
Der Online-Moderiese Shein wagt nach gescheiterten Plänen in New York und London den Gang an die Börse in Hongkong. Die Bewertung ist im Vergleich zu 2022 jedoch massiv eingebrochen.
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Shein wuchs während der Corona-Pandemie rasant, sieht sich nun aber mit regulatorischem Druck und Zöllen konfrontiert.
Shein wagt den nächsten Anlauf aufs Börsenparkett. Doch vom einstigen Höhenflug des Modehändlers ist nicht mehr viel übrig. Wachstumsprobleme, neue Handelsbarrieren und anhaltende Kritik haben deutliche Spuren hinterlassen.
Der asiatische Online-Modehändler Shein ist vor seinem für Dienstag geplanten Börsengang in Hongkong mit umgerechnet 22,6 Milliarden Euro bewertet worden. Das Unternehmen strebt nach eigenen Angaben vom Montag mit dem Gang aufs Parkett Einnahmen in Höhe 1,5 Milliarden Euro an. Die Bewertung fällt damit deutlich niedriger aus als 2022, als Shein im Rahmen einer Finanzierungsrunde mit fast 86 Milliarden Euro bewertet worden war.
Wie aus am Montagabend eingereichten Börsenunterlagen hervorgeht, will das Unternehmen mit Sitz in Singapur 280 Millionen Aktien zum Startpreis von je 48,56 Hongkong-Dollar (5,34 Euro) ausgeben. Pläne für einen Börsengang in New York und London waren zuvor gescheitert.
Die Plattform, die für extrem niedrige Preise und schnell gelieferte Kleidung bekannt ist, war während der Corona-Pandemie rasant gewachsen. Das Wachstum hat jedoch deutlich nachgelassen, zudem sieht sich Shein zunehmend regulatorischem Druck in Europa und den USA ausgesetzt. Die Kritik an dem Onlinehändler ist groß. Die Vorwürfe reichen von systematischem Plagiieren über eine schlechte Umweltbilanz bis hin zu Zwangsarbeit.
Im vergangenen Jahr hatte Shein einen Jahresüberschuss von 2,06 Milliarden Dollar ausgewiesen. Zuletzt stand jedoch ein Quartalsverlust von 99 Millionen Dollar zu Buche, nachdem die USA die Befreiung von Einfuhrzöllen für Kleinsendungen aufgehoben hatten. In einem ähnlichen Schritt führte die EU im vergangenen Monat einen Zoll von drei Euro pro Artikel für Sendungen mit einem Wert von weniger als 150 Euro ein.
Die Aktie des Modehändlers brach im außerbörslichen Handel mehrerer Brokerhäuser jeweils um mehr als zehn Prozent ein. Bei Futu kosteten die Titel zeitweise 42 Hongkong-Dollar.
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Börsengang von Shein in Hongkong am Dienstag
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Die Shoppingplattform Shein ist in Hongkong mit einem Minus von zeitweise acht Prozent an die Börse gegangen. Nach Einnahmen von bis zu 1,5 Milliarden Euro liegt die Bewertung des Unternehmens weit unter dem früheren Höchststand.

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