
Mehrere Technologie- und Industrieunternehmen wie Broadcom, HPE, Snowflake, Dell und andere melden Umsatzsteigerungen und höhere Prognosen dank KI-Nachfrage, während Swiss Life Stellen streicht und Huawei Gewinnrückgang verzeichnet.
AI-generated summary
Die globale Nachfrage nach KI-Technologie steigt stark und beeinflusst Umsatzprognosen vieler Unternehmen. Gleichzeitig stehen einige Branchen vor strukturellen Herausforderungen.
Sabrina Frangos
Broadcom hebt Prognose für KI-Umsatz deutlich an
Der Chipkonzern Broadcom hat seine Umsatzprognose für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) deutlich angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechne das Unternehmen nun mit KI-Erlösen von 58 Milliarden Dollar statt der zuvor angepeilten 56 Milliarden Dollar, teilte der Konzernchef am Mittwoch (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz mit. Das entspricht einem Anstieg von 186 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2027 stellte das Management eine Verdopplung des KI-Umsatzes auf etwa 115 Milliarden Dollar in Aussicht, 2028 sollen es rund 230 Milliarden Dollar sein. Insgesamt gehe Broadcom davon aus, 2027 und 2028 KI-Halbleiter im Wert von rund 350 Milliarden Dollar an seine KI-Kunden auszuliefern.
Anthropic sei auf dem besten Weg, 2027 der größte Kunde für Spezialprozessoren (XPU) zu werden und diese Position 2028 zu halten, hieß es weiter. Im vierten Quartal werde Broadcom zudem die neue Generation von Googles TPU-Chips in großen Stückzahlen ausliefern. Auch für Meta und OpenAI produziere das Unternehmen KI-Beschleuniger. Trotz des starken Wachstums rechnet der Konzern im vierten Quartal mit einem Rückgang der Bruttomarge auf etwa 73 Prozent, nach 78 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dies liege an einem veränderten Produktmix, der die Bruttomarge belaste, erklärte der Konzernchef. Die operative Marge solle jedoch stabil bleiben. Für den Ausbau der Produktionskapazitäten im Halbleiterbereich plant Broadcom im Schlussquartal Investitionen von 1,4 Milliarden Dollar.
Sabrina Frangos
KI-Nachfrage beflügelt HPE – Aktie gibt dennoch nach
Der US-Serverhersteller Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat dank einer starken Nachfrage nach KI-Hardware die Erwartungen übertroffen und seine Jahresziele angehoben. Dennoch fielen die Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel am Mittwoch um acht Prozent. Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte HPE den Umsatz auf 12,2 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 11,9 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,11 Dollar, während Experten 93 Cent erwartet hatten.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von 34 bis 37 Prozent, nachdem zuvor 29 bis 33 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 3,75 bis 3,85 Dollar steigen. Für 2027 peilt HPE ein Umsatzplus von 13 bis 17 Prozent sowie ein Gewinnwachstum von 16 bis 20 Prozent an.
Miriam Braun
Snowflake hebt Umsatzprognose an – Aktie springt um 22 Prozent
Der US-Datenbankspezialist Snowflake hat dank einer starken Nachfrage nach seiner Cloud-Plattform und Angeboten rund um Künstliche Intelligenz (KI) seine Umsatzprognose angehoben und damit ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Die Aktien des Unternehmens schossen am Mittwoch nachbörslich um mehr als 22 Prozent in die Höhe. Snowflake rechnet nun für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Produktumsatz von 6,1 Milliarden Dollar, nachdem das Unternehmen 5,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt hatte.
Auch im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf der Konzern die Erwartungen der Wall Street. Der Gesamtumsatz belief sich auf 1,55 Milliarden Dollar, während Analysten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 1,48 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 62 Cent ebenfalls über den prognostizierten 45 Cent. Unternehmen nutzen die Software von Snowflake, um Daten zu speichern und zu analysieren sowie eigene KI-Anwendungen zu entwickeln.
Sabrina Frangos
KI-Boom beflügelt Dell – Umsatz- und Gewinnprognose angehoben
Der US-Computerbauer Dell hat am Dienstag wegen der boomenden Nachfrage nach Servern für Künstliche Intelligenz (KI) zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Umsatz- und Gewinnprognosen angehoben. Die Aktien des texanischen Unternehmens stiegen im nachbörslichen Handel um rund sechs Prozent.
Im abgelaufenen zweiten Quartal erzielte Dell einen Rekordumsatz von 47 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 44,9 Milliarden Dollar, wie aus LSEG-Daten hervorgeht. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 7,04 Dollar ebenfalls über den Erwartungen von 4,91 Dollar. Für das laufende dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 49 Milliarden Dollar, was ebenfalls deutlich über den Prognosen liegt.
