Der Iran will die wichtige Meeresstraße nicht öffnen, während US-Präsident Trump das Rahmenabkommen nicht verlängern will und mit Luftangriffen droht.
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Israel und die USA griffen den Iran am 28. Februar gemeinsam an. Am 15. Juni einigten sich beide Seiten auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.
Israel und die USA haben am 28. Februar gemeinsam den Iran angegriffen. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet. Seit dem 13. April blockiert das US-Militär iranische Häfen an der Straße von Hormus.
Am 21. April kündigte US-Präsident Donald Trump an, die Waffenruhe zu verlängern, bis den Iran einen Vorschlag zum Kriegsende vorlegt.
Am 15. Juni einigten sich der Iran und die USA auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.
Nach Angriffen auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus nahmen die USA die Angriffe auf den Iran am 7. Juli wieder auf.
Iran hält Straße von Hormus weiter geschlossen
Der Iran will die wichtige Straße von Hormus vorerst nicht wieder öffnen. Nach Angaben des iranischen Chefunterhändlers Mohammed Bagher Ghalibaf soll die Meerenge so lange geschlossen bleiben, bis die USA bestimmte Forderungen erfüllen.
Zu den Forderungen zählen seinen Worten zufolge »die Aufhebung der Seeblockade, die Freigabe der eingefrorenen Vermögenswerte, die Aufhebung der Ölsanktionen, das Ende der Drohungen und militärischen Operationen an allen Fronten«.
US-Senator will möglichen Angriff auf Oman verhindern
US-Präsident Donald Trump soll dem Oman laut Fox News mit Bombenangriffen gedroht haben, sollte das Land eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus verhindern.
Einen möglichen Militäreinsatz will der US-Senator Tim Kaine verhindern. Nach der Sommerpause des Kongresses will der Demokrat eine Resolution gegen einen solchen Einsatz einbringen.
Trumps Drohungen gegen den Oman seien besonders problematisch, da die USA diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu dem Land unterhielten, sagte Kaine. Davon könnten Gegner der USA wie China und Russland profitieren, die sich darüber »die Hände reiben« würden.
Fahrten durch Straße von Hormus weiterhin selten
Die Zahl der Schiffsdurchfahrten durch die Straße von Hormus befindet sich im einstelligen Bereich. Sechs Frachtschiffe passierten die Meerenge am Montag, wie vorläufige Daten des Trackingdienstes Kpler zeigten. Drei davon verließen den Golf, drei fuhren in die Meerenge.
Kepler zufolge lag der Durchschnitt in den letzten zehn Tagen bei elf Durchfahrten pro Tag. Am Samstag passierten drei Schiffe die Meerenge, am Sonntag waren es zwei. Darunter befanden sich zuletzt keine großen Rohöltanker oder Tanker mit Flüssigerdgas.
Behörde meldet Zwischenfall in Straße von Hormus
In der Nacht ist es in der Straße von Hormus nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde (UKMTO) zu Beschuss gekommen. Wie die Behörde mitteilte, soll ein Schiff bei der Durchfahrt durch die Meerenge von einem nicht identifizierten Geschoss getroffen worden sein. Eine Person wurde verletzt, die übrigen Besatzungsmitglieder wurden laut UKMTO von der omanischen Küstenwache unterstützt.
Erdoğan fordert direkte Gespräche zwischen USA und Iran
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zu einem direkten Austausch mit dem Iran aufgefordert. Die Türkei hoffe auf eine Fortsetzung der Gespräche und werde die Friedensbemühungen weiter unterstützen, teilte das türkische Präsidialamt mit. Man müsse die Diplomatie bestmöglich nutzen, sagte Erdoğan demnach.
Trump spricht erneut über Straße von Hormus als mögliches US-Territorium
US-Präsident Donald Trump hat seine Äußerung, die Straße von Hormus zu einem US-Territorium zu machen, wiederholt. »Mir gefällt die Idee, sie zu einem Territorium zu erklären«, sagte Trump, ohne nähere Details zu nennen. Bei einer Rede in New York hatte er zuvor gesagt, dass er die wichtige Wasserstraße »ziemlich bald« zu einem US-Territorium erklären wolle. Die Äußerung führte aber zu weiteren Spannungen mit dem Iran.
Trump möchte Rahmenabkommen mit Iran nicht verlängern
Die USA streben nach den Worten von Präsident Donald Trump keine Verlängerung des Rahmenabkommens zur Waffenruhe mit dem Iran an. Trump verneinte eine entsprechende Frage eines Reporters. Am Montag wäre der Stichtag gewesen, bis zu dem der Iran und die USA gemäß einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung ein endgültiges Friedensabkommen hätten erzielen sollen.
Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. »Sie werden nicht die Art von Abkommen schließen, die ich für notwendig halte«, sagte Trump vor Reportern im Oval Office. »Wir sind aus einem einzigen Grund dabei: Der Iran darf keine Atomwaffen besitzen«, sagte Trump weiter.
