
Nach Demokraten-Erfolgen bei den US-Zwischenwahlen verlieren Chiphersteller und Techwerte weltweit an Wert, auch in Deutschland
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Nach den US-Zwischenwahlen (Midterms) haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat erobert. Techkonzerne, insbesondere KI-Unternehmen und Chiphersteller, fürchten nun stärkere Regulierung und politischen Gegenwind. Kritiker verweisen auf hohen Strombedarf, Lärm, Luftverschmutzung, Wassermangel und wenige dauerhafte Jobs durch KI-Rechenzentren.
Nach den US-Zwischenwahlen müssen sich KI-Konzerne wohl auf mehr politischen Gegenwind einstellen. Am Aktienmarkt verlieren deswegen nun die Werte von Chipherstellern deutlich an Wert – in den USA, aber auch in Deutschland.
Die Sorge vor einer stärkeren Regulierung in der KI-Branche hat am US-Aktienmarkt zu einem Ausverkauf bei Technologiewerten geführt. Zwei Tage nach den Wahlerfolgen der Demokraten bei den Midterms brachen insbesondere die Papiere aus dem Umfeld der Chipbranche ein, die bis in die jüngste Vergangenheit als größte Profiteure des Höhenfluges von KI gegolten hatten.
Der Nasdaq 100 sackte um 6,36 Prozent auf 26.629,81 Punkte ab und fiel auf das Niveau von April zurück. Damit verschwanden 2,3 Billionen Dollar an Marktwert; allerdings war der Tech-Index auch seit Anfang 2023 rasant gestiegen und hatte damit sehr stark von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Künstlicher Intelligenz profitiert. Erst im Oktober hatte das Börsenbarometer ein Rekordhoch erreicht. Seit Jahresanfang hat er noch um 5,5 Prozent zugelegt.
Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Donnerstag um 4,36 Prozent auf 7353,73 Zähler nach unten. Es ist der größte Tagesverlust seit April 2025. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 3,44 Prozent auf 51.523,06 Punkte. Hier liegt das Plus seit Jahresanfang noch bei 7,2 Prozent.
So verloren Aktien des Chipkonzerns Nvidia 9,3 Prozent. Noch heftiger erwischte es mit Seagate, Western Digital und Sandisk große Werte aus dem Speicherbereich, die um bis zu 22 Prozent einbrachen. Ihre Produkte sind für Rechenzentren unverzichtbar.
Bei den US-Kongresswahlen hatten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat erobert. Techkonzerne müssen sich nun etwa auf mehr Gegenwind bei ihren riesigen Rechenzentren für KI einstellen. Kritiker der KI-Rechenzentren verweisen unter anderem auf deren hohen Strombedarf, der auch die Energiepreise für die Bevölkerung in die Höhe treiben könnte. Hinzu kommen Sorgen wegen Lärm, Luftverschmutzung und Wassermangel sowie die Befürchtung, dass durch die Rechenzentren nur wenige dauerhafte Jobs entstehen.
Die Demokraten gelten den Chancen von künstlicher Intelligenz gegenüber als skeptischer als die Republikaner, die sich eher für Deregulierung starkmachen. In Texas hat die designierte Gouverneurin Gina Hinojosa von den Demokraten bereits ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren gefordert.
Die Anteilscheine von Micron büßten 17,5 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern habe seine Pläne für ein Speicherchip-Werk in Taiwan wegen eines drohenden langwierigen Tarifkonflikts vorerst auf Eis gelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Zukunft eines wichtigen Produktionsstandorts für entscheidende KI-Komponenten auf.
Die Furcht vor einer insgesamt schärferen Regulierung verschreckte auch die Anleger von Aktien aus dem Firmenimperium des Tech-Milliardärs Elon Musk. So fielen die Papiere des Elektroautobauers Tesla um fast elf Prozent und die des Weltraum- und KI-Unternehmens SpaceX um neun Prozent.
In Deutschland schlossen sich die Titel des Chipkonzerns Infineon der turbulenten Lage an, indem sie mehr als zehn Prozent verloren. Aus dem Dax erwischte es mit Siemens Energy und Hochtief aber noch weitere Indexwerte sehr deutlich, in die ehemals hohe KI-Erwartungen eingepreist wurden. Der deutsche Leitindex hatte zwischenzeitlich einen Rekord aufgestellt, schloss aber 0,43 Prozent tiefer bei 26.325,01 Zählern, der MDax verlor 0,92 Prozent auf 30.891,56 Zähler.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Demokraten werden stärkere Regulierungsmaßnahmen für die KI-Branche und Rechenzentren vorantreiben.
Likely · Within weeks
In Texas wird über ein Moratorium für den Bau von KI-Rechenzentren diskutiert oder entschieden.
Possible · Within weeks

Two days after the US midterm elections, the US stock markets crashed. The Nasdaq fell 5.5 percent and is in a correction, the S&P 500 lost 4.3 percent. AI and tech stocks like Nvidia, AMD and Micron collapsed. The triggers are the strong performance of the Democrats, disappointing chip outlook and high leveraged bets. US investors took out almost $1.5 trillion in securities loans in September.

Goldman Sachs has named 109 new partners but is not releasing a demographic breakdown for the first time in years. The waiver is justified by the changed legal environment following Donald Trump's re-election. In the future, more than 100 of the approximately 500 partners will be female.

Two days after the US midterm elections, the major US stock market indices collapse. The Nasdaq lost more than five percent, the S&P 500 up to four percent and the Dow Jones 3.2 percent. The trigger is the strong performance of the Democrats, which is triggering concerns about slowing AI infrastructure policies and tougher regulations. The VIX rises by over 60 percent.

Paraguay's President Santiago Peña has resigned after the collapse of the digital bank Ueno. He justified the step with the stability of the country and social peace. Vice President Pedro Alliana takes over the official duties. Ueno managed almost $850 million in public money; around three million customers cannot access their accounts.

The Dax reached a new record high of 26,685.23 points on Thursday, but after a slump at the start of trading in the US, closed around 0.4 percent in the red at 26,322 points. Chip and tech stocks in particular lost significantly, including Infineon with more than eight percent.

The Dax reached a new record high of 26,692 points, while Wall Street fell sharply after the US midterm elections. A rotation from AI stocks towards cyclical stocks as well as falling oil prices and hopes of de-escalation in the Middle East are supporting European markets.