Krankenstand in Deutschland bleibt hoch: Wie Unternehmen gegen „Blau machen“ vorgehen können
Trotz leichter Entlastung fehlen Arbeitnehmer im Schnitt 18,6 Tage. Umfragen zeigen hohe Quoten von Simulation – Arbeitsrechtler erklären Optionen.
Quick Look
- Der Krankenstand in Deutschland bleibt mit durchschnittlich 18,6 Tagen von Januar bis November 2025 hoch.
- Umfragen zeigen, dass viele Beschäftigte gelegentlich simulieren.
- Fachanwälte erklären die rechtlichen Gegenmaßnahmen für Arbeitgeber.
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Why It Matters
Hoher Krankenstand in Deutschland und Diskussionen um vorgetäuschte Erkrankungen im Arbeitsleben.
Berlin. Der Krankenstand in Deutschland ist zuletzt zwar leicht gesunken. Laut Daten der Techniker Krankenkasse bleibt die Summe der Fehlzeiten von Arbeitnehmern aber weiter hoch. Demnach meldeten sich deutsche Beschäftigte zwischen Januar und November 2025 im Schnitt rund 18,6 Tage krank. Im gesamten Jahr 2021 fielen deutsche Arbeitnehmer wegen Krankheit nur rund 13 Tage aus.
Doch wie viele davon sind wirklich krank und wie viele „machen blau“ – geben also nur vor, krank zu sein? Genau weiß das niemand, aber es gibt Indizien: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov aus dem vergangenen Jahr hat mehr als jeder Vierte schon einmal unter falschen Angaben gefehlt.
Eine aktuelle Studie der Krankenkasse Pronova BKK kam zu dem Ergebnis, dass sich 60 Prozent der Beschäftigten schon einmal krankgemeldet haben, obwohl sie sich eigentlich fit genug für die Arbeit gefühlt haben. Sieben Prozent tun dies „häufig“. Bei rund der Hälfte der Befragten kommt dies „manchmal“ oder „selten“ vor.
Meldet sich ein Arbeitnehmer wiederholt krank, obwohl er eigentlich arbeitsfähig ist, muss der Arbeitgeber das nicht hinnehmen. Zwei Fachanwälte für Arbeitsrecht erklären, welche rechtlichen Möglichkeiten Unternehmen haben, gegen solche „Krankfeierer“ vorzugehen.
Open Questions
- Welche konkreten rechtlichen Schritte nennen die Fachanwälte?
- Wie hoch ist der wirtschaftliche Schaden durch simulierte Krankschreibungen?






