VW-Produktionspläne: Kretschmer mahnt zur Ruhe nach Gerüchten über Standortschließungen
Sachsens Ministerpräsident betont Effizienz des Zwickauer Werks und fordert Zusammenhalt nach Berichten über ein mögliches Ende der Autoproduktion nach 2030.
Quick Look
- Nach Medienberichten über ein mögliches Ende der VW-Autoproduktion an vier Standorten ab 2030 appelliert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zur Besonnenheit.
- Er hebt die Effizienz des Zwickauer Werks hervor und betont, dass noch keine finalen Entscheidungen gefallen seien.
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Why It Matters
Die Wirtschaftswoche berichtete über ein internes VW-Papier, das das Ende der Autoproduktion an mehreren deutschen Standorten zwischen 2031 und 2034 vorsieht. Für das Werk Zwickau besteht derzeit eine Standort- und Beschäftigungsgarantie bis Ende 2030.
Zwickau/Dresden. Nach Berichten über ein Ende der Autoproduktion an vier deutschen Standorten von VW und Audi nach 2030 hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer appelliert, „die Nerven zu behalten“.
„Auch am Freitag wird es dazu keine Entscheidung geben“, sagt der CDU-Politiker in einem Videostatement auf Facebook. Mit Blick auf die betroffene E-Auto-Fabrik in Zwickau ergänzt er: „Wir haben bei uns in Zwickau-Mosel die Argumente voll auf unserer Seite. Wir sind das effizienteste Werk.“
Die jüngsten Nachrichten bezeichnet er als „ganz bedrückende Gerüchte“. Die Zeitung „Wirtschaftswoche“ berichtet über ein Papier des VW-Vorstandes für den Aufsichtsrat, wonach die Produktion in Emden und Zwickau 2031 enden soll, im Werk Hannover 2032 und im Audi-Werk Neckarsulm 2034. Das Gremium soll noch diese Woche tagen.
„Es ist noch nicht der Punkt, an dem entschieden wird, wie es wirklich mit Volkswagen weitergeht“, versichert Kretschmer. Er hatte sich vorige Woche zu einem Gespräch mit Konzernchef Oliver Blume und VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in Dresden getroffen.
Die Mitarbeiter wüssten, was die Stunde geschlagen habe. „Meine Gespräche mit der IG Metall, mit dem Betriebsratsvorsitzenden und mit dem Vorstand haben alle dazu geführt, dass wir anpacken müssen, dass wir einen Schulterschluss brauchen mit der Bundespolitik, aber auch hier in den eigenen Werken“, sagt Kretschmer. „Insofern brauchen wir jetzt ein gemeinsames Zutrauen. Wir halten zusammen.“
Die Autofabrik in Zwickau mit aktuell rund 8.000 Beschäftigten ist Vorreiter bei Volkswagen in der Produktion von E-Autos. Zudem wird hier ein neues Standbein im Bereich der Kreislaufwirtschaft aufgebaut. Bis Ende 2030 gibt es eine vertraglich vereinbarte Standort- und Beschäftigungsgarantie. „Wir müssen entlang unseres Erfolgskonzepts für unseren Standort werben“, betont Kretschmer. „Und dann, bin ich sicher, haben wir auch eine gute Chance, dass die Wiege der Automobilindustrie in Zwickau-Mosel auch in den nächsten Jahrzehnten ein starker Standort der Automobilproduktion bleibt.“
Open Questions
- Wie sieht die offizielle Entscheidung des VW-Aufsichtsrats aus?
- Welche konkreten Maßnahmen plant VW für die betroffenen Standorte?






