
Das Jahr 2026 wird nach Angaben des EU-Klimawandeldienstes Copernicus voraussichtlich zum zweiten Mal nach 2024 die 1,5-Grad-Grenze überschreiten.
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Das Pariser Klimaabkommen strebt an, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, um extreme Folgen zu verhindern.
Bonn. Das Jahr 2026 wird nach Angaben des EU-Klimawandeldienstes Copernicus fast sicher die Marke von 1,5 Grad globaler Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit reißen. Dies wäre das zweite Mal nach 2024, wie der Dienst mitteilte – als offiziell gerissen gilt das Ziel erst im mehrjährigen Durchschnitt. Die Weltgemeinschaft wollte die Erderwärmung eigentlich auf 1,5 Grad begrenzen, um die katastrophalsten Folgen der Klimakrise abzuwenden.
Der vergangene Monat war den Angaben zufolge weltweit der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen – mit einer durchschnittlichen weltweiten Oberflächentemperatur, die für den Monat sogar 1,75 Grad über der vorindustriellen Zeit lag. Es war der dritte Monat in Folge, der über der 1,5-Grad-Grenze lag.
„Ein außergewöhnlich starker El Niño heizt das durch menschliche Aktivitäten bereits erwärmte Klima weiter an, während das Jahr 2026 auf dem besten Weg ist, das zweite Kalenderjahr zu werden, in dem die Erwärmung über 1,5 Grad liegt“, erklärte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage. „Besonders bedeutsam ist, dass auch der Vierjahresdurchschnitt voraussichtlich 1,5 Grad überschreiten wird, was verdeutlicht, wie anhaltend diese Phase globaler Erwärmung geworden ist.“
Die Vereinten Nationen gehen mittlerweile auch offiziell davon aus, dass das im Pariser Klimaabkommen angestrebte 1,5-Grad-Ziel gerissen wird – das nennt man „Overshoot“. Weil dadurch jedoch drastische Klimaextreme und gefährliche Kipppunkte drohen, soll die Überschreitung nach Möglichkeit so kurz und gering wie möglich gehalten werden.
Risiken und Auswirkungen verstärkten sich mit jedem Bruchteil eines Grades und mit jedem Jahr, heißt es in einem Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP von September.
Auch der Klimaforscher Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, fordert, den „Overshoot“ über die 1,5-Grad-Marke so gering und kurz wie möglich zu halten und die Temperatur durch die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre rasch wieder zu senken. Dass die Erderwärmung die 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit in den nächsten fünf Jahren offiziell überschreite, sei mittlerweile unvermeidbar, erklärt Rockström. Man befinde sich derzeit „auf einem Pfad in eine unbeherrschbare Zukunft“, sagte er in einem Briefing.
AI outlook — possibilities, not facts
Jahr 2026 überschreitet offiziell die 1,5-Grad-Erwärmung
Very likely · Within months

According to the EU climate service Copernicus, the year 2026 is expected to exceed the 1.5 degree warming limit. Last October was the warmest since records began worldwide, accompanied by record temperatures in the world's oceans.

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