
AI-generated summary
Der Artikel vergleicht die Ansätze von Papst Franziskus, Benedikt XVI. und Leo XIV. gegenüber Europa, wobei Franziskus Europa als demografisch alternd und unbefruchtbar beschrieb, während Leo XIV. eine positivere, wertschätzende Haltung einnimmt und die politische Kultur der EU lobt.
Auch die Geschichte des Papsttums ist nicht frei von Ironien. Dazu zählt der Besuch von Leo XIV.: Es musste offenbar erst ein Bürger der Vereinigten Staaten Oberhaupt der katholischen Kirche werden, um Europa zu rehabilitieren. Der Besuch des Papstes in Metz, um einen der Gründerväter der heutigen EU zu würdigen, ja seine Frankreich-Reise insgesamt waren ein Bekenntnis zu Europa, wie es seinem Vorgänger Franziskus nicht über die Lippen gekommen wäre. Der argentinische Papst mit italienischen Wurzeln hatte dem Alten Kontinent bescheinigt, einer Großmutter zu ähneln, „die nicht länger fruchtbar und vital“ sei.
Das war harter Tobak. Nicht nur Katholiken in Europa waren enttäuscht und verärgert darüber, selbst wenn Franziskus damit die demographische Entwicklung nicht völlig unzutreffend beschrieben hat. Leo wählte in Metz eine andere Tonlage: Auch er ging in seiner Europa-Rede nicht einfach über das hinweg, was kein Papst ignorieren kann: dass die Wurzeln Europas, die christlichen zumal, dringend neues Wasser benötigten. Aber im Gegensatz zu Franziskus und der Tendenz nach auch Benedikt XVI. hielt er keine Totenmesse für das christliche Europa. Aus seinen Worten klangen vielmehr Zuversicht und Wertschätzung.
F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen
F.A.Z. bei Google bevorzugen
Im besten Sinne amerikanisch
Bei jedem Politiker wäre ein solcher Satz eine Sonntagspredigt. Aber ein Papst, der Europa bescheinigt, in den letzten achtzig Jahren eindrucksvoll bewiesen zu haben, dass es möglich sei, unterschiedliche Meinungen, Forderungen und Interessen geltend zu machen, verkündet damit eine politische Botschaft. Benedikt XVI. vermittelte oft den Eindruck, Europas Heil liege in einer Rolle rückwärts zum heiligen Augustinus und Platon.
Leo hingegen gibt sich pragmatisch, im besten Sinne amerikanisch, wenn er zu einer „kreativen Wiederentdeckung“ der europäischen Werte aufruft. Die entscheidende Frage, wie denn eine solche Wiederentdeckung vonstattengehen könnte, ließ indes auch Leo offen. Aber das muss kein Nachteil sein.
Ein Papst kann im besten Fall Impulsgeber sein, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Lob und Ermutigung durch den Nachfolger des heiligen Petrus helfen der EU im politischen Alltag zwar nicht allzu viel. Aber einer Europäischen Union, an die nicht mal mehr der Papst glaubt, der würde etwas fehlen.
Germany and France did not take part in a UN conference against racism in New York because they criticized the event as a platform for anti-Semitic statements. The decision is based on experiences from the 2001 Durban conference, where Israel was attacked as a racist state and delegations left in protest. UN Secretary-General António Guterres also called for a more determined fight against racism, while Israel and the USA rejected the event in advance.
Following the eviction of 87-year-old Maricarmen Abascal in Madrid, which sparked nationwide protests, an agreement has been reached for her return to the apartment. Lawyer Beatriz Duro explained that signing the agreement would be a better outcome for everyone. The woman had lived in the apartment in the Retiro district since 1956 and had taken over the rental agreement before the building was sold and her old contract was declared invalid.

In Portadown, hundreds of counter-protesters blocked the Orange Order's planned parade down Garvaghy Road after the parade was re-authorized after decades of ban. The decision weighs on the Northern Irish government, with First Minister Michelle O'Neill supporting the protesters and criticism from the DUP.

According to Ukrainian reports, at least one woman was killed and six people were injured in a Russian drone attack on the National Academy of Sciences in Kyiv. The attack took place near the National Opera, government buildings and the German embassy. Another drone attack near the Ukrainian-Polish border crossing Dorohusk-Jahodyn was also confirmed, without violating Polish airspace.

A Roman jury has sentenced three Egyptian secret service employees to ten years in prison each for depriving the Italian researcher Giulio Regeni of his liberty. A fourth defendant was acquitted. The verdict came almost ten years after the death of the 28-year-old student, whose body was found in Cairo in 2016. The convicts are unlikely to go to prison because Egypt will not extradite them.
UN Middle East envoy Ramiz Alakbarov told the UN Security Council of 630 attacks by Israeli settlers in the West Bank between June 13 and September 18 that resulted in injuries or property damage, often in the presence of Israeli security forces. Three Palestinian communities were completely displaced; since 2023 there have been a total of 49. He criticizes the expansion of settlements, which violates international law, as a threat to a contiguous Palestinian state and the two-state solution.