
Der deutsche Leitindex gibt zur Wochenmitte weiter nach. Neue Angriffe im Persischen Golf treiben die Ölpreise und schüren Inflationsängste an den globalen Märkten.
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Neue militärische Konflikte im Persischen Golf führen zu steigenden Ölpreisen und schüren weltweite Inflationsängste an den Börsen.
Schwache Vorgaben lasten zur Wochenmitte auf dem DAX. Bis zum Vormittag büßt der deutsche Leitindex 0,4 Prozent auf 25.873 Punkte ein.
Damit ist er von seinem Rekordhoch bei 26.618 Punkten bislang schon um gut zweieinhalb Prozent zurückgefallen. Vorgestern hatte der DAX bereits 1,2 Prozent verloren, gestern 1,1 Prozent auf 25.970 Punkte.
Neue gegenseitige Angriffe im Persischen Golf haben die Ölpreise weiter nach oben getrieben. Während das US-Militär mehrere iranische Stellungen angriff, reagierte Teheran mit neuen Raketenangriffen auf verschiedene US-Stützpunkte in der Region. Die jüngste Eskalation nach einer Phase relativer Ruhe weckt an den Weltbörsen die Sorge vor einer neuen Inflationswelle.
Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte über Nacht weiter auf fast 96 Dollar pro Barrel. Das war der höchste Preis seit Mitte Juni. Aktuell liegt die Notierung unter 95 Dollar.
Das hat die Börsen in Asien auf Talfahrt geschickt. In Südkorea brach der Kospi-Index um vier Prozent ein. Der japanische Nikkei-Index verlor 2,8 Prozent.
"Die Gefahr weiterer Störungen an der Straße von Hormus hat neue Inflationsängste ausgelöst und einen Ausverkauf bei Aktien an den meisten großen Märkten sowie einen Einbruch an den globalen Anleihemärkten verursacht", schrieben die Analysten von Westpac.
Auch die New Yorker Börsen hatten erneut an Boden verloren. Der Dow Jones verlor 0,8 Prozent, während die Technologiewerte an der Nasdaq 1,0 Prozent einbüßten. Die Inflationssorgen haben auch die Verluste am Anleihemarkt beschleunigt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte mit 4,81 Prozent den höchsten Stand seit fast drei Jahren.
Auch der deutsche Anleihemarkt bleibt nervös. Heute Morgen ist die zehnjährige Rendite auf ein neues 15-Jahres-Hoch von 3,38 Prozent geklettert. Die hohen Renditen lasten wiederum auf den Aktienmärkten. Sie machen Anleihen zunehmend zu einer attraktiven Anlagealternative.
Die Aktie von Volkswagen zählt am Morgen zu den größten DAX-Verlierern. Der Autobauer muss den EuroStoxx 50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx gestern Abend bekanntgab. Angesichts der Krise der Wolfsburger ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast zwei Dritteln. Überraschend kommt der Abstieg aus dem europäischen Leitindex laut einem Händler nicht.
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Volkswagen verlässt am 21. September den EuroStoxx 50.
Very likely · Within weeks

Die Bundesregierung führte im April eine Regelung ein, die Tankstellen erlaubt, Benzinpreise nur noch einmal täglich um 12 Uhr zu erhöhen. Aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass diese Maßnahme die Preise für Verbraucher verteuert und Mineralölkonzern-Gewinne gestärkt hat.

Die asiatischen Aktienmärkte verzeichnen deutliche Verluste. Auslöser sind Sorgen vor einer Eskalation im Iran-Konflikt sowie der Anstieg globaler Anleiherenditen, wobei japanische Staatsanleihen erstmals seit 30 Jahren die Drei-Prozent-Marke überschritten.

Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank, warnt vor den wirtschaftlichen Risiken eines Aufstiegs populistischer Parteien. Er betont die Notwendigkeit wirtschaftlicher Reformen und äußert sich besorgt über steigende Anleiherenditen bei gleichzeitigem Wachstum.

Nach Medienberichten über ein mögliches Ende der VW-Autoproduktion an vier Standorten ab 2030 appelliert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zur Besonnenheit. Er hebt die Effizienz des Zwickauer Werks hervor und betont, dass noch keine finalen Entscheidungen gefallen seien.

Der Öl- und Gaskonzern BP hat Ian Tyler dauerhaft zum Verwaltungsratschef ernannt. Tyler, der das Amt bereits interimistisch innehatte, folgt auf den entlassenen Albert Manifold. Die Entscheidung fiel nach einer intensiven Suche nach geeigneten Kandidaten.

Opel verliert innerhalb des Stellantis-Konzerns an Bedeutung und erhält nur einen geringen Anteil an den Investitionen. Gleichzeitig sind die Verkaufszahlen und Marktanteile der Marke in Deutschland in den letzten zehn Jahren massiv eingebrochen.