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Nivea-Chef warnt vor EU-Regulierung: "Nicht die nächste Autoindustrie werden"
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Handelsblatt56 minutes agoBusiness1 min readGermanyView translation

Nivea-Chef warnt vor EU-Regulierung: "Nicht die nächste Autoindustrie werden"

Beiersdorf-Manager Vincent Warnery sieht die europäische Kosmetikindustrie durch zu viele Vorschriften im internationalen Wettbewerb gefährdet.

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Nivea-Chef Vincent Warnery warnt, dass strenge EU-Vorgaben die europäische Kosmetikindustrie überfordern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden könnten.

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Beiersdorf-Chef Vincent Warnery kritisiert im dpa-Interview die zunehmenden regulatorischen Anforderungen der EU an die Kosmetikindustrie.

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Nach Einschätzung des Beiersdorf-Managers Warnery setzen EU-Vorgaben Unternehmen zu stark unter Druck. Die europäische Kosmetikindustrie schaffe Arbeitsplätze und müsse entlastet werden.

Nivea-Chef Vincent Warnery: Er sieht die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kosmetikindustrie durch zunehmende Regulierung gefährdet.

Berlin, Hamburg. Nivea-Chef Vincent Warnery warnt, die europäische Kosmetikindustrie könne ihre Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb verlieren. „Wir wollen nicht die nächste Autoindustrie werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Dax-Konzerns Beiersdorf im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die europäische Kosmetikindustrie schaffe Arbeitsplätze und Wohlstand. „Also überfordert uns nicht mit regulatorischen Belastungen“, appellierte Warnery an die EU.

Warnery sagte, es bestehe die Gefahr, dass europäische Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit einbüßten, weil Konkurrenten aus Drittländern weniger reguliert würden. „Europa muss sehr vorsichtig sein, insbesondere wenn wir uns die USA, China und Korea ansehen, wo viele Vorschriften nicht gelten.“

Der Franzose betonte: „Hautpflegeprodukte aus Europa unterliegen bereits jetzt den strengsten Qualitätsstandards. Trotzdem werden wir aufgefordert, bestimmte Inhaltsstoffe aus unseren Formulierungen zu entfernen, auch dann, wenn sie bei normaler Anwendung kein Risiko darstellen.“ Das sei eine große Herausforderung.

Ein weiteres Ärgernis ist aus Warnerys Sicht die Novelle der EU-Kommunalabwasserrichtlinie, die Hersteller von Kosmetika und pharmazeutischen Produkten finanziell zur Verantwortung ziehen soll. Unternehmen wie Beiersdorf sollten hohe Zahlungen leisten, obwohl sie nur für einen geringen Teil der Verschmutzung verantwortlich seien, kritisierte er.

Warnery leitet Beiersdorf seit Mai 2021

Warnery leitet den Hamburger Konsumgüterkonzern seit Mai 2021. Der Betriebswirt war vor seinem Wechsel zu Beiersdorf unter anderem für den globalen Branchenprimus L'Oréal aus Frankreich tätig. Weitere in Europa im Kosmetikbereich tätige Unternehmen sind Unilever (Großbritannien), LVMH (Frankreich) und Henkel (Deutschland).

Nach Warnerys Amtsantritt wuchs Beiersdorf kräftig. Zuletzt, im ersten Halbjahr, verzeichnete der Konzern aber einen Umsatzrückgang, was mit schwachen Zahlen der wichtigsten Konzernmarke Nivea zusammenhing.

Mehr: Nivea wird zum Sanierungsfall – Beiersdorf kappt Prognose für 2026

Open Questions

  • Wie wird die EU auf die Forderungen reagieren?
  • Welche konkreten Inhaltsstoffe sind von den Verboten betroffen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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