Linksjugend-Mitglieder in Oranienburg mit Pfefferspray angegriffen
Quick Look
- In Oranienburg wurden Mitglieder der Linksjugend mit Pfefferspray angegriffen, nachdem ein Täter nachfragte, ob man hier AfD wählen könne.
- Eine Person kam ins Krankenhaus, eine weitere wurde ambulant behandelt.
- Die Polizei sucht nach drei Tatverdächtigen aus dem rechten Spektrum.
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Why It Matters
In Oranienburg kam es bereits vor Wochen zu einer Provokation vor der Geschäftsstelle der Linken. Der Angriff ereignete sich kurz nach 14.00 Uhr, nachdem ein Täter nachfragte, ob man hier AfD wählen könne.
Mitglieder der Linksjugend sind in der Geschäftsstelle der Linkspartei in Oranienburg nördlich von Berlin mit Pfefferspray attackiert worden. Die Polizei sucht seit dem Nachmittag nach drei Personen. Eine von ihnen soll kurz vor dem Pfefferspray-Angriff im Parteibüro der Linken gefragt haben, ob man hier AfD wählen könne, sagte ein Sprecher der Polizei nach ersten Erkenntnissen.
Nach dem Angriff kam eine Person laut Polizeiangaben ins Krankenhaus, eine weitere wurde ambulant behandelt. Die Polizei leitete eine Fahndung nach den Tätern ein, die am frühen Abend noch andauerte. Der Vorfall soll sich um kurz nach 14.00 Uhr ereignet haben, wie ein Dienstgruppenleiter der Polizei sagte. Ein politisches Motiv liege auf der Hand. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern aber an.
Täter aus rechtem Spektrum?
In einem Instagram-Beitrag der Linken Oberhavel hieß es: «Wir lassen uns nicht einschüchtern.» Der stellvertretende Landesvorsitzende der Linken Brandenburg und jugendpolitische Sprecher, Marek Lipp, sagte der dpa, es handle sich vermutlich um Personen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen seien. Er habe sich die Situation von anwesenden Mitgliedern der Linksjugend schildern lassen, die sich dort regelmäßig träfen. «Es ist alles sehr schnell passiert», sagte Lipp. Vor Wochen habe es schon einmal eine Provokation vor der Geschäftsstelle gegeben.
Linke reagiert mit Forderung an Innenminister
In einer schriftlichen Mitteilung nach dem Vorfall beklagte der Landesverband der Linken in Brandenburg eine Zunahme rechter Gewalt. «Innerhalb weniger Wochen ist das nun der zweite Angriff auf das Büro der Linken in Oranienburg durch extrem rechte Gewalttätige», erklärte der stellvertretende Vorsitzende Lipp darin. Auch anderswo nehme diese Gewalt zu. «Ich fordere Innenminister Redmann dazu auf, einen Aktionsplan gegen extrem rechte Gewalt vorzulegen, um gegen diese besorgniserregende Entwicklung vorzugehen. Das wäre wesentlich wichtiger als das Aufhängen von Nationalflaggen», so Lipp.
Er nahm dabei Bezug auf einen Vorstoß von CDU-Innenminister Jan Redmann, der seit dem 3. Oktober - dem Tag der Deutschen Einheit - eine dauerhafte Beflaggung von seinem Ministerium und anderen Behörden anordnete.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Polizei wird die drei Tatverdächtigen in den nächsten Tagen identifizieren und festnehmen.
Likely · Within days
Innenminister Jan Redmann wird aufgrund des Drucks von der Linken einen Aktionsplan gegen rechte Gewalt vorlegen.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wer sind die drei Tatverdächtigen genau?
- Welche Verbindungen haben sie zu rechtsextremen Gruppen?
- Wird es zu weiteren Anschlägen kommen?
- Wie wird die Polizei die Fahndung fortsetzen?