
Ukraine attackiert russische Industrieanlagen, UN verzeichnen Rekordzahlen ziviler Opfer und Russland lehnt Schwarzmeer-Waffenruhe ab.
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Russland führt seit Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Es kommt laufend zu Luftangriffen auf zivile und militärische Ziele.
Das ukrainische Militär hat eine Ölanlage im russischen Ust-Luga angegriffen. Das teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit, lässt aber offen, ob es durch den Angriff zu Beschädigungen gekommen ist. Erst am Freitag hat die Ukraine die russische Gaskondensat-Verarbeitungsanlage im Ostseehafen Ust-Luga attackiert.
Das ukrainische Militär hat das Raketen- und Raumfahrtzentrum im russischen Samara angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch den Militärflugplatz Sawasleika, einen Stützpunkt für russische Kampfflugzeuge, beschossen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit.
Russische Behörden in Samara hatten bereits zuvor mitgeteilt, dass Industrieanlagen vor Ort angegriffen worden seien. Die Luftabwehr habe einen „massiven Angriff“ abgewehrt, so der Verwaltungschef der gleichnamigen Regionalhauptstadt Samara, Iwan Noskow, in einem Online-Beitrag. Die industrielle Infrastruktur der Stadt habe „örtlich begrenzte Schäden“ erlitten. Nähere Angaben zu der betroffenen Anlage macht er nicht.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah al-Sisi über die Bedrohung der Nahrungsmittelversorgung durch russische Angriffe auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer beraten. Die Ukraine sei einer der größten Lebensmittellieferanten für Ägypten sowie für viele andere Länder in Afrika und im Nahen Osten, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. Wegen des Krieges seien diese Lieferungen nun ernsthaft bedroht. Man verzeichne bereits einen deutlichen Rückgang, was zu steigenden Preisen und Engpässen führen könne. Beide Länder hätten vereinbart, an Lösungen zu arbeiten. Die jüngsten Attacken Russlands auf Schiffe und die Hafeninfrastruktur blockieren de facto die Hauptexportroute für ukrainisches Getreide zu den internationalen Märkten.
Die russische Justiz hat die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropa (FSO) in ihre umstrittene Liste der unerwünschten Organisationen aufgenommen. Das Justizministerium erweiterte damit seine Liste mit ausländischen und internationalen Einrichtungen, deren Arbeit auf dem Gebiet der Russischen Föderation untersagt ist.
Besondere Gründe werden nicht genannt, gelistet werden aber Organisationen, die nach Auffassung der Moskauer Behörden gegen die Interessen des russischen Staates arbeiten. In der Liste stehen bereits mehrere deutsche Organisationen, darunter das viele Jahre in Moskau tätige Deutsche Historische Institut (DHI), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie zahlreiche politische Stiftungen.
In Rumänien ist eine Drohne rund fünf Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt in einem Waldgebiet abgestürzt. Das teilte das Verteidigungsministerium des Nato-Landes am Freitag mit. Die Drohne ging demnach im östlichen Bezirk Tulcea nieder. Militärische Radarsysteme hätten sie nicht erfasst, weil sie in „sehr niedriger“ Höhe geflogen sei, hieß es. Zur Herkunft der Drohne machte das Ministerium zunächst keine Angaben.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine Ausweitung der russischen Luftangriffe auf die Ukraine angekündigt. „Wir werden viel härtere Methoden einsetzen, um alles zu zerstören, was die Kriegsmaschinerie Kiews aus dem Westen speist“, sagte er in einem Interview, das das russische Staatsfernsehen am Freitag ausstrahlte.
Eine russische Gleitbombe hat in der ostukrainischen Region Donezk sechs Stockwerke eines zehnstöckigen Wohnhauses zerstört. Ein Mensch sei getötet worden, 16 weitere seien verletzt worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag mit. Insgesamt griff Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht zwölf ukrainische Regionen an.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Wohnhaus in der nordukrainischen Region Sumy sind eine 29 Jahre alte Frau und ihr neunjähriger Sohn getötet worden. Das teilten die Behörden am Freitag mit. Bei dem Angriff am frühen Freitagmorgen wurden vier weitere Menschen verletzt, darunter der Vater und die Großmutter des getöteten Jungen. Beide wurden mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, mitteilte.
