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Das Festival "Jamel rockt den Förster" findet seit 2007 jährlich statt und dient als Gegenveranstaltung zu Bemühungen örtlicher Neonazis, das Dorf Jamel in eine rechtsextreme Mustergemeinde zu verwandeln. Es verbindet Musik mit politischem Engagement gegen Rechtsextremismus.
Wegen Unwetters einen Tag später als geplant und gekürzt ist das Rockfestival «Jamel rockt den Förster» über die Bühne gegangen. Sechs Rock- und Punkbands aus ganz Deutschland traten vor 2.500 Zuschauern in dem kleinen Dorf Jamel bei Wismar in Nordwestmecklenburg an, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.
Das Regenwetter habe in diesem Jahr schon eine besondere Herausforderung dargestellt, räumte Markus Ameln, ehrenamtlicher Versammlungsleiter vom Mitorganisator Deutscher Gewerkschaftsbund, ein. Am Vortag musste das Konzert abgesagt werden, nachdem es sechs Stunden geregnet hatte und das Festivalgelände so aufgeweicht war, dass die Lastwagen die Tontechnik nicht an die Bühne bringen konnten.
Die Probleme mit dem Schlamm «haben wir heute in den Griff bekommen, wir haben sehr viel Rindenmulch verteilt», sagte Ameln. Zudem seien Matten ausgelegt worden, um den Zuschauern einen einigermaßen sicheren Zugang zu den Konzerten zu verschaffen. Schlammig war es dennoch, die Besucher nahmen es aber gelassen: Entweder in Gummistiefeln oder teils sogar barfuß trotzten sie dem Regen, der zum Start der Konzerte zumindest kurzzeitig immer wieder einsetzte.
Als erste Gruppe ging die Schuman Band an den Start - ein Projekt von Rainer Schumann, dem Schlagzeuger von Fury in the Slaughterhouse. Highlights waren unter anderem Soffie und Deine Cousine.
Festival gegen Rechtsextremismus
Bei «Jamel rockt den Förster» geht es den Veranstaltern nach aber nicht nur um gute Musik. Mit dem seit 2007 veranstalteten Festival wollen die Organisatoren Birgit und Horst Lohmeyer auch ein politisches Statement gegen Rechtsextremismus setzen. Es ist eine Gegenveranstaltung zu Bemühungen örtlicher Neonazis, das Dorf Jamel in eine rechtsextreme Mustergemeinde zu verwandeln.
In diesem Jahr zeichneten die Lohmeyers die Europaschule Rövershagen bei Rostock mit dem Demokratiepreis aus. Die Schule betreibt seit Jahren eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Kriegsgräber, die sich auch mit den Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Auf dem Schulhof baute die AG als Mahnmal einen Güterwaggon auf, wie er auch zum Transport von Juden und anderen NS-Verfolgten in die Konzentrationslager verwendet wurde.
Flankiert werden die Konzerte zudem von politischen Workshops und Infoständen. Kurz vor der Landtagswahl kam auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Abend vorbei. Schwesig ist Schirmherrin des Festivals. «Euer Zuhause ist unser Zuhause», wandte sie sich an das Ehepaar Lohmeyer. Gemeinsam dürfe man Rechtsradikalismus keinen Raum geben, forderte sie von den Zuschauern und erntete dafür Beifall.
Das Spektakel zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. In diesem Jahr mussten die Tickets verlost werden - auch weil prominente Musiker an den Start gehen. In der Vergangenheit traten unter anderem Herbert Grönemeyer, Campino von den Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot und Deichkind auf. Dabei halten die Veranstalter die Namen der auftretenden Musiker und Bands traditionell bis zum Auftakt geheim.
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Das Festival wird auch im nächsten Jahr stattfinden und weiterhin als Plattform gegen Rechtsextremismus genutzt werden.
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After all concerts were canceled due to bad weather on Friday, the “Jamel rocks den Förster” festival started on Saturday with the Schumann Band as the first act. The festival in Jamel, northwest Mecklenburg, combines music with a political statement against right-wing extremism and has been organized by organizers Birgit and Horst Lohmeyer since 2007. In addition to concerts, there are political workshops and information stands, with Prime Minister Manuela Schwesig announced as patron.

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