
Brent-Öl übersteigt 94 Dollar, WTI erstmals seit Juli wieder über 90 Dollar. US-Militär startet neue Angriffe gegen Iran.
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Das US-Militär hat neue Angriffe gegen den Iran gestartet als Reaktion auf Angriffsversuche auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus.
Die Ölpreise legen angesichts einer Zuspitzung der Lage im Nahen Osten deutlich zu. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 94,38 US-Dollar gehandelt. Das ist ein Plus von mehr als vier Prozent im Vergleich zu Montag.
Der Preis für Rohöl der US-Sorte WTI kletterte erstmals seit Ende Juli wieder über 90 Dollar. Auch hier betrug der Aufschlag zuletzt gut vier Prozent.
Für den jüngsten Schub beim Ölpreis sorgte die Nachricht, dass das US-Militär nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen Iran gestartet hat. Diese seien eine Reaktion auf die jüngsten Angriffsversuche der iranischen Revolutionswächter gegen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und gegen in der Region stationierte US-Soldaten, hieß es von dem für die Region zuständigen US-Militärkommando.
Zuvor hatte bereits die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt in der Nacht gemeldet, dass in der Straße von Hormus erneut ein Öltanker angegriffen worden sei. Demnach wurde er während der Ausfahrt aus der Meerenge von Geschossen getroffen. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.
Inflationsängste wachen
»Die in der letzten Woche aufgekommenen Hoffnungen auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr haben einen herben Dämpfer erhalten«, sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Am Markt herrsche derzeit Ungewissheit, wie es mit dem Irankrieg weitergehe, beschrieb Rohstoffstratege Bart Melek von der kanadischen Investmentbank TD Securities die Stimmung.

Der DAX verliert zur Wochenmitte weiter an Boden und büßt am Vormittag 0,4 Prozent auf 25.873 Punkte ein. Auslöser sind steigende Ölpreise infolge neuer Angriffe zwischen den USA und dem Iran im Persischen Golf, die weltweite Inflationsängste wecken.

Das DIW hat seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich erhöht. Für 2026 wird ein BIP-Wachstum von 1,2 Prozent und für 2027 von 1,0 Prozent erwartet, gestützt durch starken Außenhandel und geringere Energiepreisschocks.

Der Dax verzeichnet im September Kursverluste und notiert zur Wochenmitte bei 25.861 Punkten im Minus. Seit Wochenbeginn gab der Leitindex täglich mehr als ein Prozent nach, während das Handelsvolumen zurückging.

Der VW-Vorstand hat laut einem Medienbericht das Produktionsende für die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm zwischen 2031 und 2034 beschlossen. Die Maßnahme soll Teil eines harten Sparkurses von Konzernchef Oliver Blume sein.

Die Bundesbank rechnet für Deutschland mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum und prognostiziert für das laufende Jahr ein Plus von bis zu einem Prozent. Auch das DIW und Banken hoben ihre Schätzungen an.

Die deutsche Fahrradbranche verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang von sieben Prozent auf 25,2 Milliarden Euro sowie ein Beschäftigtenminus von drei Prozent. Nachwirkungen der Corona-Überproduktion, Preisdruck und Konkurrenz aus China belasten den Markt.