Die Rohölexporte aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk sind Insiderangaben zufolge nach einem Drohnenangriff ausgesetzt. Wegen des Angriffs seien die Verladungen gestoppt und die Annahme von Öl ausgesetzt worden, da die Lagertanks voll seien, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Terminal ist mit einer Kapazität von rund 700.000 Barrel pro Tag Russlands wichtigste Ölexportanlage am Schwarzen Meer. Die Stadtverwaltung von Noworossijsk rief zudem erneut Drohnenalarm für die Anwohner aus.
Die liberale und gegen den russischen Angriffskrieg auftretende Oppositionspartei Jabloko hat Berufung gegen das Urteil über ihren Ausschluss von der Parlamentswahl in Russland eingelegt. „Jabloko wird auf dem Stimmzettel für die Duma-Wahl stehen“, meinte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow in einem von der Partei veröffentlichten Video zur Abgabe der Berufung. Experten gehen aber davon aus, dass das vom Kreml gesteuerte Gericht seine Entscheidung bestätigt. Die Berufungsverhandlung ist am Montag angesetzt.
Russische Truppen haben nach Angaben der Vereinten Nationen im Juli so viele ukrainische Zivilisten getötet wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Mindestens 337 Zivilpersonen seien getötet und 2160 verletzt worden, teilte die UN-Beobachtermission in Kiew mit. Das seien 30 Prozent mehr als im Juni und 70 Prozent mehr als im Juli vergangenen Jahres.
Russland weist die Idee einer Waffenruhe mit der Ukraine im Schwarzen Meer zurück. Es gebe keine Grundlage für „Halbheiten“, die der Gegenseite nur eine Atempause verschaffen würden, sagt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sowohl Russland als auch die Ukraine hatten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verstärkt. Dies trieb die weltweiten Getreidepreise in die Höhe. Die Ukraine hat einem Insider zufolge Russland über einen Dritten ein Angebot übermittelt, die Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer auf beiden Seiten einzustellen.
Russland verschärft nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow seine Angriffe auf Ziele, die der Unterstützung der Ukraine durch den Westen dienen.
Ein Moskauer Gericht hat einen russischen Staatsbürger zu 23 Jahren Haft wegen Spionage für Polen verurteilt.
Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden.
Lettland ruft für einige seiner an Russland und Belarus grenzenden östlichen Gebiete einen Luftalarm aus. Auch Finnland richtet im östlichen Golf von Finnland eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein.
Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden. Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.
Die Sicherheitsfirma Ambrey ist eigenen Angaben zufolge mit der Bergung des vor der Küste des Oman auf Grund gelaufenen Tankers beauftragt worden. Der Tanker „Caroline Bezengi“, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht, hatte vor der Küste des Oman Öl verloren.
Estland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zu Russland und setzt den Betrieb an den Kontrollpunkten in den Nachtstunden auf unbeschränkte Zeit aus.
Polens Geheimdienst hat nach Regierungsangaben einen Russen gefasst, der einen Mordanschlag auf einen Mann mit ukrainischer und US-Staatsbürgerschaft geplant haben soll. Das potenzielle Mordopfer sei unbequem für das System von Russlands Präsident Wladimir Putin gewesen, sagte Regierungschef Donald Tusk in Warschau.
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Berufungsverhandlung der Partei Jabloko
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Bei russischen Drohnenangriffen auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih starben mindestens 16 Menschen, 130 wurden verletzt. Ein weiterer Angriff in der Region Mykolajiw forderte vier Todesopfer, darunter drei Kinder.

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in Krywyj Rih wurden mindestens 16 Menschen getötet und über 130 verletzt. Die Attacke erfolgte in zwei Wellen, wobei die zweite gezielt Rettungskräfte traf.

Russland intensiviert Angriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur, während Bundesaußenminister Wadephul Kiew besucht. Parallel dazu gibt es Berichte über Drohnenangriffe in Russland, Luftraumverletzungen in Finnland und ein mutmaßliches russisches Waffendepot bei Berlin.

Der Iran-Konflikt verschärft sich durch US-Wirtschaftssanktionen und militärische Blockaden. Während die USA ihre Präsenz in der Straße von Hormus verstärken, droht Teheran mit Widerstand. Parallel dazu eskaliert die Gewalt im Westjordanland.

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Während eines Solidaritätsbesuchs von Bundesaußenminister Johann Wadephul in Kiew griff Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen an. Dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet und acht verletzt. Zeitgleich meldet die Ukraine weitere Angriffe.