
AI-generated summary
Der Krieg im Iran verläuft anders als geplant. Ein Hauptziel der USA und Israel war die nukleare Entwaffnung des Regimes in Teheran. Trotz Angriffe auf angebliche Nuklearanlagen zeigen Satellitenbilder, dass Reparaturen bereits begonnen haben.
Das geht nicht nur uns so, sondern offenbar auch Menschen in Iran. Meine Kollegin Susanne Koelbl hat vor einigen Tagen Stimmen aus dem Land zusammengetragen, viele von ihnen klingen rat- und hoffnungslos. »Leben wir im Krieg oder in Frieden? Wir wissen es nicht«, schreibt etwa der Rechtsanwalt Hamid Azizi dem SPIEGEL. Der Programmierer Ramin Samadi schreibt: »Ich verlasse mich nur noch auf das, was ich sehe: Eine Explosion bedeutet Krieg, sinkende Preise deuten auf eine Einigung hin. Aber sie einigen sich nicht. Iran stehen schwere Zeiten bevor.« (Lesen Sie hier den Text .)
Was sich sicher sagen lässt: Der Krieg läuft völlig anders als geplant. Das gilt nun womöglich auch in Bezug auf Irans Nuklearprogramm. Eines der erklärten Hauptziele der Verbündeten USA und Israel war die nukleare Entwaffnung des Regimes in Teheran. Tatsächlich dürften die Angriffe auf die entsprechenden Anlagen auch wirkungsvoll gewesen sein. Satellitenbilder zeigen allerdings, dass die Reparaturen an einer mutmaßlichen Nuklearanlage in Iran längst begonnen haben. Meine Kolleginnen Anna-Lena Kornfeld, Jaya Mirani und Anna-Sophie Schneider haben die Bilder analysiert und erklären, was es damit auf sich haben dürfte. (Lesen Sie hier ihren Text .)
3. Spinne ohne Schreck
Über große oder exotische Spinnen zu berichten, stellt uns hier in der Redaktion immer wieder vor ein Dilemma: Einerseits möchte man die Tiere natürlich zeigen, am besten mit einem tollen Bild, von ganz nah fotografiert. Andererseits wissen wir, dass ein Spinnenfoto Menschen mit großer Angst vor Spinnen davon abhalten kann, den entsprechenden Text zu lesen. Schlimmstenfalls meiden sie sogar unsere Website, solange dort prominent das Bild einer Spinne zu sehen ist.
Den einen oder anderen Text über Spinnen sollten allerdings gerade Phobiker lesen, etwa um zu erfahren, dass das darin beschriebene Tier harmlos ist/nur in Australien vorkommt/ausgestorben ist/von einer KI generiert wurde und in Wahrheit gar nicht existiert.
Deshalb hat sich das Wissenschaftsressort für seine Geschichte über die Nosferatu-Spinnen, von denen immer mehr in Deutschland leben, etwas überlegt: In der Aufmachung ist eine heitere Illustration zu sehen, und die Fotos der echten Spinnen im Text erscheinen erst nach einem Extra-Klick – also nur dann, wenn man bereit ist, hinzuschauen. Kontrollierte Konfrontation und so.
Im Text selbst beantwortet meine Kollegin Julia Köppe viele interessante Fragen zur Nosferatu-Spinne – etwa wie sie lebt, ob sie gefährlich ist und warum Forscher sich für ihre Spinnenseide interessieren. Trauen Sie sich also, es lohnt sich.
Hier finden Sie den Artikel: Wenn plötzlich Nosferatu durchs Wohnzimmer krabbelt
Könnten Sie etwas Leckeres kochen oder backen, das zur Jahreszeit passt. Hier in Norddeutschland isst man zum Beispiel derzeit gern Birnen, Bohnen und Speck (hier ein Artikel aus unserem Archiv dazu mit einem Rezept für eine moderne, etwas leichtere Variante). Das ist aber bestimmt nicht jedermanns Sache, deshalb lohnt auch ein Blick in unsere Effilee-Rezeptsammlung. Darin finden sich Anleitungen für Klassiker wie Zwetschgendatschi (hier das Rezept ) oder Brotsalat (hier das Rezept ), die hervorragend in die Saison passen und die selbst mir als mitteltalentierter Wochenendköchin durchaus machbar erscheinen.
Ich wünsche Ihnen einen anregenden Abend.
Herzliche Grüße
Ihre Judith Horchert, Blattmacherin in der Chefredaktion
AI outlook — possibilities, not facts
Die Reparaturen an den mutmaßlichen Nuklearanlagen im Iran werden in den nächsten Wochen abgeschlossen sein.
Likely · Within weeks
Die Debatte über das iranische Nuklearprogramm wird in den kommenden Monaten weiter eskalieren.
Likely · Within months

