
Am zweiten Wiesnwochenende herrscht großer Andrang. Die Polizei meldet mehrere Einsätze, darunter Drohnenverstöße, Taschendiebstähle und Festnahmen.
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Im vergangenen Jahr kam es am mittleren Wiesnsamstag zu kritischem Gedränge. Am 26. September 1980 explodierte zudem eine Bombe am Oktoberfest.
OktoberfestGroßer Andrang erwartet - Massen stürmen in die Zelte
26. September 2026, 10:21 Uhr
Im vergangenen Jahr kam es am mittleren Wiesnsamstag zu einem kritischen Gedränge auf der Wiesn. Wie voll wird es diesmal? Der Ansturm ist schon am Morgen groß.
Alle Entwicklungen im Liveblog
Neben eigenen Recherchen verwenden wir für diesen Liveblog Material der Nachrichtenagentur dpa.
Wichtige Updates
Die SZ berichtet vom Wiesn-Freitag
Grapscher erhält Wiesn-Verbot
Polizei zieht Drohne über dem Oktoberfest aus dem Verkehr
Stadt München verteilt zur Wiesn 200 Influencer-Lizenzen
Ermittler werten Videos zum tödlichen Unfall am „Hangover“ aus
Polizei zieht Drohne über dem Oktoberfest aus dem Verkehr
Wegen eines Verstoßes gegen die Flugbeschränkungszone über dem Oktoberfest ist ein 50-jähriger Drohnenpilot vorübergehend festgenommen worden. Zuvor hatten Spezialkräfte der Polizei die Steuerung der Drohne übernommen, um sie zu Boden zu bringen. Kurz darauf traf eine Streife den 50-jährigen Touristen aus Griechenland in einem Innenhof unweit der Theresienwiese an. Der Mann gab an, Aufnahmen vom Festgelände machen zu wollen.
Der Tourist wurde wegen eines Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetz vorübergehend festgenommen und nach Hinterlegung einer Kaution wieder entlassen. Er kassierte eine Anzeige. Die Drohne wurde sichergestellt.
Die Münchner Polizei wies noch einmal darauf hin, dass zur Wiesnzeit in einem Radius von 5,5 Kilometern rund um das Festgelände ein Flugbeschränkungsgebiet gilt und auch keine Drohnen eingesetzt werden dürfen. „Jeder Verstoß stellt eine Straftat nach dem Luftverkehrsgesetz dar und wird konsequent verfolgt. Neben einer Geld- oder Freiheitsstrafe muss mit der Sicherstellung der Drohne gerechnet werden.“
Wie voll wird das Festgelände heute?
Das zweite Wiesnwochenende steht an - und es herrschen sommerliche Temperaturen an diesem Herbsttag in München. Schon jetzt strömen Massen auf die Festwiese.
Wie groß der Andrang wird? Das wird von den Sicherheitskräften genau beobachtet, um ein Gedränge wie im vergangenen Jahr zu vermeiden. Damals musste am zweiten Wiesnsamstag das Festgelände wegen Überfüllung geschlossen werden. Bei vielen Menschen, die im Gedränge standen, brach Panik aus. Wie durch ein Wunder passierte nichts. Die Stadt hat daraufhin ihr Sicherheitskonzept nachgeschärft.
Auch am Freitag war die Wiesn bereits sehr voll. Am Samstag werden noch mehr Besucherinnen und Besucher erwartet. René Hofmann
Die Wiesn startet in das zweite Wochenende
Wenige Minuten nach 9 Uhr am zweiten Wiesnsamstag am Eingang Esperantoplatz und einer der Ordner muss schon ein Machtwort sprechen, weil das Gedränge der Massen, die feiern wollen, am Einlass zu groß ist. Wie schon am ersten Wochenende werden die Besucherinnen und Besucher in Etappen eingelassen, einige wollen das aber augenscheinlich nicht einsehen, immer wieder preschen Menschen vor. "Was ist denn hier los, habt ihr nur Grütze im Kopf?", schimpft der Sprecher irgendwann. Doch dann setzt die Musik ein - und am Ende kommen natürlich alle aufs Gelände.
