
Halbzeitbilanz auf der Wiesn: Mehr Besucher als im Vorjahr, zahlreiche Sanitätseinsätze und polizeiliche Ermittlungen wegen Diebstahls und Drogenbesitzes.
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Das Oktoberfest findet jährlich auf der Theresienwiese statt. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden nach dem Attentat von 1980 verschärft.
Auch am zweiten Wiesnsonntag wird es sehr voll auf dem Festgelände. Drogenkonsumenten müssen mehrere Zehntausend Euro Sicherheitsleistung zahlen. Die Sanitäter melden mehr Patienten als im Vorjahr.
Über ihre Social-Media-Kanäle, unter anderem in ihrer Instagram-Story, weist die Stadt darauf hin, dass derzeit großer Andrang auf der Oidn Wiesn herrscht und mahnt: "Bitte kommen Sie zu einem späteren Zeitpunkt".
Dass die Taschendiebfahnder aus Portugal, Köln und München beim Bestreifen der Wiesn auch außerhalb ihrer Kernkompetenz ein Auge auf die Festgäste haben, zeigt ein Fall von Freitagnacht: Da nämlich fiel den Polizisten ein Mann auf, der sich vor dem Weinzelt eng an die dort wartenden Frauen stellte. Der 34-Jährige aus dem Landkreis Starnberg ließ dann seine Hand an den verlängerten Rücken einer jungen Frau gleiten, berührte ihr Gesäß und packte zweimal zu. Dass die Justiz mit Grapschern nicht zimperlich umgeht, wird er dann wohl nach der Anzeigenerstattung erleben.
Es mutet etwas merkwürdig an, wenn der Freund das Handy der Freundin tracken und somit immer wissen kann, wo sich diese aufhält. Für eine 27-jährige Münchnerin und ihre beiden Freundinnen allerdings war das am Freitagabend ein Segen. Die jungen Frauen wollten eine Runde im Techno Power drehen und zuvor ihre Handtaschen sicherheitshalber abgeben. Ein Mann, der ein ähnliches T-Shirt wie die Mitarbeiter trug, bot sich an, die Taschen zu halten. Als das Fahrgeschäft wieder hielt, landete das Trio allerdings unsanft auf dem Boden der Tatsachen: "Mitarbeiter" und Handtaschen waren verschwunden. Wie gut, dass die 27-Jährige ihren Freund dabeihatte und der ihr Handy in der gestohlenen Tasche tracken konnte. Er verfolgte den Mann und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Der 33-Jährige, der nicht nur mit Damenhandtaschen, sondern auch mit zwei Promille unterwegs war, wurde fest- und tags darauf in Untersuchungshaft genommen.
Es gibt auf der Wiesn zwei Arten von Räuschen: Der eine beruht auf der verflüssigten Zufuhr von Hopfen und Malz und gilt als legal, der andere tritt nach Pulver-Konsum auf und fällt in die strafbewährte Kategorie Rauschgift. Letzteres wissen jetzt auch zwei Oktoberfest-Besucher, die auf der Wiesn neben der Bavaria, vulgo auch Kotzhügel genannt, ihre Nase zu tief ins Kokspulver gesteckt hatten. Der eine, ein 50-jähriger Pole, hatte am Freitagnachmittag wohl nicht mitbekommen, dass von besagtem Hügel Live-Bilder in die Zentrale der Wiesnwache gestreamt werden. Und so konnten die Beamten auf den Bildschirmen sehen, wie der Mann auf dem Display seines Handys mehrere Linien weißen Pulvers auslegte. Den alarmierten Einsatzkräften erklärte er gleich, dass das Kokain ihm gehöre. Zudem hatte er noch weiteren Stoff in der Hosentasche. Der Mann arbeitet in der Logistik-Branche und verdient offenbar nicht schlecht. Zumindest kassierten die Polizisten nach der Strafanzeige eine Sicherheitsleistung in Höhe von 26 000 Euro, ehe der Pole wieder entlassen wurde.
Nur 20 Minuten später hatten es die Polizisten mit einem "Schneefall" auf dem gleichen Hügel zu tun: Ein 32-jähriger Brite bereitete gerade eine Line vor, als ihn die Polizei ansprach und er sofort das weiße Pulver fallen ließ. Kostenpunkt hier: 12 400 Euro.
Eine Reisegruppe von den Philippinen ist am Sonntagmorgen von Mailand zum Oktoberfest nach München aufgebrochen, als ihr Bus von der Fahrbahn abkam und umkippte. Zwei Menschen starben bei dem Unfall auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu, zahlreiche weitere wurden verletzt, manche von ihnen schwer.