Italien wird bis 2050 voraussichtlich fast vier Millionen Einwohner verlieren, da die Geburtenrate seit Jahren niedrig bleibt und die Zuwanderung den demographischen Rückgang nicht ausgleichen kann. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte die Förderung der Geburtenrate als politisches Ziel ausgegeben, doch der Trend setzt sich fort.

Im Januar soll das US-Militär den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen haben. Trump kündigt an, dass die USA im Rahmen eines von ihm als ‚größtes Ölgeschäft der Weltgeschichte‘ bezeichneten Deals die Kontrolle über 65 Milliarden Barrel Öl in Venezuela erlangt hätten. Der Politikwissenschaftler Wolfgang Muno erklärt, dass US-Außenminister Marco Rubio in Venezuela weitreichende Vollmachten habe, warnt jedoch, dass der Deal kippen könnte. Im zweiten Teil wird die Abschwächung der atlantischen Zirkulation (AMOC) durch den Klimawandel und mögliche kühlere Temperaturen in Europa thematisiert.
Nach wochenlangen Überlegungen soll Russlands Präsident Wladimir Putin sich für eine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs entschieden haben, wie das britische Magazin "The Economist" unter Berufung auf Kremlquellen berichtet. Innenpolitische Gründe, insbesondere die Angst vor Machtverlust und persönlichem Risiko bei einem scheinbar erfolglosen Kriegsende, seien ausschlaggebend. Dabei erwägt der Kreml laut Bericht eine Intensivierung von Raketen- und Drohnenangriffen auf die ukrainische Energieversorgung, eine Ausweitung hybrider Kriegsführung gegen westliche Unterstützer sowie eine mögliche Aufstockung der Truppen um 300.000 bis 400.000 Soldaten ohne offizielle neue Mobilmachung. Gleichzeitig sinken Putins Zustimmungswerte und das Vertrauen in staatliche Propaganda, während Unzufriedenheit in der Bevölkerung und Teilen der Elite wächst.

Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella hat weniger als einen Monat nach seinem Amtsantritt eine harte Sicherheitspolitik eingeleitet: Friedensverhandlungen werden beendet, bewaffnete Gruppen als Terrororganisationen eingestuft, über 30 Auslieferungen an die USA genehmigt und militärische Offensive gegen FARC-Dissidenten aufgenommen. Gleichzeitig ordnete er verstärkte Kontrollen und Abschiebungen von Migranten ohne regulären Aufenthaltsstatus an, vor allem Venezolaner betroffen.
Nach dem Kentern einer Fähre vor der Insel Zypern mit mindestens acht Toten wurden gegen den Kapitän, den Unternehmensdirektor und sieben weitere Verdächtige Vorwürfe der Tötung durch Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit erhoben. Neun Personen befinden sich in Untersuchungshaft, die Suche nach Vermissten läuft weiter unter Einsatz von Militärschiffen, Flugzeugen und Drohnen. Nordzypern hat eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen und die Fährverbindungen ausgesetzt.

Nach der Flutkatastrophe in Nepal vom vergangenen Mittwoch werden 897 Arbeiter in zerstörten Wasserkraftanlagen vermisst, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich höher liegt. Rettungskräfte aus Indien, China und Südkorea unterstützen die Bergungsarbeiten, die durch steigende Wasserstände und schlechtes Wetter behindert werden. Über 900 Leichen wurden bislang in Nepal und Tibet gefunden, etwa 4800 Personen gelten weiterhin als vermisst. In Nepal werden erste Opfer in Massengräbern beigesetzt, was aufgrund hinduistischer Bestattungstraditionen umstritten ist.