Pilot soll bei Flydubai-Flug nach Tel Aviv mit Messer auf Kollege eingestochen haben
Quick Look
- Ein Pilot einer Flydubai-Maschine mit etwa 180 Passagieren soll nach Angaben von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Cockpit mit einem Messer auf einen anderen Piloten eingestochen haben, um das Flugzeug zum Absturz zu bringen.
- Das Flugzeug notlandete auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien.
- Nach der Landung wurde der mutmaßliche Angreifer, ein omanischer Staatsangehöriger, festgenommen.
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Why It Matters
Der Flug von Dubai nach Tel Aviv ist ungewöhnlich, da Saudi-Arabien und Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Direkte Flüge zwischen den beiden Ländern sind selten. Der Vorfall ereignete sich im Kontext regionaler Spannungen im Nahen Osten.
Ein Pilot der notgelandeten Flydubai-Maschine mit etwa 180 Passagieren an Bord soll nach Angaben von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Cockpit mit einem Messer auf einen anderen Piloten eingestochen haben. Das Flugzeug war auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien um 9.45 Uhr notgelandet.
Der Pilot habe offenbar versucht, die Maschine, in der vor allem Israelis saßen, zum Absturz zu bringen, sagte Netanjahu. Der mutmaßliche Angreifer, den ein israelischer Regierungsvertreter als omanischen Staatsangehörigen bezeichnete, sei nach der Landung des Flugzeugs festgenommen worden, sagte Netanjahu. Er werde von den saudischen Sicherheitsbehörden befragt.
Netanjahu hat die Ereignisse an Bord einer Flydubai-Maschine auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv als »sehr schwerwiegenden Sicherheitsvorfall« bezeichnet. Fast alle Passagiere seien Israelis gewesen, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Ein Passagier habe ihm bei einem Telefongespräch geschildert, wie das Flugzeug zu trudeln angefangen habe und in einen Sturzflug geraten sei. Gemeinsam mit einem Besatzungsmitglied sei es dem Passagier der Schilderung nach gelungen, in das Cockpit einzudringen. Sie hätten den angreifenden Piloten ausgeschaltet, während dieser versucht habe, die Flugzeugapparate zu beschädigen.
Video soll Passagiere während Sturzflug zeigen
Eine weitere Crew, die sich an Bord befunden habe, sei in das Cockpit gegangen und habe es geschafft, das Flugzeug zu stabilisieren. Netanjahu drückte seine Hochachtung aus »gegenüber den Helden, die außergewöhnliche Geistesgegenwart und Wagemut gezeigt« hätten. »Sie haben viele Leben gerettet, sie haben eine schwere Katastrophe verhindert«, sagte Netanjahu. Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem versuchten Terroranschlag. Der »Versuch eines dschihadistischen Anschlags« sei nur dank des Mutes israelischer Passagiere vereitelt worden.
Ein Video, das in sozialen Medien in Israel gepostet wurde, soll die Momente an Bord der Flydubai-Maschine zeigen, als das Flugzeug in einen Sturzflug gerät. In dem Video sind verängstigte Passagiere und dramatische Szenen im Kabineninneren zu sehen. Laut Medienberichten stürzte der Flieger in rund einer Minute rund 4.000 Meter in die Tiefe. »Was ist passiert?«, fragt eine Frau in dem Video immer wieder auf Hebräisch und schluchzt dabei. Über Lautsprecher werden die Passagiere dazu aufgefordert, sitzen zu bleiben. Nach der Landung wurden Pilot und Copilot von Bord gebracht. Beide waren verletzt und kamen nach Angaben des Flughafens Tabuk in ein Krankenhaus.
Einige Stunden nach der Notlandung wurde ein Ersatzflugzeug gechartet, das mit den israelischen Passagieren laut Medienberichten in Richtung Tel Aviv startete. Es gibt normalerweise nur sehr selten direkte Flüge zwischen Saudi-Arabien und Israel, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Mehrere Passagiere hatten sich den Berichten zufolge zunächst geweigert, erneut in eine Flydubai-Maschine zu steigen. Saudi-Arabien habe aber eine israelische Anfrage, die Bürger mit einem israelischen Militärflugzeug abzuholen, zurückgewiesen. Am Flughafen in Tel Aviv warteten zahlreiche Angehörige.
Nach einem Medienbericht handelt es sich nach israelischer Einschätzung um einen Einzeltäter. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Staat oder eine Terrororganisation Drahtzieher des Vorfalls sein könnte, berichtete der israelische TV-Sender Kan unter Berufung auf israelische Sicherheitskreise.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Saudi-Arabien wird die Ermittlungen zum Vorfall führen und Ergebnisse mit Israel und Oman teilen.
Likely · Within weeks
Flydubai wird seine Sicherheitsprotokolle für den Cockpitzugang überprüfen und möglicherweise verschärfen.
Very likely · Within months
Open Questions
- Welche genauen Motive hatte der mutmaßliche Angreifer?
- Wie konnte der Pilot Zugang zu einem Messer im Cockpit erhalten?
- Welche Maßnahmen werden Flydubai und andere Airlines ergreifen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern?



