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Die CDU erlitt bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September einen historischen Verlust und ist erstmals nicht mehr im Landtag vertreten. Kurz darauf berichteten Medien über mögliche Kooperationen von CDU-Abgeordneten mit der AfD in Sachsen-Anhalt, was die interne Debatte über die Brandmauer zur Rechtsextremen intensivierte.
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vom 20. September hat der CDU einen heftigen Stoß versetzt. "Ein einschneidendes Erlebnis", sagt CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann. Die CDU ist in Schwerin nicht mehr im Landtag vertreten. Ein Weckruf, so sieht es Laumann, für ihn und die gesamte CDU. Die Partei hatte zunächst wie paralysiert zugesehen, wie ihre Umfragewerte schrumpften, und dann das: Raus aus dem Parlament - es ist das erste Mal in der Geschichte.
Es geht um die Brandmauer
Aufgeschreckt und tief verstört erlebt die CDU einige Tage später dann, dass die Partei in Sachsen-Anhalt zerbröselt. Nicht ausgeschlossen, dass einige ihrer Abgeordnete einen Rechtsextremisten zum Landtagspräsidenten und einen weiteren zum Landtagsvize wählten. Und so geht es in der Klausur der CDU um die Gretchenfrage: Wie hält es die Partei mit der AfD?
Für Parteichef Merz ist das eigentlich eine glasklare Sache. Glaubhaft hat er immer wieder versichert, dass seine Partei mit der AfD nicht kooperieren wird. Im Dezember 2021 hatte er als designierter CDU-Chef angekündigt, dass aus der Partei ausgeschlossen werde, wer mit der AfD zusammenarbeitet. Daran wird er möglicherweise noch gemessen werden.
Nicht alle folgen, aber Merz ist beharrlich
Denn nicht alle folgen dem CDU-Vorsitzenden. Enttäuschung und Frust haben den Zusammenhalt in der Partei erodieren lassen. Ratlosigkeit zieht sich wie ein Knöterich durch die Partei, und Friedrich Merz kämpft gegen einen rasanten Autoritätsverlust. Aber: Er ist beharrlich, übt sich in Standfestigkeit. Acht CDU-Ministerpräsidenten haben bereits öffentlichkeitswirksam erklärt, hinter dem Bundeskanzler zu stehen - dazu gehört auch Hendrik Wüst aus Nordrhein-Westfalen. Er hält es wie andere auch für falsch, Personaldebatten zu führen und setzt auf eine Bundesregierung, die arbeitet und die angekündigten Reformen durchsetzt. Merz sei der Richtige dafür.
Und Merz will nach vorne schauen, auf der Klausur mit seinem Präsidium über die politischen Schwerpunkte der kommenden Monate sprechen. So hat er es in die Einladung an die Präsidiumsmitglieder geschrieben. Aber Merz' Stellvertreter und Stellvertreterinnen sowie die Ministerpräsidenten dürften auch eigenen Gesprächsbedarf anmelden.
Wie geht es in Sachsen-Anhalt weiter?
Was ist in Sachsen-Anhalt passiert, und vor allem: Was kommt da noch? Werden CDU-Abgeordnete womöglich den AfD-Mann Ulrich Siegmund in geheimer Wahl zum Ministerpräsidenten wählen? In dem Fall müsste Merz dann wohl ein Parteiausschlussverfahren anstreben, so wie er es einst versprochen hat. Vorausgesetzt, er kann die Abtrünnigen identifizieren. Aber so weit soll es erst gar nicht kommen.
Mario Voigt, Präsidiumsmitglied und Ministerpräsident von Thüringen, hat hohe Erwartungen an die Klausur. Er verlangt einen inhaltlichen Neustart. Die CDU-Spitze müsse beraten, wie das Leben für die Menschen wieder bezahlbar werde.
Und auch Karl-Josef Laumann, einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden, will den Weckruf aus Mecklenburg-Vorpommern dafür nutzen, über den generellen Kurs der CDU zu sprechen. "Ich glaube, dass die Union, wenn sie wieder Volkspartei werden will, sich erheblich um die Leute kümmern muss, die unterdurchschnittlich verdienen, wie deren Lebensrealität in diesem Land ist."
Der Absturz einer Volkspartei
Die Lebensrealität der CDU ist - so kann man es wohl sagen - bedroht. Die einst stolze Volkspartei ist in den Umfragen bundesweit 20 Prozentpunkte gerutscht, in manchen liegt sie sogar darunter. Das Thema Gerechtigkeit spielt für Wähler und Wählerinnen eine bedeutende Rolle. Sie fühlen sich von der CDU nicht gesehen. Erwarten, dass ihre Lebensumstände bei den Reformen bedacht werden.
Und Merz? Er versucht es seit einiger Zeit mit Optimismus, schließlich, meint er, gebe es auch so viel Positives in diesem Land. Auch, weil die Wirtschaft langsam wieder wächst.
AI outlook — possibilities, not facts
Die CDU wird ein Parteiausschlussverfahren gegen Abgeordnete einleiten, die mit der AfD kooperiert haben sollen.
Possible · Within weeks
Auf der Klausur wird die CDU einen inhaltlichen Neustart beschließen, der sich auf soziale Gerechtigkeit und bezahlbares Leben konzentriert.
Likely · Within days

The CDU is in a deep crisis: poor election results, record-low poll numbers for Chancellor Merz and tense coalition sentiment are weighing on the party. Before the presidential retreat, CSU leader Horst Seehofer sharply criticized Merz for broken election promises, especially on tax cuts, and accused him of a massive loss of credibility. Merz's statements about work ethic in Germany are also met with rejection in Bavaria because they ignore the reality of employees who want to work more but receive termination contracts.

The CDU is meeting for a leadership retreat to react to the heavy election defeats in Mecklenburg-Western Pomerania, Saxony-Anhalt and Berlin. Chancellor candidate Friedrich Merz is under pressure as the party discusses the consequences of content, strategic direction and cooperation with the SPD and the Left.
The CDU is calling on the SPD to throw Gerhard Schröder out of the party because of his visit to Vladimir Putin. SPD members express skepticism about a new party expulsion process, while critics describe Schröder's behavior as morally disturbing.
Former Left Party leader Dietmar Bartsch has rejected criticism from around 120 party members of the agreement between the Berlin Left, the Greens and the SPD on how to deal with anti-Semitism. He emphasized that the critics had no coalition experience and mainly came from the West, and warned against instrumentalizing the issue in connection with the Berlin election results.

The average duration of asylum claims proceedings before German administrative courts rose to 15.3 months in the first half of 2025, after 14.3 months in the previous year. Saxony has the longest procedure duration at 20.4 months, while Rhineland-Palatinate decides the fastest at 9.2 months. The increase is attributed to higher case numbers, complex countries of origin and a deteriorating human rights situation in countries such as Iran, Russia, Afghanistan and Turkey. At the same time, the BAMF is processing asylum applications slightly faster than in the previous year.

In Berlin, the Left, the Greens and the SPD could form a coalition, with explorations set to start soon. The non-party Minister of State for Culture Wolfram Weimer, who is close to the CDU, is calling on the SPD leadership to prevent a red-green-red alliance, otherwise he would see this as a vote of no confidence in the federal government. SPD General Secretary Tim Klüssendorf rejects this and criticizes the Union for possible cooperation with right-wing extremists in Saxony-Anhalt. Green Party politician Omid Nouripour also warns of the left as a security risk due to anti-Semitic incidents and criminal contacts.