Das am 17. Juni unterzeichnete Papier sah dafür eine Frist von 60 Tagen vor. Ein iranischer Insider hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, es gebe keine Gespräche über eine Verlängerung, da eine Frist gar nicht erst begonnen habe.
Donald Trump soll dem Oman mit Bombenangriffen gedroht haben
US-Präsident Donald Trump hat dem Oman offenbar mit Bombenangriffen gedroht, sollte sich der Golfstaat bei einem möglichen US-Abkommen mit dem Iran zur Zukunft der Straße von Hormus »in den Weg stellen«. Wie Fox News berichtete, äußerte Trump die Drohung auf eine Frage des Reporters Trey Yingst. Dieser sagte: »Ich habe den Präsidenten zu den (…) parallelen Gesprächen befragt, die zwischen dem Iran und Oman über die Kontrolle der Straße von Hormus geführt werden.« Trump habe darauf geantwortet: »Wenn sich der Oman in den Weg stellt, werden wir sie in Grund und Boden bomben.« Trump verlangte demnach außerdem die Kapitulation des Iran.
Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geht stark zurück
Nach Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus ist der Schiffsverkehr dort stark zurückgegangen. Entsprechende Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge durchquerten am Samstag nur fünf Schiffe die Meerenge, am Sonntag gar keines. Am Wochenende zuvor seien es demnach 31 gewesen.
Kopfgeld auf US-Soldaten ausgesetzt
Das iranische Militär hat ein Kopfgeld in Höhe von 30.000 Dollar (26.000 Euro) auf US-Soldaten ausgesetzt, die im Iran festgesetzt und den Behörden übergeben oder getötet werden. »Mutige iranische Frauen, die eine solche Tat vollbringen, erhalten die doppelte Belohnung«, sagte Armee-Stabschef Amir Hatami nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Hatami machte keine Angaben dazu, wo und wann eine solche Gefangennahme von US-Soldaten erfolgen könnte. Seit Beginn des Irankriegs ist kein Einsatz von US-Bodentruppen im Iran bekannt.
Irans Parlament verbietet Kontakt zu ausländischen Medien
Das iranische Parlament hat den Entwurf für ein Gesetz gebilligt, das Kontakte zu ausländischen Medien und Institutionen unter Strafe stellen soll. Dazu gehören US-amerikanische oder israelische Medien sowie von diesen Ländern finanzierte Sender. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, geht aus einem Bericht der iranischen Zeitung Schargh hervor. Gespräche mit anderen ausländischen Medien sollen künftig dem Geheimdienstministerium gemeldet werden.
Saudi-Arabische Behörde gibt Entwarnung
Die saudi-arabische Zivilschutzbehörde hat die Warnung für die Provinz Jasan wieder aufgehoben. Das gab sie im Onlinenetzwerk X bekannt. Demnach ist die Gefahr in der Grenzprovinz gebannt.
Saudi-Arabien warnt vor »möglicher Gefahr« an Grenze zum Jemen
Nach mehreren Angriffen der jemenitischen Huthi-Milizen auf den Süden Saudi-Arabiens haben saudi-arabische Behörden vor »möglicher Gefahr« in der Grenz-Provinz Jasan gewarnt. Wie die Zivilschutzbehörde mitteilte, liege eine Warnung des nationalen Frühwarnsystems für Jasan vor. Die vom Iran unterstützte schiitische Huthi-Miliz im Jemen hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Energie- und Ölinfrastruktur in Jasan angegriffen.
Iran fordert Zugang zu Katar für die Suche nach inhaftierten Kampfpiloten
Der Iran hat Katar aufgefordert, Vertreter der iranischen Armee für die Suche nach drei angeblich im Golfemirat inhaftierten Kampfpiloten ins Land zu lassen. Ein Expertenteam der iranischen Luftwaffe würde seit Monaten darauf warten, nach Katar reisen zu dürfen, teilte General Mohammed Baghersadeh nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim mit.
Seit einem Angriff im März auf einen US-Militärstützpunkt in Katar gelten die drei Kampfpiloten der iranischen Luftwaffe offiziell als vermisst. Katar hatte damals bekannt gegeben, zwei iranische Bomber vom Typ SU-24 abgeschossen zu haben, Angaben zu den Piloten gab es damals nicht.
Katar dementiert die Gefangennahme iranischer Piloten
Katar hat die Darstellung des Iran zurückgewiesen, nach der das Land drei iranische Piloten gefangen halte. Ein Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sprach von »irreführenden Aussagen« auf der Plattform X und zeigte sich verwundert darüber, dass diese zu einem Zeitpunkt diplomatischer Bemühungen fielen.
Bereits im Juni hatte der Iran gesagt, keine Informationen über den Verbleib der Piloten zu haben. Damals hieß es, die iranischen SU-24 Kampfjets seien bei einem iranischen Angriff auf den US-Militärstützpunkt Al Udeid von katarischen Jets abgefangen worden.
AI outlook — possibilities, not facts
US-Senator Tim Kaine will nach der Sommerpause des Kongresses eine Resolution gegen einen Militäreinsatz einbringen.
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