OpenAI stellt KI-Agenten Dots vor und stoppt GPT-6.1-Veröffentlichung
Quick Look
- OpenAI hat auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco den KI-Agenten Dots vorgestellt, der eigenständig Aufgaben übernehmen kann, während die Veröffentlichung des Modells GPT-6.1 aufgrund von Sicherheitsrisiken gestoppt wurde.
- Gleichzeitig laufen Gespräche mit der US-Regierung über KI-Risiken.
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Why It Matters
OpenAI entwickelt KI-Agenten wie Dots, um im wettbewerbsintensiven Markt für KI-Assistenten gegen Konkurrenten wie Meta zu bestehen. Gleichzeitig steigt die öffentliche Sorge über Sicherheitsrisiken von KI-Systemen.
OpenAI hat in San Francisco zur Entwicklerkonferenz geladen. Neue Entwicklungen der KI‑Firma aber werden von der Debatte über Sicherheitsrisiken und die Konkurrenz durch Muse überschattet.
Open AI CEO Sam Altman spricht beim OpenAI-Developer-Day: Das neue Modell soll einen noch persönlicheren Assistenten im Alltag darstellen. Foto: Getty Images via AFP
San Francisco, München. OpenAI hat einen ständig aktiven KI-Agenten vorgestellt, der eigenständig Aufgaben für Nutzer übernehmen soll. Damit tritt das Unternehmen in einem wachsenden Markt für KI-gestützte digitale Assistenten gegen Konkurrenten wie Meta Platforms an.
Der Dienst heißt „Dots“. Er kann laut OpenAI einen Computer bedienen und Informationen aus verschiedenen verknüpften Anwendungen ziehen, um zu recherchieren, Dokumente zu entwerfen und Software zu entwickeln. Das teilte das Unternehmen am Dienstag bei dem OpenAI-Developer-Day mit.
Nutzer steuern den Agenten über Nachrichten oder Anrufe in ChatGPT oder schreiben ihm über Slack oder Microsoft Teams. Künftig soll das auch per SMS möglich sein, teilte OpenAI mit. Die eigenen Ingenieure setzten den virtuellen Assistenten bereits ein, um täglich Dutzende Softwarefehler zu beheben.
OpenAI-Chef Sam Altman präsentierte das neue Werkzeug am Dienstag auf dem Entwicklertag des Unternehmens – zusammen mit einer aktualisierten Version des Sol-Modells und einem gemeinsamen Arbeitsbereich für Teams, die mit KI zusammenarbeiten.
Zugleich ordnet OpenAI sein Abonnement-Angebot neu: Ein neues Premium-Abo für 500 Dollar bietet höhere Nutzungslimits und schnellere Verarbeitung, während bestimmte Nutzungsgrenzen im 200-Dollar-Tarif sinken.
Parallel zur Veranstaltung laufen wohl Gespräche mit US-Regierung
„Es ist wie ein KI-Helfer, der einem immer den Rücken freihält“, sagte Altman. Er betonte die Sicherheitsaspekte des Werkzeugs: Nutzer könnten festlegen, worauf der Assistent zugreifen dürfe. „So können Sie Ihrem Dot so viel Verantwortung übertragen, wie Sie möchten“, sagte er.
Das Unternehmen teste zudem spezialisierte Dots für Firmenkunden, etwa für E-Mail-Marketing, Buchhaltung und juristische Analysen. „Wir wollen, dass Menschen entdecken, was mit KI alles möglich ist – auch Dinge, die sie sich nie hätten vorstellen können“, sagte Altman.
Der ChatGPT-Hersteller will Umsatz und Nutzung seiner fortgeschritteneren KI-Werkzeuge steigern und muss sich zugleich strengerer Kontrolle wegen Sicherheitsbedenken bei seiner Technologie stellen. Parallel zur Veranstaltung sollten führende KI-Manager, darunter OpenAI-Präsident Greg Brockman, an einem Mittagessen mit US-Präsident Donald Trump teilnehmen, um über KI-Risiken zu sprechen – nachdem die öffentliche Sorge über mögliche Gefahren durch künstliche Intelligenz zuletzt gestiegen war.
