Breaking
TRThe number of detentions in the school attack in Manisa Turgutlu increased to 9PLThe tragic death of a technician in the Roman ColosseumESMaricarmen, evicted at the age of 87 after 71 years living in her house in MadridITWorker died at the Colosseum: investigations into the dynamics of the accidentCNChorus of disapproval rises ahead of the Chinese leader’s arrivalJPUS-China summit focuses on extension of 'trade truce' to restrict rare earth exportsJPResidents forced to clean up after Typhoon No. 25: 9 dead and 4 missing in Chiba and KanagawaCNChina Coast Guard harasses one after another, Taiwan Coast Guard strongly refusesCNAn unusual buying spree broke out in Japanese second-hand bookstores: It is suspected that overseas AI companies purchased books on a large scale for trainingTRDefense Ministry Charter and Controversial Election Promises from Ben GvirTRThe number of detentions in the school attack in Manisa Turgutlu increased to 9PLThe tragic death of a technician in the Roman ColosseumESMaricarmen, evicted at the age of 87 after 71 years living in her house in MadridITWorker died at the Colosseum: investigations into the dynamics of the accidentCNChorus of disapproval rises ahead of the Chinese leader’s arrivalJPUS-China summit focuses on extension of 'trade truce' to restrict rare earth exportsJPResidents forced to clean up after Typhoon No. 25: 9 dead and 4 missing in Chiba and KanagawaCNChina Coast Guard harasses one after another, Taiwan Coast Guard strongly refusesCNAn unusual buying spree broke out in Japanese second-hand bookstores: It is suspected that overseas AI companies purchased books on a large scale for trainingTRDefense Ministry Charter and Controversial Election Promises from Ben Gvir
BackHöhere Strafen für K.-o.-Tropfen: Bundesjustizministerin fordert mindestens fünf Jahre Haft
Höhere Strafen für K.-o.-Tropfen: Bundesjustizministerin fordert mindestens fünf Jahre Haft
Developing
Tagesschau Inland1 hour agoLaw2 min readGermanyView translation

Höhere Strafen für K.-o.-Tropfen: Bundesjustizministerin fordert mindestens fünf Jahre Haft

Im Bundestag steht die erste Beratung zu einem neuen Gesetzentwurf an, der härtere Strafen und die Gleichstellung mit Waffen vorsieht.

Quick Look

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig fordert im ARD-Morgenmagazin mindestens fünf Jahre Haft für den Einsatz von K.-o.-Tropfen.
  • Der Bundestag berät über einen entsprechenden Gesetzentwurf.

AI-generated summary

Why It Matters

Nach bisherigem Recht ist der heimliche Einsatz von K.-o.-Tropfen bei Raub- oder Sexualdelikten strafverschärfend, zieht aber nicht automatisch eine Mindeststrafe von fünf Jahren nach sich.

Font size

Höhere Strafen für den Einsatz von K.-o.-Tropfen wären aus Sicht von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig für potenzielle Täter ein deutliches Zeichen der Abschreckung. "Das ist schon ein starkes Signal und ein starkes Stoppschild, wenn man weiß: Wenn man so etwas tut, dann ist man mit mindestens fünf Jahren Freiheitsstrafe dabei", sagte die SPD-Politikerin im ARD-Morgenmagazin.

Am Nachmittag steht die erste Beratung zu einem entsprechenden Gesetzentwurf im Bundestag an. Wer die gefährlichen Mittel für eine Vergewaltigung oder einen Raub einsetzt, soll demnach künftig mit mindestens fünf Jahren Haftstrafe rechnen müssen. Außerdem sollen K.-o.-Tropfen rechtlich so eingestuft werden wie eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug.

Bisher drei Jahre Mindeststrafe

Auch Fälle im häuslichen Umfeld müssten erfasst werden, betonte Hubig. Außerdem solle das Erstellen, Besitzen und Verbreiten von Vergewaltigungsvideos stärker unter Strafe gestellt werden. Die geplante Reform ist Teil einer Gesamtstrategie der Bundesregierung zum besseren Schutz vor Gewalt.

Nach derzeit geltendem Recht kann der heimliche Einsatz von K.-o.-Tropfen bei einem Raub- oder Sexualdelikt bereits strafverschärfend berücksichtigt werden. Es handelt sich bisher aber nicht automatisch um eine besonders schwere Form des sexuellen Übergriffs oder Raubes, weshalb sich lediglich eine Mindeststrafe von drei Jahren ergibt.

Aufklärungskampagnen sollen helfen

Abschreckung alleine helfe nie, sagte die Justizministerin weiter. "Wir brauchen Aufklärung, wir brauchen eine bessere Prävention - alles, was dazugehört." Unter anderem werde bereits mithilfe einer "Aufklärungskampagne für den ländlichen Raum" deutlich gemacht, wo sich Frauen Hilfe holen könnten.

Wer nach einer Überwältigung durch K.-o.-Tropfen Spuren am Körper sichern wolle, könne dies in Krankenhäusern und speziellen Einrichtungen machen lassen. Zudem brauche es Aufklärungskampagnen etwa in Bars - einige würden bereits daran teilnehmen.

Schnell handeln, um Beweise zu sichern

Kira Daviter, Gründerin einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die Opfer von K.-o.-Tropfen wurden, betonte, dass neben härteren Strafen für die Täter auch die Beweisführung angegangen werden müsse. Denn Strafen könnten nur dann angewandt werden, wenn Fälle auch vor Gericht landeten. Dazu braucht es aus Daviters Sicht unter anderem auch Schulungen für die Polizei und Personal in Arztpraxen. Man müsse schnell handeln, um die Tropfen im Körper nachweisen zu können.

Betroffenen rät sie, sich Unterstützung zu holen. Das könne im privaten Umfeld passieren, aber auch bei professionellen Stellen. Es sei wichtig, wieder im "Hier und Jetzt" anzukommen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Erste Beratung zum Gesetzentwurf im Bundestag

    Very likely · Within hours

Open Questions

  • Wann genau soll das neue Gesetz in Kraft treten?
  • Wie soll die Beweissicherung flächendeckend verbessert werden?

Related Topics

This article was originally published by Tagesschau Inland.

Related Stories

More on this topick.-o.-tropfen