Das Platzkonzert endet heuer mit der Bayernhymne, dazu steigen etliche bunte Luftballons in den strahlend blauen Himmel. Zuvor haben einige den Taktstock geschwungen: Wiesnstadträtin Anja Berger (Grüne), der diesjährige Preisträger des Ehrenpreises der Wiesnwirte, Gästeführer Georg Reichlmayr, Jörg Lehmann, der neue Hofbräu-Brauereidirektor, Hanna Sammüller, Chefin des Kreisverwaltungsreferats, und zum Grande Finale auch Dominik Krause, erstmals in seiner Funktion als Oberbürgermeister.
Ein betrunkener Oktoberfestbesucher aus Starnberg hat sich in einem Taxi übergeben und dann im Streit um die Kosten für die Reinigung ein Holzscheit auf den Taxifahrer geworfen. Vorher habe der 29-Jährige dem Taxifahrer schon mit einer Axt gedroht. Nun wird gegen den 29-Jährigen ermittelt.
Acht Tage Oktoberfest – und am anstrengendsten für die Sanitäter war der gestrige mittlere Wiesn-Samstag. Allein an dem Tag haben sie 858 Patientinnen und Patienten versorgt, von morgens bis Mitternacht. Insgesamt versorgte der Aicher-Sanitätsdienst 4243 Patientinnen und Patienten, das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt.
Die meisten Patienten (35 Prozent) wurden wegen „alkoholbedingter Beschwerden“ versorgt, wie der Sanitätsdienst in seiner Zwischenbilanz mitteilt. Fast ebenso viele (32 Prozent) hatten Schnittverletzungen, Platzwunden, Prellungen oder Brüche. Für den Sanitätsdienst arbeiten in der Oktoberfest-Zeit 430 Einsatzkräfte, unter ihnen 36 Ärztinnen und Ärzte.
Zum traditionellen Platzkonzert am zweiten Wiesnsonntag haben sich rund 300 Blasmusikerinnen und Blasmusiker am Fuße der Bavaria versammelt. Wiesnchef Christian Scharpf dirigiert den "Deutschmeister-Regimentsmarsch", das Publikum singt mit. Davor kommt allerdings Wirtesprecher Peter Inselkammer zu Wort. Und der nutzt es mit Blick auf die noch ausstehende Gerichtsentscheidung zur Zeltvergabe, um einmal mehr an die Traditionen auf der Wiesn hinzuweisen. Er hoffe, so Inselkammer, dass das Bayerische Oberste Landesgericht am 13. Oktober "zugunsten der Wiesn entscheidet".
Die Stadt sowie Feuerwehr, Polizei und Sanitäter ziehen zur Halbzeit der Wiesn eine größtenteils positive Bilanz. Bislang kamen 3,8 Millionen Menschen aufs Oktoberfest. Wiesnchef Christian Scharpf zeigt sich zufrieden mit dem überarbeiteten Sicherheitskonzept.
Wegen eines Einsatzes der Feuerwehr war der Eingang P7 auf das Oktoberfestgelände am Vormittag gesperrt. Der Grund war eine brennende Müllpresse für Kartonagen. Inzwischen ist das Feuer gelöscht und der Eingang P7 wieder für Wiesnbesucher geöffnet.
Der Grund, warum es auf der Wiesn kaum Mülleimer gibt, ist das Oktoberfest-Attentat, bei dem ein Rechtsextremist 1980 12 Menschen tötete. Der Täter versteckte die Bombe damals in einem Mülleimer. In Reaktion darauf schaffte die Stadt danach Mülleimer auf dem Festgelände ab.
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Gerichtsentscheidung zur Zeltvergabe am 13. Oktober.
Very likely · Within weeks

Ukrainian troops delivered four tons of food to the sealed-off town of Oleshky by drone. At the same time, Foreign Ministers Wadephul and Lavrov met in New York without result, while Russia continues its massive air strikes on Ukraine.
Heavy rains have caused devastating floods and landslides in northern India and Nepal. Authorities report at least 68 deaths, including 56 in the Indian state of Uttar Pradesh. Thousands of houses were damaged and the search for missing people is ongoing.
The Israeli army has killed two Hamas members in the Gaza Strip who were allegedly involved in the abduction of Israeli hostages. One of those killed was involved in the kidnapping of Noa Argamani on October 7, 2023.
Oktoberfest has 3.8 million visitors at halftime. Thanks to AI-supported security concepts and an equalization campaign, the situation remained peaceful despite the high crowds. A fatal accident overshadowed the festival.

Due to heavy volcanic ash emissions from Mount Etna, Catania Airport in Sicily will remain closed to air traffic until Sunday midnight. The INGV reports an ash cloud four kilometers high. Passengers are being redirected to alternative airports such as Palermo.
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