AfD-Politiker Ulrich Siegmund stellt Job-Frage an Reporter, während Youtuber den Journalisten bedrängt
AI-generated summary
Journalisten werden im Umfeld von AfD-Veranstaltungen wiederholt von rechten Streamern bedrängt. Der DJV fordert die Landtage auf, die Sicherheit der Pressearbeit zu gewährleisten.
Der ZDF-Reporter Fabian Köster (31) war vergangene Woche für die „Heute-Show“ im ZDF bei der konstituierenden Landtagssitzung und hatte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund für ein Interview abgepasst. Im Laufe des Gesprächs fragte Siegmund Köster, was der denn mache, wenn die AfD noch in diesem Jahr den Medienstaatsvertrag kündige: „Haben Sie sich schon einen Job gesucht?“ Ähnlich hatte Siegmund auch bereits während des Wahlkampfes bei einem Treffen reagiert.
Im Zuge der Dreharbeiten im Magdeburger Landtag wurde Köster zudem von einem Streamer des Youtube-Kanals „Deutschland Kurier“ verfolgt und bedrängt, wie in einem Video zu sehen ist. „Parlamentarische Räume müssen Orte sein, an denen Journalistinnen und Journalisten frei und sicher arbeiten können“, sagte DJV-Vorsitzender Beuster. Der DJV fordert die Verantwortlichen in den Landtagen auf, den Schutz der journalistischen Arbeit sicherzustellen.
Zwischenfälle während des Wahlkampfes
Es ist nicht das erste Mal, dass rechte Streamer Journalisten bei der Arbeit im Umfeld von AfD-Veranstaltungen bedrängen. Vor allem bei Wahlkampfterminen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kam es häufiger zu solchen Szenen. Mitte September hatte sich der AfD‑Bundesvorstand mit einem Beschluss gegen den Streamer „Aktivist Mann“ befasst. Demnach soll dieser nur noch Zugang zu Parteiveranstaltungen bekommen, wenn er „vorab verbindlich zusichert, andere Streamer und Journalisten nicht zu belästigen“.
Zu den aktuellen Vorfällen im Magdeburger Landtag, in dem AfD-Landtagspräsident Tobias Rausch das Hausrecht hat, äußerte sich die AfD auf Anfrage bislang nicht. Fabian Köster war erst vor einem Monat mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Comedy/Late Night“ ausgezeichnet worden.

The weekly newspaper “Zeit” has filed an appeal against the court’s seizure of interview recordings. It's about a podcast about the kidnapping of Christina Block's children, which includes statements from members of the father's family.

Israel has refused “taz” correspondent Serena Bilanceri a work visa and banned her from entering the country. The Israeli government accuses it of calling for a boycott, which the newspaper sees as an attack on press freedom.
The Georg Stefan Troller Prize was awarded for the first time at the Jewish Museum Frankfurt. The award honors journalistic work that presents the realities of Jewish life in a differentiated manner. Armin Laschet gave the laudation.

The US Department of Justice is investigating five major TV networks for possible antitrust violations. The reason is a temporary stop in reporting on US President Trump in response to the exclusion of other media.

The U.S. Department of Justice is investigating whether White House Pool TV networks' boycott of coverage of President Trump violates antitrust laws after several networks suspended coverage.

The U.S. Department of Justice is investigating ABC, CBS, CNN, NBC and Fox News on suspicion of collusion in their coverage of President Trump after they briefly suspended their joint coverage, the New York Times reported, citing six people with knowledge of the matter.