
AI-generated summary
Meta hat vor etwa einem Jahr Werbung zu politischen, wahlbezogenen und gesellschaftlichen Themen auf seinen Plattformen verboten, begründet mit neuen EU-Transparenzvorgaben. Die EU-Verordnung verlangt Offenlegung von Werbefinanziers, Kosten, Zweck und Zielgruppe, um ausländische Einmischung vor Wahlen zu verhindern.
»Publico« zufolge wollten die Verantwortlichen des Theaters wie üblich Anzeigen für ihr Stück auf Facebook und Instagram schalten. Kurz darauf erhielten sie demnach eine automatische Nachricht von Meta, in der es hieß: »Wir lehnen Ihre Anzeige ab.« Und gleich im Anschluss: »Es scheint, als würden Sie eine Anzeige zu sozialen Themen, Wahlen oder Politik in der Europäischen Union schalten. Dies verstößt gegen unsere Werberichtlinien.«
Dem »Guardian« zufolge begründete Meta die Entscheidung damit, dass »jede Erwähnung von Bürgerrechten, Feminismus oder sozialen Reformen von unserem automatisierten System in der Regel als ›gesellschaftliches Thema‹ eingestuft und herausgefiltert« werde. Feminismus und soziale Reformen spielen in Woolfs Werk eine zentrale Rolle. Um die Situation zu lösen, empfahl Meta demnach, »Schlüsselwörter« zu entfernen, damit die Werbung nicht den Anschein erwecke, Aktivismus zu fördern.
Meta hat vor rund einem Jahr Anzeigen zu »politischen, wahlbezogenen und gesellschaftlichen Themen« verboten. Grund für die »schwierige Entscheidung« seien neue Transparenzvorgaben der EU, teilte Meta damals mit. Meta-Chef Mark Zuckerberg warf der EU »Zensur« vor.
Die entsprechende EU-Verordnung wiederum soll vor Wahlen für politische Ämter vor ausländischer Einmischung schützen. Plattformen müssen demnach offenlegen, wer die Anzeige finanziert und wie viel sie gekostet hat, zu welchem Zweck sie geschaltet wurde und welche Zielgruppe anvisiert ist.
Theater hält Ablehnung für ungerecht
Die Hauptdarstellerin des Theaterstücks Clara Sanchis sagte der Zeitung »La Vanguardia «, dass sie nicht wüssten, ob die Veröffentlichung der Werbung »wegen des Namens Virginia Woolf oder wegen des Wortes Feminismus oder wegen beidem abgelehnt wurde«. Sie warf Meta vor, »Fortschritte, deren Erreichung Jahrhunderte gedauert hat, aus der Geschichte zu tilgen«.
Das Theater bezeichnete es in einer Erklärung nun als »Ungerechtigkeit« und »Verletzung unserer Rechte«, nicht für das Werk der 1882 geborenen Autorin werben zu dürfen. »Als Theater müssen wir unsere Aktivitäten bekannt machen«, heißt es, »und wir müssen soziale Medien nutzen, damit die Menschen auf kulturelle Aktivitäten aufmerksam werden«.
Die Bühnenproduktion ist eine Ein-Frau-Show mit Clara Sanchis in der Hauptrolle. Das Stück ist eine Adaption einer Reihe von Vorträgen, die Woolf 1928 in Newnham und Girton hielt – damals die einzigen beiden Colleges der Universität Cambridge, die Frauen zuließen. Woolf veröffentlichte die Vorträge im folgenden Jahr als Essay über die Situation der Frauen in der Gesellschaft und ihren Zugang zu Bildung. Frauen durften zwar bereits seit 1869 in Cambridge studieren, erhielten jedoch erst 1948 die Erlaubnis, vollwertige akademische Grade zu erwerben.
Woolf schrieb damals, dass eine Frau, um hochwertige Belletristik zu schreiben, »Geld und ein Zimmer für sich allein« brauche. In ihrem Tagebuch schrieb sie, dass sie damit rechne, wegen ihrer Äußerungen als Feministin angegriffen zu werden.
AI outlook — possibilities, not facts
Das Theater wird seine Werbung ohne die Begriffe ‚Feminismus‘ oder ‚sozialer Reform‘ schalten müssen, um Meta-Richtlinien zu entsprechen.
Likely · Within days
Die Debatte über algorithmische Bias bei der Erkennung von gesellschaftlichen Themen wird in kulturellen Kreisen weitergehen.
Possible · Within weeks

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