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In Sachsen-Anhalt findet am Sonntag die Landtagswahl statt. Die AfD könnte laut Umfragen stark abschneiden, während die CDU versucht, das Regierungsamt zu verteidigen. Gleichzeitig gibt es zunehmende Spannungen zwischen Parteien und Übergriffe auf Medienschaffende bei AfD-Veranstaltungen.
Gleichzeitig kritisierte er CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz scharf. „Ich unterscheide einfach zwischen Landespolitik und Bundespolitik“, sagte der in Dessau (Sachsen-Anhalt) geborene Theatermacher. Die Probleme würden von den Parteien in Sachsen-Anhalt gelöst. „Merz ist dafür wirklich so wenig nötig wie eine Schnecke beim Hürdenlauf.“
Bei seinem zweiten Wahlkampfbesuch in Sachsen-Anhalt warnt Kanzler Merz erneut vor den Folgen einer möglichen AfD-Landesregierung. „Wer möchte, dass Deutschland ein offenes und liberales Land bleibt, und wer möchte, dass Sachsen-Anhalt ein interessanter, auch europäisch interessanter Standort bleibt, der darf am Sonntag nicht die AfD wählen“, sagt er in Leuna in Sachsen-Anhalt.
Einen direkten Kontakt zu Wählern gab es wie beim ersten Wahlkampfauftritt des CDU-Chefs in Quedlinburg nicht, von wenigen Mitarbeitern der Raffinerie einmal abgesehen. Merz traf sich nur mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat.
Die evangelische Kirchengemeinde Wardenburg bei Oldenburg (Niedersachsen) hat eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aufgefordert, ihre kirchlichen Ämter niederzulegen, weil sie den Wahlkampf ihres Lebensgefährten für die AfD unterstützt. Kirchensprecher Dirk-Michael Grötzsch bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorgang. Zuerst hatte die Oldenburger „Nordwest Zeitung“ berichtet. Ausschlaggebend sei „die anhaltende proaktive und öffentliche Unterstützung des AfD-Wahlkampfs sowie die Weigerung, sich von menschenfeindlichen und menschenverachtenden Äußerungen der AfD zu distanzieren“, sagte Grötzsch. Dies stehe im krassen Widerspruch zu den Grundüberzeugungen der Kirchengemeinde.
Laut der „Nordwest Zeitung“ ist die Frau nach der Aufforderung, ihre Ehrenämter zu beenden, aus der Kirche ausgetreten. Ihr Lebensgefährte kandidiert demnach für den Gemeinderat in Wardenburg. In Niedersachsen findet am 13. September die Kommunalwahl statt.
CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze erklärt das Beschlusspapier zum Ausschluss aller Tolerierungsmodelle mit der Linken zur Einzelmeinung. Der größte CDU-Kreisverband im Harz hatte darüber diskutiert. Das Dokument liegt WELT vor. „Das ist die Meinung eines einzelnen Parteimitglieds“, sagte Schulze dem „Stern“. „Das wurde nicht beschlossen und ist auch keine Diskussionsgrundlage für die nächsten Tage.“ In der Beschlussvorlage geht es darum, sämtliche Tolerierungsmodelle mit der Partei Die Linke auszuschließen. Man lehne alle „Sondierungs-, Koalitions- oder Duldungsmodelle“ kategorisch ab. Die CDU dürfe nicht „in eine permanente Bittsteller- oder Abhängigkeitsrolle gegenüber der Linken“ geraten. Beschlossen wurde das Papier jedoch nicht. Der Kreisverband Harz ist einer der besonders konservativen in Sachsen-Anhalt.
Im laufenden Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt ist es einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge seit Mai zu 30 Übergriffen und Behinderungen gegenüber Medienschaffenden auf AfD-Veranstaltungen gekommen. Davon seien mindestens 43 Journalisten, TV-Teams und politische Influencer betroffen gewesen seien, berichtete das Magazin am Donnerstag unter Verweis auf die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) innerhalb der Gewerkschaft Verdi. Das Spektrum der Einschüchterungen reicht demnach von verbaler Diffamierung und gezielter Arbeitsbehinderung über Nachstellungen bis zu körperlichen Angriffen, die in fünf Fällen registriert worden seien.
Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verbreitet sich in den sozialen Netzwerken eine gefälschte Wahlumfrage. Die Grafik weist für die AfD 46 Prozent aus und erweckt den Eindruck, die Partei könnte am Sonntag die absolute Mehrheit der Landtagssitze erreichen. Als Urheber werden das Meinungsforschungsinstitut Insa und die „Mitteldeutsche Zeitung“ genannt. Beide weisen das zurück. „Das ist Fake. Das kommt nicht von uns“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert der „Mitteldeutschen Zeitung“. Die Zeitung prüft rechtliche Schritte. Wer hinter der gefälschten Erhebung steckt, ist unklar.
Im Schlagabtausch von sieben Spitzenkandidaten von Sachsen-Anhalt ging es wüst zu. Vor allem die Grüne Sziborra-Seidlitz attackierte Siegmund. Schließlich wurden auch zwischen AfD und BSW Irritationen deutlich. Mehr lesen Sie hier.
Über Wahlen gibt es laut dem Landeswahlleiter von Berlin immer häufiger Gerüchte und falsche Informationen. „Wir müssen feststellen, dass Desinformation – insbesondere über soziale Medien – im Vergleich zu früheren Jahren eine neue Dimension erreicht hat“, sagte Stephan Bröchler der „Rheinischen Post“. Bröchler betonte, dass die Wahlen in Deutschland seriös durchgeführt würden. „Es gibt keinerlei empirische Belege dafür, dass es etwa in Altenheimen zu Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlen kommt.“
Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern fordert mehr Geld für Bildung in Sachsen-Anhalt und eine dauerhafte Absicherung der Schulsozialarbeit. „In Sachsen-Anhalt ist leider das bittere Ergebnis, dass der soziale Status der Familien sehr darüber bestimmt, wie viele Chancen man in der Bildung hat“, sagte sie bei einer Wahlarena von Radio Brocken, RTL und ntv. Von Angern sprach sich auch für ein sogenanntes Sondervermögen für Bildung aus. Dabei handelt es sich um Kredite neben dem regulären Haushalt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein deutliches Ergebnis erzielen, aber keine absolute Mehrheit erreichen.
Likely · Within days
Die evangelische Kirchengemeinde Wardenburg wird weitere Schritte gegen die Mitarbeiterin unternehmen, die ihren Austritt nicht rückgängig macht.
Possible · Within weeks

