
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung blickt zuversichtlicher auf die Konjunktur und rechnet 2026 und 2027 mit kräftigerem Wachstum.
AI-generated summary
Das DIW korrigiert seine im Juni veröffentlichten Konjunkturprognosen für Deutschland nach oben.
Berlin. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) blickt mit mehr Zuversicht auf die Konjunktur in Deutschland und erhöht seine Wachstumsprognose deutlich. Nach einer starken ersten Jahreshälfte dürfte die Wirtschaft 2026 um 1,2 Prozent wachsen und 2027 um 1,0 Prozent zulegen, erklärte DIW am Mittwoch zu seiner Herbstschätzung.
„Die deutsche Wirtschaft erholt sich in diesem Jahr etwas besser als gedacht, steht aber noch immer auf etwas wackligen Beinen“, sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. 2028 dürfte das Bruttoinlandsprodukt um weitere 0,7 Prozent zulegen.
Im Juni hatte das DIW seine Prognose für das laufende Jahr noch auf 0,5 Prozent Wachstum halbiert und für 2027 ein BIP-Plus von 0,8 Prozent erwartet. Ausschlaggebend für die aktuelle Aufwärtsrevision waren vor allem der im Frühsommer unerwartet kräftige Außenhandel und dass der Energiepreisschock infolge des Irankriegs geringer ausfiel als zunächst befürchtet, wie die Berliner Ökonomen betonten.
„Dennoch bleiben die Aussichten gedämpft.“ Für das laufende Sommer-Quartal erwarten die Regierungsberater nur eine Stagnation – auch wegen der negativen Folgen für die Industrie durch das Niedrigwasser etwa des Rheins.
AI outlook — possibilities, not facts
Wirtschaft wächst 2026 um 1,2 Prozent
Likely · Within months
BIP legt 2027 um 1,0 Prozent zu
Likely · Within months

Die Bundesregierung führte im April eine Regelung ein, die Tankstellen erlaubt, Benzinpreise nur noch einmal täglich um 12 Uhr zu erhöhen. Aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass diese Maßnahme die Preise für Verbraucher verteuert und Mineralölkonzern-Gewinne gestärkt hat.

Die asiatischen Aktienmärkte verzeichnen deutliche Verluste. Auslöser sind Sorgen vor einer Eskalation im Iran-Konflikt sowie der Anstieg globaler Anleiherenditen, wobei japanische Staatsanleihen erstmals seit 30 Jahren die Drei-Prozent-Marke überschritten.

Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank, warnt vor den wirtschaftlichen Risiken eines Aufstiegs populistischer Parteien. Er betont die Notwendigkeit wirtschaftlicher Reformen und äußert sich besorgt über steigende Anleiherenditen bei gleichzeitigem Wachstum.

Nach Medienberichten über ein mögliches Ende der VW-Autoproduktion an vier Standorten ab 2030 appelliert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zur Besonnenheit. Er hebt die Effizienz des Zwickauer Werks hervor und betont, dass noch keine finalen Entscheidungen gefallen seien.

Der Öl- und Gaskonzern BP hat Ian Tyler dauerhaft zum Verwaltungsratschef ernannt. Tyler, der das Amt bereits interimistisch innehatte, folgt auf den entlassenen Albert Manifold. Die Entscheidung fiel nach einer intensiven Suche nach geeigneten Kandidaten.

Opel verliert innerhalb des Stellantis-Konzerns an Bedeutung und erhält nur einen geringen Anteil an den Investitionen. Gleichzeitig sind die Verkaufszahlen und Marktanteile der Marke in Deutschland in den letzten zehn Jahren massiv eingebrochen.