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Island ist seit 2013 kein EU-Beitrittskandidat mehr, bleibt aber über den EWR mit der EU verbunden. Die AfD hat in Sachsen-Anhalt insbesondere in ländlichen Regionen wie der Altmark aufgrund von Bevölkerungsrückgang und Unzufriedenheit mit der Infrastruktur Zuspruch gewonnen.
Island steht vor einer politischen Entscheidung: Am 29. August 2026 stimmen die Isländer darüber ab, ob ihr Land die seit mehr als zehn Jahren unterbrochenen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union wieder aufnehmen soll. Hintergrund sind die veränderte Sicherheitslage durch den Krieg in der Ukraine, die Politik Donald Trumps und die wachsende Bedeutung der Arktis. Island ist bereits über den Europäischen Wirtschaftsraum eng an die EU angebunden, ist aber nicht an den Entscheidungen der EU beteiligt. Befürworter der Verhandlungen verweisen auf mögliche wirtschaftliche Vorteile und eine stärkere politische Mitbestimmung. Gegner betonen die nationale Selbstbestimmung. Die Abstimmung ist noch keine Entscheidung über einen EU-Beitritt, sondern würde zunächst nur neue Verhandlungen ermöglichen. Wie die Menschen auf der Insel zu der Abstimmung stehen, ordnet Johanna Roth ein, Auslandskorrespondentin der ZEIT.
In Sachsen-Anhalt wird nächste Woche ein neuer Landtag gewählt, in den Umfragen liegt die AfD vorn. Besonders stark ist sie in der Altmark, einer dünn besiedelten Region im Norden des Landes. Dort leben nur 39 Menschen pro Quadratkilometer, seit 1990 hat die Region fast 75.000 Einwohner verloren. Schulen, Geschäfte, Arztpraxen und andere Einrichtungen sind vielerorts verschwunden. Gleichzeitig berichten Menschen von Unzufriedenheit mit Politik, Bürokratie, Infrastruktur und von steigenden Lebenshaltungskosten. Viele sehen in der AfD eine Möglichkeit für Veränderung, andere lehnen die Partei ab. ZEIT-Redakteur Philipp Daum war eine Woche in der Altmark unterwegs und hat mit den Menschen vor Ort gesprochen. Im Podcast erzählt er, welche Gründe die Menschen für ihre Wahlentscheidung nennen.
Und sonst so? Löchrige Unterhosen belegen einen gesunden Boden
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle
AI outlook — possibilities, not facts
Bei einem Ja in der isländischen Abstimmung werden formelle Beitrittsverhandlungen mit der EU innerhalb der nächsten Monate aufgenommen.
Likely · Within months
Die AfD wird bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine stärkere Ergebnis als in früheren Wahlen erzielen, insbesondere in der Altmark.
Likely · Within days

Verteidigungsminister Boris Pistorius und Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir fordern in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ein rasches Verbotsverfahren gegen Teile der AfD, insbesondere die "eindeutig völkischen Landesverbände" in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Sie betonen die Rechtmäßigkeit und verfassungsrechtliche Notwendigkeit eines solchen Schritts und äußern Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht. Der Vorstoß erfolgt im Wahlkampfkontext vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September, wo die AfD in Umfragen bei 40 Prozent liegt.

Eine neue Umfrage zeigt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 40 Prozent, was bei Demokraten vorsichtigen Optimismus auslöst, während SPD und Grünen knapp über der Fünfprozenthürde liegen. Gleichzeitig erwägt Island ein EU-Beitrittsreferendum aufgrund von Grönland-Spannungen durch Trump, und die deutsche Autoindustrie kämpft gegen günstigere chinesische E-Autos wie den XPeng P7+ gegenüber dem Audi Q6 e-tron.

US-Republikaner kritisieren die Iran-Politik von Präsident Donald Trump als unzureichend und warnen vor strategischen Verlusten zugunsten Chinas. Sie fordern klare Antworten vom Pentagon und betonen, dass der sechsmonatige Einsatz nun als Krieg einzustufen sei, der eine Kongressgenehmigung erfordere. Gleichzeitig sehen einige eine harte Linie gegen den Iran als politisch vorteilhaft, während Beobachter wie Fareed Zakaria China als Hauptprofiteur der US-Erschöpfung nennen.
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September betonen Kulturfördervereine die Bedeutung kultureller Einrichtungen und fordern von den Parteivertretern klare Stellungnahmen zur Kulturfinanzierung und -förderung. Sie lehnen reine Sparprogramme ab und erwarten konkrete Vorhaben für Kunst und Kultur im Land.
Bei einer Wahlveranstaltung in Grimmen kritisierte die AfD Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wegen Personenkult und Lüge. AfD-Fraktionschef Enrico Schult forderte einen Neuanfang und erklärte, die Partei sei gekommen, um zu regieren. Der AfD-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, forderte eine neue Polizeispezialeinheit zur Rückführung illegaler Migranten und eine Ausreiseeinrichtung statt einer Erstaufnahmeeinrichtung vor rund 400 Gästen.

In Island findet heute ein Referendum über die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsgespräche statt. Mehr als 270.000 Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Fortsetzung der Verhandlungen mit Brüssel abzustimmen. Bei einem „Ja“ würden neue Gespräche aufgenommen, bei einem „Nein“ würde die Regierung das Vorhaben fallen lassen. Der Ausgang wird als eng erwartet, wobei bereits ein Fünftel der Wähler vorab abgestimmt hat. Die sozialdemokratische Regierungschefin Kristrún Frostadóttir betont die Bedeutung des Schritts zur Risikominimierung in unsicheren Zeiten, während wirtschaftliche Bedenken, insbesondere hinsichtlich der Fischerei, und geopolitische Unsicherheiten durch die Äußerungen von US-Präsident Trump über Grönland die Debatte prägen. Island ist bereits Teil des Europäischen Wirtschaftsraums, hat jedoch kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen. Ein früherer Beitrittsantrag aus der Finanzkrise 2009 scheiterte 2013 an Streitigkeiten über die Fischerei. Bei erfolgreichen Verhandlungen wäre ein zweites Referendum über die tatsächliche Mitgliedschaft geplant.