
Russland setzt verstärkt ballistische Raketen ein, während die Ukraine einen Mangel an Flugabwehrkapazitäten beklagt. Präsident Selenskyj fordert erneut mehr Unterstützung.
AI-generated summary
Die Ukraine leidet unter einem Mangel an Flugabwehrraketen, während Russland verstärkt ballistische Raketen gegen zivile Ziele einsetzt. Beide Seiten führen zudem großflächige Drohnenangriffe durch.
Die Ukraine beklagt täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen zum Schutz vor russischen Luftschlägen. Moskau nutzt das einmal mehr aus - mit massiven Attacken gegen Kiew.
Kiew/Moskau. Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 15 Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen und Vormittag nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Im Gebiet Kiew meldeten die Behörden nach den Angriffen einen Toten und sieben Verletzte.
Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Angriff. In Kiew seien Rüstungsbetriebe und Lager für Munition und Drohnen getroffen worden.
Nach Behördenangaben kam es zu mehreren Bränden und Stromausfällen. Auch Wohnhäuser, darunter ein Hochhaus, ein Kinderkrankenhaus und eine Schule seien getroffen worden, teilten die Behörden mit. Die Menschen suchten Schutz in der U-Bahn.
„Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt“, teilte Bürgermeister Klitschko bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren.
Selenskyj kritisiert gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem massiven kombinierten Angriff mit verschiedenen Raketentypen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Russen hätten sich lange darauf vorbereitet, um „die zivile Infrastruktur so stark wie möglich zu beschädigen“. Es gebe auch Zerstörungen in den Regionen Odessa und Tschernihiw.
„Leider gibt es, während Moskau in Raketenwaffen und Eskalation investiert, nicht immer die notwendige Reaktion der Welt auf solche Angriffe“, teilte der Präsident bei Telegram mit. „Und solange die Ukraine nicht über ausreichende Raketenabwehr verfügt, wird Russland nicht ernsthaft über Frieden nachdenken.“ Die Ukraine arbeite zwar an einer eigenen Raketenabwehr, dennoch brauche das Land die Abfangraketen vom Typ Patriot.
Auch Russland meldete Hunderte ukrainische Drohnenschläge
Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskalierte zuletzt deutlich mit einer steigenden Zahl an Opfern in der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten. Die Kriegsparteien setzen immer schnellere, schlagkräftigere und weitreichende Waffen ein.
Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 726 ukrainischen Drohnen in verschiedenen Regionen. Allein der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien im Anflug auf die Hauptstadt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Opfern oder Schäden machte er keine Angaben. Die Hauptstadtflughäfen stellten in der Nacht wie fast täglich bei solchen Attacken vorübergehend Starts und Landungen ein.
Getroffen wurden in der russischen Teilrepublik Tatarstan in Nischnekamsk erneut eine Ölraffinerie und in der Schwarzmeerregion in dem Ort Wolna nahe Taman im Gebiet Krasnodar ein wichtiges Ölterminal, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Die russischen Behörden bestätigten das konkret nicht, sprachen aber von Bränden und Schäden in Industrieanlagen nach ukrainischen Drohnenangriffen. In Tatarstan gab es demnach auch Verletzte.

Norwegen verspricht der Ukraine 7,82 Milliarden Euro Hilfe für 2027. Währenddessen intensiviert Russland Drohnenangriffe auf ukrainische Städte und Industrie, darunter ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih mit 16 Toten. Deutschland sichert weitere Unterstützung zu.

Ein Erdbeben der Stärke 5,9 hat die Region Tokio erschüttert. Mindestens 37 Menschen wurden verletzt, Infrastruktur wie Bahnen und Wasserleitungen wurden beschädigt. Behörden warnen vor möglichen Nachbeben, gaben jedoch keine Tsunami-Warnung aus.

Seit viereinhalb Jahren dauert der Krieg in der Ukraine an. Aktuell intensivieren beide Seiten ihre Luftangriffe, wobei verstärkt Logistikzentren wie der Onlinehändler Wildberries ins Visier geraten. Experte Nico Lange analysiert die Lage.

Iran öffnet die Straße von Hormus teilweise für irakische Öltanker nach einem Besuch von Parlamentspräsident Ghalibaf in Bagdad. Die Entscheidung soll dem Irak helfen, finanzielle Verluste auszugleichen, während die Öl- und Gaspreise infolge des Konflikts steigen.
Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih stieg die Zahl der Toten auf mindestens 16. Parallel dazu intensivierte die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf russische Infrastruktur, darunter ein Logistikzentrum von Ozon und eine Ölraffinerie.

Die militärische Lage verschärft sich durch gegenseitige Drohnenangriffe auf Industrie- und Logistikzentren. Während Putin mit Vergeltung droht, sichert Deutschland der Ukraine weitere Unterstützung zu. Parallel dazu ermitteln deutsche Behörden zu einem russischen Waffendepot bei Berlin.