Von Alfred Nobels Vermächtnis bis zum Preisgeld von zwölf Millionen Kronen: Ein Überblick über die berühmtesten Auszeichnungen der Welt.
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Alfred Nobel vermachte sein Vermögen nach seinem Tod 1896 einer Stiftung, um jährliche Auszeichnungen für Verdienste um die Menschheit zu finanzieren.
Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833–1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte: Der Erfinder des Dynamits konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde.
Der engagierte Pazifist Nobel vermachte sein Vermögen einer Stiftung. Die Zinserträge sollten Preise für jene finanzieren, die »im vorhergehenden Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben«. Die drei wissenschaftlichen Preiskategorien sind Physik, Physiologie oder Medizin sowie Chemie. Hinzu kommen der Literatur- und der Friedensnobelpreis.
Die Nobelpreisjurys haben bisher allerdings oft Jahre, wenn nicht Jahrzehnte gewartet, bis sie die Preise für eine Leistung, Entdeckung oder Theorie verleihen. Begründet wird dies damit, dass oft erst lange Zeit später klar sei, ob eine Errungenschaft tatsächlich von derart großer Bedeutung gewesen ist, dass sie mit einem Nobelpreis geehrt werden sollte.
Die Preise werden seit 1901 vergeben. Die Dotierung stieg von anfangs 150.782 schwedischen Kronen auf zehn Millionen und wurde zeitweise etwas gesenkt, um auch künftig die Aufgaben der Nobelstiftung finanzieren zu können. 2026 liegt das Preisgeld nun bei zwölf Millionen Kronen. Umgerechnet ist das mehr als eine Million Euro.
Bis zu drei Menschen können sich den Preis in einer Kategorie teilen. Der Friedensnobelpreis wird auch an Organisationen verliehen.
Am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, werden die Preise jedes Jahr in einer Zeremonie verliehen. Die Geehrten erhalten eine Urkunde und die goldene Medaille mit dem Konterfei des Stifters. Zusätzlich füllen sich die Konten der Ausgezeichneten mit dem Preisgeld, das versteuert werden muss. Gibt es mehrere Preisträgerinnen oder Preisträger in einer Kategorie, wird die Summe aufgeteilt.
Neben den eigentlichen Nobelpreisen wird seit 1969 eine Ehrung für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Sie wird von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.
Die Preisträger für Physik und Chemie werden immer von der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die der Medizin vom Karolinska-Institut in Stockholm und die Literaturpreisträger von der Königlich Schwedischen Akademie der Künste ausgewählt. Die Friedensnobelpreisträgerinnen bestimmt ein Ausschuss des norwegischen Parlaments in Oslo.
Seit 1980 vergibt die Stiftung zur Auszeichnung richtiger Lebensführung die Right Livelihood Awards, die oft als alternative Nobelpreise bezeichnet werden.
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