
Unabhängige Analyse zeigt Rückgang um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
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China ist der größte Emittent von Treibhausgasen weltweit und zählt sich in Klimafragen zu den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Weltklimakonferenz COP31 findet in knapp einer Woche in Antalya statt. Seit März 2024 zeichnet sich ein Trend ab, dass Chinas CO2-Ausstoß stagniert oder fällt.
China stieß im dritten Quartal dieses Jahres deutlich weniger CO2 aus, zeigt eine unabhängige Analyse kurz vor der Weltklimakonferenz. Was sind die Gründe für den Rückgang?
Ein Kohlekraftwerk in der westchinesischen Provinz Gansu: Die Volksrepublik ist einer der weltgrößten Emittenten von Treibhausgasen. Foto: Johannes Neudecker/dpa
Peking. Chinas Ausstoß von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid ist im dritten Quartal dieses Jahres laut einer Analyse deutlich gesunken. Gegenüber dem Vorjahreswert betrug der Rückgang der CO2-Emissionen geschätzt 3,1 Prozent und war damit so hoch wie seit 2022 nicht mehr, wie das Zentrum für Forschung zu Energie und sauberer Luft (Crea) im Online-Fachportal Carbon Brief schrieb. Im bisherigen Jahresverlauf liegt das Minus demnach schätzungsweise bei 0,5 Prozent.
Crea-Chefanalyst Lauri Myllyvirta wertete nach eigenen Angaben offizielle und kommerzielle Daten aus. Als Gründe für die Entwicklung nannte er einen rückläufigen Kohleverstromung von 3,3 Prozent und ein langsameres Wachstum in der Kohlechemie-Industrie.
Zudem verwies er auf einen deutlichen Rückgang beim Ölverbrauch im Verkehr, was auch mit dem Druck auf die Ölnachfrage durch die Krise in der Straße von Hormus sowie einem steigenden Anteil von Elektrofahrzeugen im Verkehr zu tun hat. Außerdem gingen die Emissionen in der klimaschädlichen Zement- und Stahlindustrie zurück. Hintergrund könnte die Krise in Chinas Bausektor sein.
CO2-Ausstoß auf Plateau
Auch Chinas Energiebehörde wies für das dritte Quartal Rückgänge in der Kohleverstromung und damit einen geringeren Verbrauch des Rohstoffs aus. In der ersten Jahreshälfte sei der Anteil der Stromerzeugung aus Kohle zudem erstmals unter 50 Prozent gefallen, hieß es in einer Mitteilung.
Damit setzt sich laut Myllyvirta der seit März 2024 abzeichnende Trend fort, dass Chinas CO2-Ausstoß stagniert oder gar fällt. China setzt zwar weiter auf Kohle und baut neue Kapazitäten zu. Doch der Rückgang in der Kohleverstromung deutet laut der Analyse auf durchschnittlich kürzere Betriebszeiten der Kraftwerke hin.
China produziert mehr grünen Strom
Ende Oktober sprach Chinas Energiebehörde zudem von einer steigenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In diesem Jahr könnte laut Myllyvirta das Wachstum der erzeugten erneuerbaren Energie über dem Wachstum der gesamten Energienachfrage liegen und damit die Nutzung fossiler Energieträger strukturell zurückgehen. Dafür komme es auch darauf an, Hürden für den Anschluss von Wind- und Solarparks an das Stromnetz abzubauen, damit weniger grüner Strom verloren gehe, hieß es weiter.
Der globale CO2-Ausstoß wird in knapp einer Woche Thema bei der Weltklimakonferenz COP31 im türkischen Antalya sein. China ist der größte Emittent von Treibhausgasen. In Klimafragen zählt sich die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aber zu den Entwicklungs- und Schwellenländern und sieht die Industrienationen für die Klimafinanzierung in der Verantwortung. Peking kündigte vorab an, „alte Probleme“ wie die unzureichenden Emissionsminderungsbemühungen der Industrieländer und die mangelnde finanzielle Unterstützung besprechen zu wollen.
AI outlook — possibilities, not facts
Das Wachstum der erzeugten erneuerbaren Energie könnte in diesem Jahr über dem Wachstum der gesamten Energienachfrage liegen.
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Die Nutzung fossiler Energieträger könnte strukturell zurückgehen, wenn Hürden für den Netzanschluss von Wind- und Solarparks abgebaut werden.
Possible · Within months

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