
Nach dem Libanonkrieg 1982: Mossad und israelische Armee finden Überreste von Jehuda Katz
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Jehuda Katz, Zachariah Baumel und Zvi Feldman galten seit der Schlacht von Sultan Jakub im Juni 1982 als vermisst. Die Bergung der Überreste ist Teil langjähriger Bemühungen Israels, vermisste Soldaten heimzuholen.
Israels Armee hat bei einem gemeinsamen Einsatz mit dem Auslandsgeheimdienst Mossad die sterblichen Überreste eines seit 44 Jahren im Libanon vermissten israelischen Soldaten heimgeholt. Nach dem im ersten Libanonkrieg gefallenen Soldaten Jehuda Katz sei jahrzehntelang gesucht worden, erklärten die Streitkräfte am Dienstag. Die Bergung seines Leichnams sei nun auf der Grundlage »präziser Informationen« erfolgt. Die Armee machte keine Angaben dazu, wo der Leichnam gefunden worden war.
Katz sowie zwei weitere israelische Soldaten galten seit der Schlacht von Sultan Jakub im Juni 1982 als vermisst. In dem Gefecht hatten sich die israelische und die syrische Armee im ostlibanesischen Bekaa-Tal nahe der syrischen Grenze gegenübergestanden.
2019 war bereits die Leiche des vermissten Zachariah Baumel heimgeholt und bestattet worden. Laut israelischen Medienberichten hatten Israel und Russland zwei Jahre daran gearbeitet, Baumels Leiche in Syrien ausfindig zu machen und nach Hause zu bringen.
Im Mai 2025 waren dann ebenfalls in Syrien die sterblichen Überreste von Zvi Feldman gefunden worden. Laut Mossad und Armee hatte es zuvor »präzise Hinweise« im Fall Feldman gegeben. Angaben zum genauen Ort und Zeitpunkt der Aktion wurden nicht gemacht. Feldmans Leiche sei durch DNA-Tests identifiziert und seine Angehörigen informiert worden, hieß es weiter.
Nach Katz, dem dritten vermissten Soldaten, war bis zuletzt weiter gesucht worden. Seine sterblichen Überreste wurden nun nach Israel überführt und nach Armeeangaben in einem Institut zur Identifizierung gefallener Soldaten unter der Aufsicht des Militärrabbinats identifiziert.
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, er habe »über viele Jahre zahlreiche verdeckte Operationen genehmigt, um die vermissten Soldaten von Sultan Jakub aufzuspüren«. Er habe den Familien der drei Soldaten versprochen, »sie nach Hause zu bringen«.
Präsident Isaac Herzog erklärte, er habe in seinem Büro ein Foto von Katz aufgehängt als »tägliche Erinnerung an unsere heilige Pflicht, unsere Söhne nach Hause zu bringen und niemanden zurückzulassen«. Die »offene, blutende Wunde« durch die Schlacht von Sultan Jakub könne nun heilen.

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