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Merkel zu AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt: «Einfach schockierend»
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Die Zeit1 hour agoPolitics1 min readGermanyView translation

Merkel zu AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt: «Einfach schockierend»

Altkanzlerin Angela Merkel zeigt sich tief betroffen vom Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt und warnt vor einem Bedeutungsverlust von Fakten.

Quick Look

  • Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt als schockierend bezeichnet.
  • Sie riet ihrer Partei zu neuer Kommunikation und warnte vor der Dominanz von Gefühlen über Fakten.

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Why It Matters

Angela Merkel äußerte sich auf der Digitalmesse Digital X in Köln zu den politischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt.

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Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt hat Altkanzlerin Angela Merkel tief getroffen. Das sei «einfach schockierend», sagte die frühere CDU-Parteichefin bei der Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom in Köln. Ihre Partei hatte in dem Bundesland eine herbe Niederlage eingesteckt und ihren Stimmenanteil halbiert.

«Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz», sagte die Christdemokratin, die von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin war. «Das ist ein Einschnitt, ein wirklicher Einschnitt, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erleben.»

Die frühere CDU-Parteichefin riet zu einer anderen Art der Kommunikation, um die Bevölkerung besser zu erreichen und Fortschritte besser zu erklären. «Die individuelle Ansprache der Bürger» sei wohl wichtiger geworden als früher, sagte Merkel. Demokratische Parteien müssten jetzt stärker den Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern suchen.

Gefühle statt Fakten

Bedenklich findet sie, dass Fakten bei vielen Bürgern keinen so hohen Stellenwert mehr hätten und stattdessen auf Gefühle referiert werde. Als Beispiel nannte sie die nach ihrer Darstellung faktische Aussage, dass in Sachsen-Anhalt die Arbeitslosigkeit gesunken und der individuelle Wohlstand gestiegen sei. «Und dann sagt der Spitzenkandidat (der AfD Ulrich Siegmund), "kann sein, aber das wird nicht so gefühlt".»

Man dürfe nicht zulassen, dass so eine Einstellung mehrheitsfähig werde, sagte Merkel. «Es war der Fortschritt der Aufklärung, dass sich die Summe der Menschen auf Fakten einigen konnte.» Wenn nun das Gefühl Hoheit übernehme und Fakten nicht mehr als das Wichtigste bewertet werden, wären das zivilisatorische Rückschritte.

Open Questions

  • Wie will die CDU ihre Kommunikation konkret anpassen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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