Für das Gesamtjahr erhöhte Dell die Umsatzprognose um 25 Milliarden auf 192 Milliarden Dollar. Zudem erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2027 nun einen Umsatz mit KI-optimierten Servern von 74 Milliarden Dollar, nach zuvor 60 Milliarden Dollar.
Lukas Bay
Swiss Life streicht 600 Stellen trotz Gewinnplus
Der Lebensversicherer Swiss Life streicht bis Ende 2028 rund 600 Stellen. Der Vorstand begründete seine Entscheidung am Dienstag mit dem Ziel, effizienter werden zu wollen. Die Ankündigung erfolgte trotz eines Gewinnanstiegs im ersten Halbjahr 2026: Der Reingewinn kletterte um acht Prozent auf 649 Millionen Franken, der Betriebsgewinn legte ebenfalls um acht Prozent auf 967 Millionen Franken zu. Swiss Life sehe sich auf Kurs, die finanziellen Ziele seines Programms „Swiss Life 2027“ zu erreichen, hieß es. Der Vorstand kündigte zudem an, ab Oktober eigene Aktien im Umfang von 250 Millionen Franken zurückzukaufen.
Lara Dehari
Gewinn von Huawei geht deutlich zurück
Steigende Kosten und höhere Forschungsausgaben trüben die Bilanz von Huawei. Der chinesische Technologiekonzern musste im ersten Halbjahr trotz eines Umsatzwachstums einen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Nettoergebnis schrumpfte um 36 Prozent auf umgerechnet 3,05 Milliarden Euro. Die Erlöse legten dagegen um knapp zehn Prozent auf 60,02 Milliarden Euro zu.
Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte um ein Viertel auf 15,57 Milliarden Euro. Damit will der Konzern China von ausländischen Technologieimporten unabhängiger machen. Er investiert verstärkt in eigene Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) und Produkte für autonomes Fahren. Daneben hat das Unternehmen auch Smartphones und Komponenten für Mobilfunknetzwerke im Portfolio.
Vivian Melchert
Exporte heben Gewinn von chinesischem E-Autobauer BYD an
Der chinesische Elektroautobauer BYD hat dank eines wachsenden Exportgeschäfts erstmals seit über einem Jahr wieder einen Gewinnanstieg in einem Quartal verzeichnet. Allerdings verfehlte der Konzern die Erwartungen der Experten. Der Überschuss sei im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 29,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Yuan (1,22 Milliarden Dollar) gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten mit einem Plus von durchschnittlich 48 Prozent gerechnet. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um 3,2 Prozent auf 194,6 Milliarden Yuan. Damit beendete der nach Absatz weltgrößte E-Autohersteller eine vier Quartale andauernde Schwächephase mit rückläufigen Ergebnissen in Folge.
Das starke Auslandsgeschäft glich die schwache Nachfrage auf dem Heimatmarkt aus. Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr um 71 Prozent auf mehr als 790.000 Fahrzeuge und machten damit 44 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Um die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu verringern, treibt BYD seine Expansion im Ausland voran und gewinnt dabei zunehmend Marktanteile in Europa und Südostasien. In China leidet die Branche unter einem harten Preiskampf und der Kaufzurückhaltung der Kunden.
Der chinesische Markt sei für BYD weiterhin ein Problem, da der Fahrzeugabsatz sinke und der Preiskampf hart bleibe, sagte Yale Zhang, Geschäftsführer des Forschungsunternehmens Automotive Foresight. „Die Auslandsmärkte sorgen für Wachstum, höhere Zölle in einigen Ländern sowie steigende Marketing- und Entwicklungskosten könnten aber den Gewinn begrenzen.“
Lukas Bay
Bertelsmann steigert Gewinn und erhöht Prognose
Der Medienkonzern Bertelsmann steckt sich nach einem starken ersten Halbjahr höhere Ziele für das Gesamtjahr 2026. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) stieg von Januar bis Juni um 4,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und das Konzernergebnis unter dem Strich kletterte um 45 Prozent auf 292 Millionen Euro, wie das Gütersloher Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen am Freitag mitteilte. „Wir blicken auf ein sehr gutes erstes Halbjahr 2026 - Bertelsmann wuchs aus eigener Kraft um mehr als fünf Prozent“, sagte Konzernchef Thomas Rabe zum organischen Umsatzanstieg. „Das Wachstum hat sich in diesem Jahr deutlich beschleunigt und wird breit von fast allen Geschäftsbereichen getragen.“
Finanzchef Rolf Hellermann kündigte eine Erhöhung der Prognose an und begründete dies mit dem positiven Geschäftsverlauf. Für Schwung sorgten demnach auch die Übernahme des Bezahl-Senders Sky Deutschland durch die Bertelsmann-Tochter RTL Group und der bevorstehende Abschluss des Deals zur Zusammenführung des Musikgeschäfts BMG und Concord in den USA noch in diesem Quartal. „Bertelsmann rechnet nunmehr mit einem starken Wachstum beim Umsatz und einem deutlichen Wachstum beim Operating Ebitda adjusted“, erklärte Hellermann.
