
Deutschland erhöht humanitäre Hilfe für den Jemen um zehn Millionen Euro
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Seit Anfang Oktober belagern Huthi-Kämpfer die Stadt Taizz und blockieren die Verbindungsstraße nach Aden. Seit Juli sind die Kämpfe zwischen den Huthis und der jemenitischen Regierung nach vier Jahren relativer Ruhe wieder aufgeflammt. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitischen Truppen.
Abnutzungskrieg im Jemen Rotes Kreuz kann erstmals seit Wochen Hilfsgüter ins belagerte Taizz liefern
Die Huthis belagern die Großstadt Taizz, Hunderttausenden Jemeniten fehlt es an Wasser, Medikamenten und Lebensmitteln. Hilfsorganisationen warnen vor einer Katastrophe.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat diesen Mittwoch nach eigenen Angaben erstmals seit Wochen medizinische Hilfsgüter in die von der proiranischen Huthi-Miliz umzingelte jemenitische Stadt Taizz geliefert. Die Lieferung mit vier Lastwagen unter anderem mit chirurgischer Ausrüstung sei die erste Lieferung medizinischer Hilfsgüter des IKRK an Krankenhäuser in der Stadt seit dem 23. September, sagte ein IKRK-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Huthi-Kämpfer haben Taizz seit Anfang Oktober umzingelt. Sie blockieren die Straße, die die Stadt mit Aden verbindet – dem Sitz der von Saudi-Arabien unterstützten, international anerkannten jemenitischen Regierung. Die Vereinten Nationen haben wiederholt Alarm wegen der sich verschlechternden humanitären Lage in Taizz geschlagen, wo die Huthis die Einfuhr von Grundversorgungsgütern eingeschränkt haben.
Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Mittwoch, in Taizz seien 800.000 Menschen eingeschlossen und hätten derzeit keinen Zugang zu humanitärer Hilfe. Die ausreichende Wasserversorgung der Stadt sei nicht sichergestellt, Benzin- und Nahrungsmittelpreise hätten sich vervielfacht. Deutschland werde daher die humanitäre Hilfe für den Jemen um zehn Millionen Euro auf 28 Millionen Euro erhöhen.
Deutschland forderte die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe »mit sofortiger Wirkung« einzustellen, wie es weiter aus dem Auswärtigen Amt hieß. Demnach traf Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Mittwoch seine jemenitische Kollegin Afrah Abdulasis al-Suba in Berlin. Neben den Angriffen der Huthis sei es auch um die Lage in der Region gegangen.
Nach vier Jahren relativer Ruhe waren die Kämpfe zwischen den Huthis und der jemenitischen Regierung im Juli wieder aufgeflammt. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitischen Truppen in ihrem Kampf gegen die Huthis. Die von Iran unterstützte Miliz greift ihrerseits seit Wochen fast täglich Ziele in Saudi-Arabien an.
dop/AFP
AI outlook — possibilities, not facts
Deutschland wird die humanitäre Hilfe für den Jemen wie angekündigt um zehn Millionen Euro auf 28 Millionen Euro erhöhen.
Very likely · Within days
Das IKRK wird weitere medizinische Lieferungen nach Taizz durchführen, sofern der Zugang gewährt bleibt.
Likely · Within weeks

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