgrund von Niedrigwasser fahren wieder viele Rheinfähren. Trotz gestiegener Pegelstände sind jedoch viele Passagiere wegen des wechselhaften Wetters abwesend, was zu erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Fährenbetreiber führt.

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