KI-Wettrüsten zwischen USA und China: Keine Bremse in Sicht, aber erste Ansätze für Sicherheit
Quick Look
- Der Artikel kritisiert das fehlende Interesse der USA und China an einer Begrenzung der KI-Entwicklung trotz globaler Risiken, erwähnt mögliche erste Schritte wie eine KI-Sicherheits-Hotline und vergleicht die Situation mit dem Kalten Krieg.
- Zusätzlich werden wirtschaftliche Aufschwungssignale in Deutschland diskutiert, darunter staatliche Investitionen und Exporte, sowie eine Studie zur Wirkung von Tempo-30-Zonen auf Verkehrssicherheit.
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Why It Matters
Der Artikel diskutiert das fehlende Interesse der USA und China an einer Begrenzung der künstlichen Intelligenz trotz globaler Risiken, zieht Parallelen zum Kalten Krieg und erwähnt mögliche erste Schritte wie eine KI-Sicherheits-Hotline. Zusätzlich werden wirtschaftliche Aufschwungssignale in Deutschland sowie eine Studie zur Wirkung von Tempo-30-Zonen auf die Verkehrssicherheit behandelt.
Es ist schon erstaunlich: Wir leben im Zeitalter der künstlichen Intelligenz, aber die Argumente klingen wie in den Achtzigern. Sie lauten immer wieder gleich, in etwa so: Warum sollten ausgerechnet wir auf etwas verzichten? Erst die anderen! Mit dieser Haltung gibt es keine Rüstungskontrolle, gibt es keine wirksame Bekämpfung des Klimawandels; und wie es aussieht, wird es so schnell auch keine Begrenzung der halsbrecherischen Raserei bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz geben (mehr dazu hier ). Denn Donald Trump und Xi Jinping haben kein Interesse daran, auf die Bremse zu treten.
Immerhin könnten kleine Fortschritte erzielt werden, etwa die Einrichtung einer Hotline für schwerwiegende Vorfälle im Bereich der KI-Sicherheit. Das wäre doch ein Anfang, so ein rotes Telefon hat sich ja auch schon im Kalten Krieg bewährt. Und wer weiß, vielleicht ist die KI ja dann auch bald so schlau, wie sie es schon einmal gewesen ist: In dem Film »War Games« von 1983 hat sie am Ende begriffen, dass im Übertrumpfungskampf der Großmächte niemand gewinnen kann.
Das ganze Gespräch hier: »China und die USA denken beide: Bei KI kann nur einer gewinnen«
Triebkräfte sind demnach erstens die staatlichen Investitionen, das Sondervermögen zeigt Wirkung. Und zweitens überraschend steigende Exporte. Die haben allerdings wohl einen unschönen Grund: Deutsche Unternehmen profitieren davon, dass die asiatische Konkurrenz wegen laufender Konflikte unter Handelsbeschränkungen leidet, zum Beispiel unter der Blockade der Straße von Hormus. Die wird aber nicht ewig geschlossen bleiben. Mau bleiben allerdings zwei ebenso wesentliche Faktoren für einen robusten Aufschwung: Der private Konsum und die Investitionen der Unternehmen sind weiterhin schwach.
Darf man sich also gar nicht freuen, wenn die Institute heute endlich mal einen positiven Ausblick vorlegen? Ich finde: doch. Auch auf die Gefahr hin, jetzt wie ein zwangsoptimistischer Politiker zu klingen, meine ich: Die wichtigste Zutat für einen echten Aufschwung ist die Zuversicht.
Mehr Hintergründe hier: Ist der Aufschwung endlich da? Und bleibt er?
Wo ich gerade am Predigen bin, hier noch schnell ein passender Veranstaltungstipp: Am kommenden Mittwoch, den 30. September, empfängt mein Kollege Markus Feldenkirchen den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Spitzengespräch. Es geht um eine Frage, die uns zurzeit wohl alle beschäftigt: Was bedeutet der AfD-Sieg für unser Land? Welche Antworten Joachim Gauck darauf findet, können Sie am Mittwoch im Berliner Admiralspalast miterleben: Hier gibt es noch Karten.
Vielleicht müssen Sie gleich mit dem Auto los, vielleicht durchqueren Sie auf Ihrer Fahrt die eine oder andere Tempo-30-Zone, und vielleicht ärgern Sie sich dann, dass Sie hier nicht schneller fahren dürfen, Sie haben es schließlich eilig! Dann sollte Ihnen die Studie zu denken geben, über die mein Kollege Lukas Kissel heute exklusiv berichtet: Unfallforscher haben herausgefunden, dass die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten und Getöteten in neu geschaffenen 30er-Abschnitten um mehr als die Hälfte sinkt. Und das sogar, obwohl die Fahrerinnen und Fahrer im Durchschnitt gar nicht so viel langsamer fahren als vorher. Und das gilt auch für die Art von Unfällen, für die das Tempolimit scheinbar egal ist.
Das klingt zunächst paradox, aber die Forscher haben dafür eine einleuchtende Erklärung: Offenbar wirkt das Tempo-30-Schild auf Verkehrsteilnehmer wie ein Warnsignal, das sagt: Achtung, hier musst Du aufpassen. Belegt ist das aber nur für punktuelle 30er-Abschnitte. Wie sich ein flächendeckendes Tempolimit auswirken würde, ist noch nicht erforscht.
Dass Sie mir jetzt aber bitte nicht auf falsche Gedanken kommen und jetzt grundsätzlich nur noch mit Tempo 50 an den 30er-Schildern vorbeirauschen, weil es auf die Geschwindigkeit ja gar nicht so sehr ankommt. So ist diese Studie nicht zu verstehen! Wer so denkt, den möge der Blitzer erwischen, bis das Konto in Flensburg platzt.
Die ganze Geschichte hier: Warum Tempo 30 wirkt – obwohl kaum jemand langsamer fährt
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Es wird eine Hotline für schwerwiegende Vorfälle im Bereich der KI-Sicherheit zwischen USA und China eingerichtet.
Possible · Within months
Der private Konsum und die Investitionen der Unternehmen in Deutschland werden in naher Zukunft stärker werden.
Possible · Within months
Open Questions
- Wann und wie könnte eine KI-Sicherheits-Hotline zwischen USA und China eingerichtet werden?
- Welche konkreten Maßnahmen könnten den privaten Konsum und die Unternehmensinvestitionen in Deutschland ankurbeln?
- Wie lange werden die aktuellen Handelsbeschränkungen, die deutschen Unternehmen zugutekommen, voraussichtlich anhalten?
- Welche spezifischen Erkenntnisse liefert die Studie von Lukas Kissel über die Wirkung von Tempo-30-Zonen außer der Reduktion schwerer Unfälle?