Three days before the state elections in Saxony-Anhalt, the internal dispute in the CDU over how to deal with the left is escalating. The Chancellor is being hidden during the election campaign and the polls are bad.

During his second election campaign visit to Saxony-Anhalt, Chancellor Friedrich Merz warned of the economic and social consequences of a possible AfD state government. He particularly criticized the AfD's EU-critical stance and emphasized that projects such as the UPM biorefinery in Leuna would be called into question if the party wanted to leave the EU. During the visit, Merz had no direct contact with voters and did not take questions from journalists.
Ulrich Siegmund, 35, leads the AfD Saxony-Anhalt in the state elections. The party is leading in the polls, but its government program calls for abolishing the right to asylum, banning church asylum and ending inclusion in schools, while an institute calculates a funding gap of at least 2.2 billion euros annually. At the same time, 80 percent of migrants said in a survey that they would want to leave the country if the AfD came to power.

Germany accuses Russian secret services of being responsible for a failed drone attack at Leipzig Airport. Russia is also suspected to be behind other attacks and disinformation campaigns. A conversation with the writer Dmitry Glukhovsky, who was convicted in Russia for war-related statements, sheds light on the strategy behind these attacks.

A survey shows that 56 percent of Germans see Russia as a strong or very strong threat to Germany's security, while 39 percent see it differently. This view is particularly shared by people over 65 and supporters of the governing parties, while two thirds of AfD supporters rate the threat as low or non-existent. At the same time, almost half of the population supports arms deliveries to Ukraine, while 42 percent see this as going too far.

The federal government plans not to compensate for the cold progression and to increase the contribution assessment limit for nursing care insurance, which means higher taxes and nursing care contributions for high earners. The Union faction is showing resistance, while the new Health Minister Carsten Linnemann is pushing ahead with the measure despite previous support from service providers.