Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft Gruppierung gewerbsmäßigen Bandenbetrug an älteren Menschen vor
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Die Verdächtigen sollen über Werbeprospekte Kontakte zu älteren Menschen geknüpft und ein Juwelierunternehmen als Fassade genutzt haben.
Die Polizei hat vier per Haftbefehl gesuchte Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 40 Jahren festgenommen, die ältere Menschen unter anderem um Gold und Antiquitäten gebracht haben sollen. Der Schaden beläuft sich nach vorläufigen Berechnungen auf über 735.000 Euro, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. Die Beamten durchsuchten sieben Objekte in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, sie stellten 123.000 Euro Bargeld sowie mehrere Goldbarren sicher.
Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gewerbsmäßigen Bandenbetrug in mehreren Fällen vor. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich um eine Gruppierung, die hauptsächlich aus Familienangehörigen besteht und arbeitsteilig vorgegangen sein soll.
Die Verdächtigen sollen über Werbeprospekte in Tageszeitungen und Briefkästen den Kauf von Goldschmuck, Edelmetallen, Münzen und Antiquitäten angeboten haben. Ein im Handelsregister eingetragenes Juwelierunternehmen mit mehreren Niederlassungen soll als Fassade gedient haben, um das Vertrauen zu gewinnen. Interessenten, die sich meldeten, sollen die nun Festgenommenen zu Hause besucht haben. Betroffen waren laut Staatsanwaltschaft überwiegend hochbetagte, alleinstehende oder finanziell bedrängte Menschen.
Ermittler: Zahlungszusagen nicht eingehalten
Bei den Besuchen ließen sich die Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft Schmuckstücke, Sammlermünzen und Antiquitäten aushändigen und machten Zahlungszusagen, die sie nach den bisherigen Erkenntnissen aber von vorneherein nicht einhalten wollten. Auf Nachfragen sollen sie die Opfer über Wochen vertröstet und in mehreren Fällen teilweise auch als falsche Polizeibeamte zu weiteren Zahlungen gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es weitere, noch nicht bekannte Opfer gibt. Betroffene sollen sich bei der Polizei melden.
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