Lukas Bay
Strabag hebt dank Rekordaufträgen Jahresprognose an
Der österreichische Baukonzern Strabag blickt nach einem starken ersten Halbjahr deutlich optimistischer auf das Gesamtjahr. Wegen prall gefüllter Auftragsbücher rechnet das Management für 2026 nun mit einer Bauleistung von fast 23 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zuvor waren rund 22 Milliarden Euro angepeilt worden. Auch bei der Profitabilität wird Strabag zuversichtlicher und erwartet nun eine operative Rendite (Ebit-Marge) zwischen 5,5 und 6,0 Prozent statt der bisherigen 5,0 bis 5,5 Prozent. In den ersten sechs Monaten steigerte der Konzern seine Leistung um zwölf Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 35 Prozent auf 174,43 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von 119,06 Millionen Euro, was einem Plus von 25 Prozent entspricht.
Treiber dieser Entwicklung ist eine anhaltend hohe Nachfrage im Infrastrukturbau, insbesondere bei Energie- und Bahnprojekten in Deutschland sowie im internationalen Geschäft. Dies ließ den Auftragsbestand um 27 Prozent auf den Rekordwert von knapp 36 Milliarden Euro anschwellen. Zudem profitierte Strabag von einem starken Aufholeffekt: Nachdem viele Straßenbauprojekte im ersten Quartal wegen des kalten Wetters in Europa zunächst schleppend angelaufen waren, nahm das Geschäft im zweiten Quartal deutlich an Fahrt auf. Zukäufe, wie etwa die Übernahme des britischen Unternehmens Van Elle, trugen dem Konzern zufolge ebenfalls zum Wachstum bei.
Sarah Sendner
Workday wächst dank KI-Software
Workday hat seinen Umsatz dank einer florierenden Nachfrage nach seinen KI-gestützten Finanz- und Personalprogrammen gesteigert. „Wir hatten ein starkes zweites Quartal, in dem KI mehr als 25 Prozent unseres neuen jährlichen Vertragswerts ausmachte“, erklärte Konzernchef Aneel Bhusri am Donnerstag. Die Erlöse stiegen in dem am 31. Juli abgelaufenen Vierteljahr um 12,8 Prozent auf 2,65 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte. Damit erfüllten die Ergebnisse die Erwartungen der Wall Street, ebenso wie die Prognose für das laufende Quartal, in dem das Unternehmen Abo-Einnahmen von 2,52 Milliarden Dollar in Aussicht stellt. Die Anleger hatten sich jedoch mehr erhofft: Die Aktie des Konzerns aus dem kalifornischen Pleasanton fiel nachbörslich um fünf Prozent.
Nach Angaben von Workday nutzen inzwischen mehr als 5500 Kunden mindestens einen der KI-Assistenten des Unternehmens. Trotz des Trends zu Cloud-Diensten spürt der Konzern jedoch Gegenwind durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Viele Kunden prüfen ihre IT-Budgets genauer und verschieben große Softwareprojekte. Analysten zufolge könnte der Spielraum für weitere Expansionen begrenzt sein. Ohne Preissenkungen dürfte es zudem schwierig werden, das Wachstum im Finanzbereich und im Ausland wieder anzukurbeln.
Angelika Ahrens
Marvell wächst dank KI-Boom - Aktie gibt dennoch nach
Der US-Chipkonzern Marvell Technology hat mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal die Analystenerwartungen übertroffen. Für das dritte Quartal werde ein Umsatz von rund 3,15 Milliarden Dollar erwartet, während Analysten im Schnitt mit 3,03 Milliarden Dollar gerechnet hatten, teilte Marvell am Donnerstag mit. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 1,10 Dollar liegen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz vor allem dank einer starken Nachfrage nach Rechenzentrums-Chips um 37 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro und übertraf damit ebenfalls die Prognosen. Die hochgesteckten Ziele der Anleger verfehlte das Unternehmen jedoch: Die Aktie fiel nachbörslich um fast drei Prozent. Die Papiere hatten sich im Jahresverlauf im Zuge des KI-Booms nahezu verdreifacht.
Marvell profitiert vom Trend großer Technologiekonzerne, eigene KI-Chips als Alternative zu den teuren Prozessoren von Nvidia zu entwickeln. Erst in der vergangenen Woche vereinbarte das Unternehmen eine weitreichende Kooperation mit der Google-Mutter Alphabet. Diese Partnerschaft könnte bis zum Geschäftsjahr 2033 einen Umsatz von 120 Milliarden Dollar einbringen. Zudem stärkt der Deal Marvells Position im Wettbewerb mit dem größeren Rivalen Broadcom.
