
Eskalation am Persischen Golf treibt Rohölpreise nach oben und belastet europäische sowie US-amerikanische Börsen.
AI-generated summary
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskalierte über Nacht im Bereich der Straße von Hormus.
Der neue Schlagabtausch am Persischen Golf zeigt Wirkung: Erstmals seit sechs Wochen kostet Rohöl der Sorte Brent wieder 100 Dollar pro Barrel.
Viele Marktteilnehmer sehen darin eine wichtige psychologische Marke, ab der die Börse den Ölmarkt - und seine nachhaltige Wirkung auf die Inflation und Zinsen - nicht mehr ignorieren kann.
Entsprechend schwach ist der DAX in den Tag gestartet und musste die Marke von 26.000 Punkten preisgeben, die er gestern noch knapp halten konnte. Zur Stunde büßt der Leitindex 0,6 Prozent auf 25.840 Punkte ein.
Über Nacht ist der Kampf um die Kontrolle der Straße von Hormus zwischen den USA und Iran erneut eskaliert. Während das US-Militär mehrere iranische Öltanker angriff, attackierten die Revolutionsgarden einen amerikanischen Stützpunkt in Jordanien mit zahlreichen Raketen.
Die asiatischen Märkte zeigten sich uneinheitlich. Dank der Euphorie für Künstliche Intelligenz gewann der südkoreanische Kospi-Index über ein Prozent. Der japanische Nikkei wurde aber leicht ins Minus gedrückt.
An der Wall Street hatten neben der militärischen Eskalation Inflationssorgen die Kurse belastet. Der Dow Jones büßte 1,2 Prozent ein, der Nasdaq 0,3 Prozent.
Wichtige Konjunkturtermine stehen heute nicht an, bevor morgen der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und vor allem die US-Verbraucherpreise am Freitag die Märkte bewegen dürften.
Die Finanzmärkte haben sich bereits darauf eingestellt, dass die EZB den Leitzins um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent erhöhen wird. Die US-Inflationsdaten aus den USA gelten als letztes wichtiges Datum, das den Zinsentscheid der Notenbank Federal Reserve (Fed) am kommenden Mittwoch beeinflussen kann.
Schwächster DAX-Titel ist am Morgen die Aktie von Rheinmetall, die ihren Vortagesgewinn wieder abgibt. Der Rüstungstitel notiert damit wieder auf dem tiefsten Stand seit Juli. Gestern hatte ein positiver Analystenkommentar von Goldman Sachs die Aktie gestützt.
AI outlook — possibilities, not facts
EZB erhöht den Leitzins um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent
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