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Die israelische Zentralbank hatte nach Zinssenkungen im November und Januar wegen des Konflikts mit dem Iran eine Pause eingelegt, bevor sie die Lockerung im Mai und Juli wieder aufnahm.
Jerusalem. Die israelische Zentralbank hat überraschend zum dritten Mal in Folge ihren Leitzins gesenkt und stemmt sich damit gegen den weltweiten Trend einer strafferen Geldpolitik. Die Währungshüter reduzierten den Schlüsselsatz am Dienstag von 3,50 auf 3,25 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit Ende 2022. Als Begründung nannten sie den nachlassenden Preisdruck, der auch durch die starke Landeswährung Schekel gestützt werde.
Die meisten von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen hatten mit einem unveränderten Zinssatz gerechnet. Die Inflationsrate lag im Juli bei 1,5 Prozent und damit komfortabel innerhalb des Zielkorridors der Notenbank von ein bis drei Prozent. „Die Inflation hat sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt“, teilte die Zentralbank mit. Zwar sei Israels Wirtschaft im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um beeindruckende 15,4 Prozent gewachsen.
Rechne man jedoch die Produktion israelischer Firmen im Ausland heraus, liege das Wachstum im Vergleich zum vierten Quartal 2025 nur bei 3,8 Prozent. Die Notenbank hatte nach Zinssenkungen im November und Januar wegen des Konflikts mit dem Iran eine Pause eingelegt, bevor sie die Lockerung im Mai und Juli wieder aufnahm.

Der schwedische Textilkonzern New Wave Group übernimmt den Sportartikelhersteller Uhlsport aus Balingen für 100 Prozent der Aktien. Die Transaktion soll bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Uhlsport behält seinen Sitz in Balingen und seine Marken Uhlsport und Kempa unter Geschäftsführerin Melanie Steinhilber. Im letzten Jahr erzielte Uhlsport einen Umsatz von rund 67 Millionen Euro mit geringfügigem Verlust.

86 Prozent der rund 4000 Gesellschafter des Adlon-Fonds stimmten für den Verkauf des Luxushotels Adlon in Berlin, doch die notwendige Kapitalmehrheit von 75 Prozent wurde nicht erreicht, da die Zustimmenden nur 71,04 Prozent des Kapitals halten. Größere Gesellschafter blockieren den Verkauf aufgrund kritisierter Konditionen, insbesondere der Erfolgsbeteiligung für Jagdfeld.

Das ifo-KfW-Mittelstandsbarometer steigt bereits den vierten Monat in Folge an. Im August verbesserte sich die Geschäftslage merklich und die Aussichten hellten sich noch stärker auf. Besonders die Exportwirtschaft und die Digitalisierungsbranche zeigen Optimismus, getrieben von der Nachfrage nach KI-Ausrüstungen.
Der Hamburger Senat präsentierte den Geschäftsbericht 2025 mit einem Jahresüberschuss von nur noch 47 Millionen Euro nach einem Plus von 1,015 Milliarden Euro im Vorjahr. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) nennt steigende Sozial- und Personalkosten als Hauptursache, sieht das Ergebnis angesichts der Umstände dennoch als „knappe schwarze Null“ und betont die Notwendigkeit von Bundesreformen sowie die Verfügbarkeit erheblicher Rücklagen zur Konsolidierung.

Die UBS lehnt den von einer Parlamentskommission vorgeschlagenen Kompromiss zur Kapitalunterlegung ab und warnt vor erheblichen Kostenbelastungen durch die geforderte Erhöhung des Tier-1-Kapitals auf 13 Milliarden Dollar. Finanzministerin Keller-Sutter zeigt sich enttäuscht und betont, dass der Vorschlag der Regierung nicht entspricht.

Bundesbankpräsident Joachim Nagel betonte beim G20-Treffen in Asheville, dass Deutschland hart daran arbeiten müsse, sein Triple-A-Rating zu behalten, obwohl er durch das wieder anziehende Wirtschaftswachstum zuversichtlich sei. Ratingagenturen warnen vor einer möglichen Herabstufung bei schlechterer wirtschaftlicher Entwicklung, während die Schuldenlast durch Rüstungs- und Infrastrukturprogramme steigt.