Ein Referendum entscheidet heute über die mögliche Wiederaufnahme der Gespräche mit Brüssel
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Island beantragte 2009 nach der Finanzkrise den EU-Beitritt, brach die Gespräche jedoch 2013 unter einer EU-kritischen Regierung ab.
Die Isländer stimmen heute in einem Referendum über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union ab. Umfragen gehen von einem knappen Ausgang der Volksabstimmung voraus. Ergebnisse werden in der Nacht erwartet. Mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten hatten ihre Stimme bereits vor dem eigentlichen Wahltag abgegeben, wie der isländische Rundfunksender RÚV berichtete.
Das Land mit knapp 400.000 Einwohnern und 273.000 Wahlberechtigten hatte nach der weltweiten Finanzkrise 2009 den Beitritt zur EU beantragt. Die Gespräche wurden 2013 abgebrochen, als eine EU-kritische Regierung an die Macht kam.
Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das autonome dänische Gebiet Grönland zu übernehmen, führten bei vielen Bewohnern im benachbarten Island allerdings zu einem Umdenken – zumal Trump Grönland und Island bereits mehrmals verwechselte. Aus diesem Grund setzte die Regierung in Reykjavik setzte das Thema EU-Beitritt wieder auf die Tagesordnung.
Umfragen zufolge können beide Lager mit ungefähr 50 Prozent der Stimmen rechnen. Konkret konnten die Wähler über die Frage abstimmen: »Soll Island die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union wieder aufnehmen?«.
Zugang zum EU-Binnenmarkt hat Island bereits
»Es ist ein enges Rennen, aber ich bin stets optimistisch«, sagte Außenministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir, die die EU-Annäherung unterstützt. »Entschieden ist es erst, wenn es entschieden ist.« Ministerpräsidentin Kristrún Frostadóttir hatte in den letzten Tagen vor der Abstimmung betont, dass das Referendum noch keine endgültige Entscheidung über einen EU-Beitritt bedeute. Sollte Island die Beitrittsgespräche wieder aufnehmen und mit der EU später eine Mitgliedschaftsvereinbarung erzielen, würde darüber in einem weiteren Referendum abgestimmt.
Allerdings sehen viele Isländer keinen Grund für einen EU-Beitritt, weil Island ohnehin Zugang zum europäischen Binnenmarkt hat.
Sollten die Befürworter gewinnen, würde ein Beitrittsabkommen mit Brüssel ausgehandelt und dann ein neues Referendum über den tatsächlichen EU-Beitritt abgehalten werden. Insbesondere in dem für das Land enorm wichtigen Fischereisektor überwiegt bislang indes die Ablehnung.
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Bei einem Ja-Votum folgen Verhandlungen und ein weiteres Referendum.
Very likely · Within months
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat in Magdeburg Wahlberechtigte aufgefordert, die Stimmenauszählung am Wahlabend zu beobachten, um rechtssichere Ergebnisse zu gewährleisten. Er betonte, dass die AfD demokratische Ergebnisse akzeptiere, auch bei knappem Verfehlen der absoluten Mehrheit, und verwies auf vereinzelte Unregelmäßigkeiten bei früheren Wahlen in Magdeburg und Halle als Grund für die Forderung nach Kontrolle.

Vertreter Deutschlands und weiterer EU-Staaten haben in Ruanda Gespräche über die Einrichtung von Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber geführt. Die Verhandlungen dauern an, wobei Italien ebenfalls Interesse bekundet hat. Ruanda wird als autokratisches Regime beschrieben, das gegen Kritiker vorgeht.

Die EU-Kommission schlägt ein mehrjähriges Budget von zwei Billionen Euro für 2028 bis 2034 vor, doch Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Amtskollegen aus Österreich, Skandinavien und den Niederlanden bestehen auf drastischen Einsparungen. Die traditionellen Ausgaben für Landwirtschaft und Strukturhilfen müssen stark gesenkt werden, um den Haushalt auf Verteidigung, Migration und Wettbewerbsfähigkeit auszurichten, während neue EU-Steuern oder Schulden als Lösung abgelehnt werden.
Deutschland, Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande verhandeln mit Ruanda über die Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der EU, sogenannte Return Hubs, für abgelehnte Asylbewerber. Ruandas Außenminister bestätigte die Gespräche, während ein Transitzentrum in Gashora als möglicher Standort genannt wird. Die EU hatte im Juni eine Rückführungsverordnung verabschiedet, die solche Zentren ermöglicht.
Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die AfD laut einer Insa-Umfrage für die „Bild“ mit 29 Prozent an der Spitze. CDU/CSU kommen auf 20 Prozent, Grüne auf 13 und SPD auf 12 Prozent.
Die AfD hat das Bauhaus in Dessau im Wahlkampf zum Feindbild erklärt und es als »Irrweg der Moderne« bezeichnet, der das menschliche Bedürfnis nach Behaglichkeit vergewaltigt habe. Dies geschieht im Kontext einer anhaltenden Debatte über deutsche Identität, die seit Nietzsche immer wieder aufgegriffen wird.