Jacqueline Lang
Gedenken an Opfer des Oktoberfest-Anschlags
Am 26. September 1980 explodierte am Eingang vom Oktoberfest eine Bombe. 13 Menschen wurden getötet, 221 verletzt. Am Morgen, ehe die Massen auf die Wiesn strömen, gedenkt die Stadt der Opfer des rechtsextremen Terroranschlags. Es werden Kränze niedergelegt. "Wir dürfen nicht vergessen", steht auf einem Gebinde.
dpa
Die SZ berichtet vom Wiesn-Freitag
Bei welchen Attraktionen sind Besucher am längsten schwerelos? Und welche schüttelt sie am meisten durch? Und lohnen sich die neuen Fahrgeschäfte? Diese Fahrgeschäfte liefern auf der Wiesn die größten Adrenalin-Kicks.
Josh hatte den Hit, den auch auf dem Oktoberfest alle hören und mitsingen wollten. Doch irgendwann wollte er selbst nicht mehr auf die Bühne. Ein Gespräch über „Cordula Grün“, Depressionen und den Moment, in dem Erfolg keine Freude mehr macht.
Zur Halbzeit des Oktoberfests lassen sich schon die Trends dieses Jahres erkennen. Was tut sich in Sachen Mode und Gastro? Wie voll ist es? Und was wird der Wiesnhit? Ein Überblick.
Grapscher erhält Wiesn-Verbot
Für einen 32-Jährigen ist das 191. Oktoberfest wegen wiederholter sexueller Übergriffe schon wieder vorbei. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann wiederholt Frauen belästigt und begrapscht. Zuletzt war der 32-Jährige am Donnerstagabend aufgefallen, weil sich Frauen über sein Verhalten beschwerten und die Sicherheitskräfte alarmierten. Der Mann hatte 1,7 Promille im Blut.
Bei der Überprüfung seiner Personalien fiel auf, dass sich der Mann wegen zuvor ausgesprochener Hausverbote gar nicht mehr im Hacker-Zelt hätte aufhalten dürfen. Weil er obendrein einen Platzverweis ignoriert hatte, erließ das Kreisverwaltungsreferat nun ein generelles Betretungsverbot für das Festgelände. Die Wiesn ist für den 32-Jährigen damit zumindest in diesem Jahr vorbei.
Erste Zelte schließen
Wie von der Stadt angekündigt, schließen zum Reservierungswechsel die ersten Zelte, die Bräurosl etwa oder auch das Augustiner-Festzelt und auch ins Hofbräu-Festzelt ist gerade kein Reinkommen. Vor den Eingängen bilden sich zwar wie immer kleine Menschentrauben, die durch ein Wunder doch noch auf Einlass hoffen, der Großteil aber flaniert bei einmal mehr schönstem Wiesnwetter über den Platz.
Jacqueline Lang
Taschendieb im Schottenhamel-Zelt festgenommen
Die Münchner Polizei hat einen 51-Jährigen nach einem versuchten Taschendiebstahl im Schottenhamel-Zelt festgenommen. Den Angaben zufolge fiel der Mann Fahndern auf, weil er sich auf der Suche nach Gelegenheiten zum Diebstahl auffällig durch das Zelt bewegte. Nachdem der 51-Jährige versucht hatte, eine Handtasche zu klauen, wurde er von der Polizei vorläufig festgenommen. Nun läuft ein Ermittlungsverfahren gegen den ertappten Taschendieb.
Wiesnpolizei geht rutschen
Das gibt es nur auf der Wiesn: Polizisten im Einsatz fahren zwischendurch ein Fahrgeschäft und lassen sich die „Münchner Rutschn“ hinabgleiten. „Applaus für unsere Wiesenpolizei, die machen einen super Job“, sagt der Sprecher des Fahrgeschäfts, als sie wohlbehalten unten angekommen sind.
Jacqueline Lang
Trinkspaß für die Kleinen
Schon gewusst? Das Festzelt Tradition auf der Oidn Wiesn hat auch heuer wieder einen Limogarten, speziell für kleine Wiesngäste. Spezi, Apfelschorle oder Wasser kann dort für einen Euro selbst gezapft werden. Nur einen Becher braucht man, der kostet noch mal einen Euro. Kein Wunder, dass man schon am Eingang zum Biergarten die Rufe „Limogarten, Limogarten“ hört.
