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Wall Street erholt sich trotz Nahost-Sorgen und Ölpreissteigerungen
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n-tv Wirtschaft39 minutes agoBusiness2 min readGermany

Wall Street erholt sich trotz Nahost-Sorgen und Ölpreissteigerungen

Quick Look

  • Die Wall Street erholte sich am Mittwoch nach dreitägigen Verlusten, wobei der Dow-Jones-Index um 0,6 % auf 53.062 Punkte stieg.
  • Trotz Sorgen über die Eskalation im Nahen Osten und steigende Ölpreise kauften Anleger aufgrund günstiger Bewertungen, starker Quartalsberichte und Optimismus hinsichtlich KI-Investitionen.
  • Technologie- und Halbleiteraktien führten den Aufschwung an, während schwächere Arbeitsmarktdaten die Konjunkturaussichten eintrübten.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Wall Street hatte zuvor drei Tage lang Verluste erlitten, bevor Anleger am Mittwoch aufgrund günstiger Bewertungen zum Wiedereinstieg nutzten. Der Nahost-Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskalierte zugleich, was die Ölpreise trieb und Inflationssorgen auslöste.

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Seit Freitag schließt die Wall Street im Minus, jetzt nutzen die Anleger die Gelegenheit für einen Wiedereinstieg. Sorgen über die Lage im Nahen Osten und den steigenden Ölpreis können die Kauflaune nicht trüben.

Nach einer dreitägigen Verlustserie haben Schnäppchenjäger der Wall Street am Mittwoch zu einem Kursaufschwung verholfen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 53.062 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,5 Prozent auf 7667 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent auf 26.218 Punkte. Der Nebenwerteindex Russell 2000 schnitt mit einem Plus von 1,1 Prozent besser ab als die Standardwerte.

Die Rally bei den Staatsanleihenrenditen kam derweil zum Erliegen. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe ging um 0,008 Punkte auf 4,383 Prozent zurück. Die der 30-jährigen Anleihe blieb unverändert bei 5,266 Prozent.

Gebremst wurde die Kauflaune jedoch von Sorgen über die Eskalation im Nahen Osten. Die USA und der Iran weiteten ihre Angriffe beim größten Schlagabtausch seit Juli aus, was die Energiepreise in die Höhe trieb und Inflationsängste schürte. "Der Krieg dauert länger an, als alle gehofft haben", sagte Lauren Cassidy, Anlagechefin beim Founders 100 ETF. Wenn er ende, würden die Energiepreise nachgeben und die Inflation sei kein so großes Thema mehr. Cassidy verwies zugleich auf die starke Berichtssaison und die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI). Die Einführung von KI stehe noch ganz am Anfang und beschleunige sich gerade erst. "Wir könnten ab jetzt ein exponentielles Wachstum sehen", erklärte Cassidy. GEstützt wurde der Optimismus durch einen Bericht von PwC. Die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prognostiziert, dass die kumulierten Ausgaben für KI bis 2050 die Marke von 31 Billionen Dollar übersteigen werden.

Im Technologiesektor griffen die Anleger dann auch vor allem bei Halbleiterwerten zu. Die Aktien von Nvidia, Micron und Qualcomm stiegen zwischen 2,0 und 3,2 Prozent. Die Papiere von Dell machten einen Satz von 15,8 Prozent nach oben, nachdem der Hardware-Hersteller seine Jahresprognosen für Umsatz und Gewinn angehoben hatte.

Gefragt waren auch die Aktien von Brown-Forman. Der Hersteller von Jack Daniel's übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen, was die Titel um 3,9 Prozent steigen ließ. Uber legten um 1,6 Prozent zu. Der Fahrdienstvermittler hatte angekündigt, rund zehn Prozent seiner Belegschaft zu entlassen.

Auf konjunktureller Seite fielen die Daten zum US-Arbeitsmarkt schwächer aus als erwartet. Der Personaldienstleister ADP meldete für August weniger neue Stellen in der Privatwirtschaft als prognostiziert. Zudem wurden die Auftragseingänge für langlebige Kernkapitalgüter nach unten revidiert, was auf eine mögliche Abschwächung der Investitionspläne von US-Unternehmen hindeutet.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die Wall Street könnte ihre Erholung fortsetzen, wenn die Berichtssaison weiterhin positiv ausfällt und keine weiteren Eskalationen im Nahen Osten erfolgen.

    Possible · Within weeks

  • Die Ölpreise könnten weiter steigen, wenn der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert.

    Possible · Within weeks

Open Questions

  • Wie lange wird die aktuelle Eskalation im Nahen Osten anhalten?
  • Wird die Fortsetzung der Berichtssaison die aktuellen Marktgewinne stützen können?
  • Wie stark werden die Arbeitsmarktdaten die Federal Reserve in ihrer Zinspolitik beeinflussen?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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