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Die US-Aktienmärkte verzeichneten bereits zu Wochenbeginn Kursrückgänge, die am Dienstag anhielten. Dabei rückte der Anleihemarkt verstärkt in den Fokus der Anleger aufgrund steigender Renditen bei Staatsanleihen.
Ölpreise und Anleiherenditen steigen weiter. Das wirft den Fokus auf die Geldpolitik in den USA. Unterdessen könnte die US-Notenbank Fed in ein Dilemma kommen.
Ein Straßenschild an der Wall Street, dem Sitz der New Yorker Börse. Foto: dpa
New York. Nach den Kursrückgängen zu Wochenbeginn verzeichnen die US-Aktienmärkte auch am Dienstag weitere Verluste. Ölpreise und Zinssorgen belasten nach Handelsstart die Indizes an der Wall Street.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones verliert 0,8 Prozent auf 52.746 Punkte.
Der breiter gefasste S&P 500 büßt 0,7 Prozent auf 7634 Stellen ein.
Die technologielastige Nasdaq gibt 0,9 Prozent auf 26.125 Punkte nach.
Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, liegt 1,2 Prozent im Minus bei 29.100 Punkten.
Dabei dürften Anleger dieser Tage insbesondere auf den Anleihemarkt schauen. Die Rendite zehnjähriger US‑Staatsanleihen steigt am Dienstag erstmals seit Januar 2025 über die Marke von 4,79 Prozent. Auch die Renditen zehnjähriger Anleihen erreichten den höchsten Stand seit Anfang vergangenen Jahres. Dreißigjährige Papiere übertrafen die Höchststände der Vorwoche und legten um fünf Basispunkte auf knapp 5,3 Prozent zu.
Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen hat am Dienstag erstmals seit rund 30 Jahren die Marke von drei Prozent erreicht. „Es sind nicht nur Japans Staatsanleihen, die bei den Renditen Aufwärtsdruck sehen“, berichtet Markus Koch.
Am Nachmittag notieren die Renditen etwas tiefer. „Steigen die Renditen ruckartig weiter, kann sich daraus schnell eine Situation entwickeln, in der sich die schlechte Stimmung vom Anleihemarkt auf Aktien überträgt“, mahnt unterdessen Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorbank.
Die Bewegung bei den langen Laufzeiten hat Folgen weit über den Anleihemarkt hinaus. Der Zinssatz für die Langläufer bestimmt auch die Marktzinsen, zu denen sich Unternehmen und Immobilienkäufer Geld leihen. Steigt die Rendite dreißigjähriger Staatsanleihen, verteuert das in der Regel auch Unternehmenskredite und Hypotheken – mit spürbaren Folgen für Investitionen und den Immobilienmarkt.

Die Furcht vor Lieferunterbrechungen aufgrund der neu aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten treibt die europäischen Gaspreise auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Gleichzeitig sind die Füllstände der Gasspeicher in Europa und besonders in Deutschland auf einem historischen Tiefstand für diese Jahreszeit, was die Erreichbarkeit der gesetzlichen Vorgaben gefährdet und Analysten zu weiteren Preissteigerungen bis zu 120 Euro pro Megawattstunde im Winter führt.

Der schwedische Textilkonzern New Wave Group übernimmt den Sportartikelhersteller Uhlsport aus Balingen für 100 Prozent der Aktien. Die Transaktion soll bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Uhlsport behält seinen Sitz in Balingen und seine Marken Uhlsport und Kempa unter Geschäftsführerin Melanie Steinhilber. Im letzten Jahr erzielte Uhlsport einen Umsatz von rund 67 Millionen Euro mit geringfügigem Verlust.

86 Prozent der rund 4000 Gesellschafter des Adlon-Fonds stimmten für den Verkauf des Luxushotels Adlon in Berlin, doch die notwendige Kapitalmehrheit von 75 Prozent wurde nicht erreicht, da die Zustimmenden nur 71,04 Prozent des Kapitals halten. Größere Gesellschafter blockieren den Verkauf aufgrund kritisierter Konditionen, insbesondere der Erfolgsbeteiligung für Jagdfeld.

Das ifo-KfW-Mittelstandsbarometer steigt bereits den vierten Monat in Folge an. Im August verbesserte sich die Geschäftslage merklich und die Aussichten hellten sich noch stärker auf. Besonders die Exportwirtschaft und die Digitalisierungsbranche zeigen Optimismus, getrieben von der Nachfrage nach KI-Ausrüstungen.
Der Hamburger Senat präsentierte den Geschäftsbericht 2025 mit einem Jahresüberschuss von nur noch 47 Millionen Euro nach einem Plus von 1,015 Milliarden Euro im Vorjahr. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) nennt steigende Sozial- und Personalkosten als Hauptursache, sieht das Ergebnis angesichts der Umstände dennoch als „knappe schwarze Null“ und betont die Notwendigkeit von Bundesreformen sowie die Verfügbarkeit erheblicher Rücklagen zur Konsolidierung.

Die UBS lehnt den von einer Parlamentskommission vorgeschlagenen Kompromiss zur Kapitalunterlegung ab und warnt vor erheblichen Kostenbelastungen durch die geforderte Erhöhung des Tier-1-Kapitals auf 13 Milliarden Dollar. Finanzministerin Keller-Sutter zeigt sich enttäuscht und betont, dass der Vorschlag der Regierung nicht entspricht.