Erst piksen, dann prosten
Der Impfservice auf dem Oktoberfest hat laut Stadt die bisherigen Erwartungen übertroffen. In den ersten sechs Tagen wurden auf der Wiesn demnach 322 Leute entweder gegen Grippe, Corona oder gegen beides geimpft. „Unser niedrigschwelliges Angebot wird überwältigend gut angenommen“, sagt Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek über die Aktion, die in diesem Jahr erstmals stattfindet.
Bis einschließlich 4. Oktober können sich Interessierte in der Sanitätswache impfen lassen. Von Montag bis Freitag ist das zwischen 10 und 14 Uhr möglich, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig, lediglich den Impfausweis und die Krankenkassenkarte müssen mitgebracht werden.
Stadt rät zum „Italienerwochenende“: Lieber die Seiteneingänge nutzen
Heute startet das sogenannte Italienerwochenende. Das heißt so, weil am zweiten Wiesnwochenende traditionell viele Italienerinnen und Italiener auf dem Oktoberfest feiern. Entsprechend voll dürfte es werden. Um die Besucherströme möglichst gut zu steuern, hat die Stadt ein paar Infos für Besucherinnen und Besucher veröffentlicht, sogar auf Englisch und na klar, Italienisch: So sollten diese zum Reservierungswechsel die Wirtsbudenstraße meiden und „zum Flanieren“ lieber auf die Schaustellerstraße, Matthias-Pschorr-Straße und die diversen Seitenstraßen ausweichen.
Zudem empfehle man, statt über den Haupteingang über die Seiteneingänge aufs Gelände zu kommen. Und auf noch etwas weist die Stadt hin: „Während des Reservierungswechsels am Nachmittag (etwa 16 bis 18 Uhr) sind die Haupteingänge der großen Festzelte in der Regel geschlossen.“ Besucherinnen und Besucher ohne Reservierungen hätten in diesem Zeitraum kaum eine Chance, ins Zelt zu gelangen. „Anstellen lohnt sich nicht!“ Ob ein Crowdspotter per Durchsage daran noch einmal wird erinnern müssen, bleibt abzuwarten.
Ire schlägt Security-Mitarbeiter ins Gesicht
Aus falscher Solidarität hat ein Wiesnbesucher aus Irland einem Security-Mitarbeiter im Augustiner-Zelt ins Gesicht geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, sollte ein Australier vom Sicherheitspersonal aus dem Zelt geleitet werden.
Weil die Maßnahme offenbar gegen sein Gerechtigkeitsempfinden verstieß, schaltete sich der bis dato vollkommen unbeteiligte Ire ein und attackierte einen Security. Der Mann wurde dabei leicht verletzt. Gegen den 20-jährigen Iren gab es eine Anzeige wegen Körperverletzung.
40-Jähriger zeigt Hitlergruß
Ein 40-Jähriger hat im Hacker-Zelt den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben und „Heil Hitler!“ gebrüllt. Zeugen alarmierten die Polizei, die den mit knapp zwei Promille schwer alkoholisierten Mann mit auf die Wiesnwache nahmen und wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen anzeigten.
35-Jähriger nach Kokskonsum festgenommen
Ein 35-Jähriger hat auf der Toilette im Käferzelt Kokain auf der Toilette konsumiert. Dabei wurde er von Polizeibeamten bemerkt, die bei der anschließenden Durchsuchung weißes Pulver bei dem Mann sicherstellten.
Weil er sich den Beamten gegenüber äußerst unkooperativ verhielt und ankündigte, trotz des ausgesprochenen Platzverweises auf das Festgelände zurückkehren zu wollen, verbrachte der 35-Jährige die Nacht in Sicherheitsgewahrsam auf der Wiesnwache der Polizei. Er bekam außerdem eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
AI outlook — possibilities, not facts
Impfservice in der Sanitätswache bleibt bis zum 4. Oktober geöffnet.
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