Lukas Bay
China Life verdreifacht Gewinn dank Erholung an den Aktienmärkten
Der Nettogewinn von China Life Insurance ist im ersten Halbjahr auf 134,5 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 20 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der in Peking ansässige Lebensversicherer 40,9 Milliarden Yuan verdient. Die Zahlen entsprechen den vorläufigen Ergebnissen, die China Life bereits im vergangenen Monat veröffentlicht hatte.
Der Versicherer profitierte ebenso wie Ping An Insurance von der Erholung der chinesischen Aktienmärkte, die unter anderem von der Künstlichen Intelligenz angetrieben wurde. Bei China Life verstärkten die vergleichsweise großen Aktienbestände den Gewinnzuwachs: Steigende Marktwerte der Beteiligungen fließen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein und treiben damit die Erträge nach oben.
Lukas Bay
Absatz von Pernod Ricard in den USA und China bricht ein
Ein erneuter Absatzeinbruch in den USA und China sorgt beim französischen Spirituosenkonzern Pernod Ricard für Ernüchterung. Der Hersteller von Absolut-Wodka und Martell-Cognac, der bereits ein milliardenschweres Sparprogramm aufgelegt hat, rechne bis 2029 nur noch mit einem Wachstum am unteren Ende seiner Zielspanne von drei bis sechs Prozent, teilte die weltweite Nummer zwei hinter Diageo am Donnerstag mit. Die Aktie des Konzerns gab um über zwei Prozent nach.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien die Erlöse organisch um 3,9 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro gesunken, der dritte Rückgang in Folge. Besonders schlecht sei es in den Schlüsselmärkten USA mit einem Minus von 14 Prozent gelaufen und in China mit einem Rückgang um 19 Prozent. Das operative Ergebnis aus fortlaufenden Geschäften brach um 18 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro ein. Die Dividende soll mit 4,70 Euro je Aktie gleichwohl

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes, um Mitbestimmungsverfahren zu beschleunigen und bürokratische Hürden abzubauen, insbesondere bei der Einführung von KI und Softwareupdates, während die schwarz-rote Koalition und Juristen ähnliche Reformen diskutieren.

Der DAX fiel auf den tiefsten Stand seit Ende Juli aufgrund steigender Inflations- und Zinssorgen, getrieben durch steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Gleichzeitig zeigte der Anleihemarkt Druck, während Dell und Commerzbank positive Signale gaben.

Eine US-Bezirksrichterin in New York hat den Antrag des Justizministeriums auf Zwangsverkauf von Googles Anzeigenbörse AdX abgelehnt. Stattdessen muss Google seine Werbetechnologie mit Wettbewerbern kompatibel machen. Die Entscheidung wurde zunächst unter Verschluss veröffentlicht.

Die Wall Street erholte sich am Mittwoch nach dreitägigen Verlusten, wobei der Dow-Jones-Index um 0,6 % auf 53.062 Punkte stieg. Trotz Sorgen über die Eskalation im Nahen Osten und steigende Ölpreise kauften Anleger aufgrund günstiger Bewertungen, starker Quartalsberichte und Optimismus hinsichtlich KI-Investitionen. Technologie- und Halbleiteraktien führten den Aufschwung an, während schwächere Arbeitsmarktdaten die Konjunkturaussichten eintrübten.

Die Zukunft der Volkswagen-Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm ist unklar, da die Produktion ab den 2030er-Jahren auslaufen soll. Der Vorstand sieht derzeit keine gesicherte Perspektive, aber der Aufsichtsrat muss zustimmen. Bei der bevorstehenden Sitzung liegen drei konkurrierende Beschlussvorlagen vor, was auf verhärtete Fronten hindeutet. Eine Einigung gilt als ausgeschlossen, wodurch eine Eskalation oder eine außerordentliche Hauptversammlung möglich ist, bei der die Ausgliederung der Marke VW diskutiert werden könnte. Für die Beschäftigten bleibt die Situation kompliziert, und Klarheit könnte sechs bis zwölf Monate auf sich warten lassen.

Volkswagen steht vor einem tiefgreifenden Umstrukturierungsplan mit möglichen Werksschließungen in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm sowie dem Verlust von bis zu 100.000 Jobs. Vier Machtblöcke – Porsche-Piëch-Familie, Betriebsrat/IG Metall, Vorstand um Oliver Blume und Niedersachsen – ringen um den Kurs. Experten warnen vor Entscheidungsblockaden und schlagen entweder einen Systemwechsel im Aufsichtsrat oder einen neuen internen Deal vor, um Stillstand zu vermeiden.