Sam Altman (l) und US-Präsident Trump: Der OpenAI-Chef saß mit Trump beim vergangenen G7-Gipfel in Evian mit am Tisch. Foto: AFP
Einen Tag vor der Konferenz teilte OpenAI mit, die geplante Version GPT-6.1 seines Spitzenmodells Astra doch nicht vorzustellen. Das Unternehmen verwies auf erhöhte Risiken, nachdem es zuletzt mehrere Vorfälle mit eigenmächtig handelnden KI-Systemen bei Hackerangriffen gegeben hatte.
Technologie
OpenAI stoppt Veröffentlichung von neuem KI-Modell
Das am Dienstag angekündigte neue Modell GPT-6.1 Sol wird von OpenAI als „nahe an Astra“ beschrieben. Zudem entschuldigte sich das Unternehmen in dieser Woche bei Australien, nachdem einige seiner KI-Modelle in Websites der australischen Regierung eingedrungen waren.
Dots läuft auf der bestehenden Version GPT-6 von Astra und reiht sich damit in einen zunehmend dicht besetzten Markt für KI-Agenten ein – dazu zählen Angebote von Meta, SpaceX und jüngeren Start-ups wie Instinct.
Besonders der Dienst Muse hat bei Verbrauchern zuletzt an Zugkraft gewonnen, etwa durch die Übernahme von Aufgaben wie Online-Einkäufen oder dem automatischen Eintragen wichtiger Termine aus E-Mails in einen Familienkalender.
OpenAI will der Konkurrenz einen Schritt voraus sein
Technologiekonzerne versuchen seit Jahren, überzeugende persönliche KI-Assistenten zu entwickeln – mit unterschiedlichem Erfolg. Die derzeit fortschrittlichsten Chatbots erfüllen diese Funktion in vielerlei Hinsicht bereits, insbesondere durch wachsende Fähigkeiten bei komplexen Aufgaben. Nun setzen die Unternehmen darauf, dass intuitivere Oberflächen und Verbindungen zu externen Apps spürbare Fortschritte bringen.
Wie Meta verfügt auch OpenAI über ein großes Publikum, das die Verbreitung neuer Dienste beschleunigen kann. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, ChatGPT werde inzwischen von mehr als 1,2 Milliarden Menschen wöchentlich genutzt – im Sommer waren es noch 1 Milliarde.
OpenAI will Dots ab Dienstag für zahlende Nutzer freischalten. Zunächst erhält jeder Nutzer Zugriff auf einen einzelnen „Dot“ als Assistenten. Langfristig rechnet das Unternehmen damit, dass Nutzer eine ganze Reihe davon verwalten.
Börsengänge von KI-Firmen gestalten sich als schwierig
OpenAI liefert sich seit Langem einen intensiven Wettlauf mit dem langjährigen Rivalen Anthropic um Firmenkunden. Beide Unternehmen haben vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Anthropic könnte bereits in diesem Herbst an die Börse gehen.
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OpenAI rechnet nach eigenen Angaben nicht mehr damit, 2026 den Sprung an die Börse zu schaffen, da sich das Unternehmen zunächst auf Sicherheitsbedenken bei seiner Technologie konzentrieren wolle. OpenAI galt weite Teile des Jahres als in der Defensive, hat inzwischen aber sein Produktangebot fokussiert und einen neuen Schub bei Werkzeugen erlebt, die unter anderem die Softwareentwicklung vereinfachen.
Die auf das Jahr hochgerechnete Umsatzrate von OpenAI beschleunigte sich im Sommer und überstieg die Marke von 40 Milliarden Dollar, berichtete Bloomberg im August.
Mit Agenturmaterial.
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AI outlook — possibilities, not facts
OpenAI wird Dots ab Dienstag für zahlende Nutzer freischalten.
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Anthropic könnte bereits in diesem Herbst an die Börse gehen.
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Open Questions
- Wann wird das Modell GPT-6.1 voraussichtlich veröffentlicht?
- Welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen plant OpenAI für Dots?
- Wie werden die Gespräche mit der US-Regierung über KI-Risiken ausgehen?




