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Der Iran-Krieg dauert bereits mehrere Monate an und hat das Pentagon erheblich belastet. Das CBO hat seine Kosten erstmals beziffert, während im Kongress über die Beschränkung der Kriegsbefugnisse des Präsidenten debattiert wird.
New York. Der Iran-Krieg hat das Pentagon in den ersten fünf Monaten 38,1 Milliarden Dollar gekostet. Zu diesem Ergebnis kommt das überparteiliche Haushaltsbüro des US-Kongresses (CBO) in einer neuen Studie.
In der Summe enthalten sind unter anderem die Kosten für den Ersatz verschossener Munition und zerstörter Ausrüstung sowie höhere Ausgaben für Flugbetrieb und Treibstoff.
Das teilte das CBO am Dienstag in einem Schreiben an den Abgeordneten Brendan Boyle aus Pennsylvania mit. Boyle ist der ranghöchste Demokrat im Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses.
Die Berechnung deckt sich weitgehend mit Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Dieser hatte die Kriegskosten im Juli vor dem Kongress auf 37,5 Milliarden Dollar beziffert.
Jeder weitere Kriegsmonat dürfte mindestens zwei bis drei Milliarden Dollar kosten. Bei einer weiteren Eskalation könnten die monatlichen Ausgaben noch höher ausfallen, heißt es in dem Bericht.
Das US-Haushaltsbüro erwartet, dass der Krieg die Inflation in den USA weiter antreibt. Anfang 2027 dürfte die jährliche Inflationsrate deshalb um 0,5 Prozentpunkte höher liegen als bislang angenommen. Bei der Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, rechnet die Behörde mit einem Anstieg um 0,3 Prozentpunkte. Grund dafür sind höhere Energiekosten, die auch Waren und Dienstleistungen verteuern.
Ursache für den Preisdruck sind vor allem Störungen bei Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus. Die Kerninflation dürfte zwar langsamer steigen, sich dafür aber hartnäckiger halten, erklärte das CBO.
Der Krieg hat zudem die Munitionsbestände der USA stark verringert. Es könnte fünf Jahre oder länger dauern, sie wieder aufzufüllen. Dadurch sinkt nach Einschätzung des Haushaltsbüros die Fähigkeit des US-Militärs, auf einen weiteren großen Konflikt zu reagieren.
Besonders problematisch wäre der Mangel bei einer Auseinandersetzung mit einem Gegner, der über zahlreiche ballistische Raketen und Marschflugkörper verfügt. Das CBO verwies dabei ausdrücklich auf einen möglichen Konflikt zwischen China und Taiwan.
Der Bericht wurde veröffentlicht, während das Repräsentantenhaus über einen Antrag abstimmen sollte, der einen Abzug der US-Streitkräfte aus den Kampfhandlungen ohne formelle Kriegserklärung vorsieht. Es handelt sich bereits um den 18. Versuch in diesem Jahr, die Kriegsbefugnisse des Präsidenten einzuschränken.
Boyle kritisierte die hohen Ausgaben. Trump und die Republikaner hätten den Amerikanern jahrelang erklärt, es fehle an Geld für Familien im eigenen Land. Für einen riskanten Krieg könnten sie dagegen Dutzende Milliarden Dollar aufbringen, während die Bevölkerung die Folgen tragen müsse.
Trump hatte Anfang März erklärt, der Krieg sei „so gut wie“ beendet. Inzwischen räumte er ein, dass der Konflikt über die Kongresswahlen am 3. November hinaus andauern könnte. Einige seiner ranghohen Berater halten es einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge sogar für möglich, dass der Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit andauert.
Der frühere US-Außenminister Antony Blinken sieht einen klaren Ausweg aus dem Krieg: eine diplomatische Vereinbarung mit dem Iran. Trump stehe jedoch vor einem Dilemma, sagte Blinken am Dienstag dem Sender Bloomberg TV. Andererseits wachse wegen der angespannten Märkte, der knappen Munitionsbestände und der bevorstehenden Kongresswahlen der Druck auf den Präsidenten. Andererseits müsste er dem Iran für ein Abkommen Zugeständnisse machen – und könnte dies als Niederlage erscheinen lassen.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Krieg könnte bis zum Ende von Trumps Amtszeit andauern.
Possible · Within months
Die jährliche Inflationsrate in den USA wird Anfang 2027 um 0,5 Prozentpunkte höher liegen als bislang angenommen.
Likely · Within months
Es könnte fünf Jahre oder länger dauern, die Munitionsbestände der USA wieder aufzufüllen.
Likely · Within years

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