Prognose erneut gesenkt: Alstom-Anleger ergreifen die Flucht - Aktie bricht ein
Der französische Zughersteller Alstom kämpft mit massiven Problemen bei Großprojekten in Deutschland, was zu einer deutlichen Senkung der Produktionsziele und Margen führt.
Quick Look
- Der französische Zughersteller Alstom hat seine Jahresprognose aufgrund von Verzögerungen bei der Zertifizierung und Auslieferung von Coradia-Max-Zügen in Deutschland erneut gesenkt.
- Die Aktie verlor infolge der Gewinnwarnung bis zu 30 Prozent an Wert.
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Why It Matters
Alstom hatte bereits im April 2026 aufgrund von Produktionsproblemen seine Ziele nach unten korrigiert.
Der französische Zughersteller Alstom hat wegen Problemen bei Großprojekten in Deutschland seinen Jahresausblick erneut gesenkt. Ursache seien vor allem Verzögerungen bei der Zertifizierung und Auslieferung von Regionalzügen vom Typ Coradia Max, nannte der Siemens-Rivale Hauptgrund für die Prognosesenkung. Die Schwierigkeiten führten zu einem Mittelabfluss von 1,25 Milliarden Euro im ersten Halbjahr und drückten die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) ins Minus. Die Aktien des Konzerns brachen an der Pariser Börse um bis zu 30 Prozent ein und wurden am frühen Nachmittag noch mit einem Abschlag von 25 Prozent gehandelt.
Die seit 2021 gebauten und von mehreren deutschen Bundesländern georderten Coradia-Max-Züge hätten in diesem Jahr eigentlich das Produktionswachstum antreiben sollen. Technische Probleme und zusätzliche Testanforderungen hätten den Zeitplan jedoch verlängert, erklärte Alstom. Die Probleme verursachten zusätzliche Arbeiten und Terminüberschreitungen bei einigen Projekten. Der Zughersteller senkte daher sein jährliches Produktionsziel auf rund 4000 Waggons von zuvor 4400 bis 4500.
Die bereinigte Ebit-Marge lag in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres bei rund minus 4 Prozent, verglichen mit plus 6,4 Prozent vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einer bereinigten operativen Marge von rund 1 Prozent statt der bisherigen 6,5 Prozent. Das Ziel für den freien Cashflow wurde auf einen Abfluss von 1,5 Milliarden Euro gesenkt, nachdem zuvor ein Mittelzufluss in Aussicht gestellt worden war.
Bereits im April hatte der Konzern seine Ziele aufgrund von Produktionsproblemen nach unten korrigiert. Kurz zuvor hatte Martin Sion die Geschäftsführung von Henri Poupart-Lafarge übernommen. "Seit meiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden im April 2026 habe ich eine gründliche Identifizierung und systematische Meldung von Risiken und Chancen auf Projektebene gefordert", erklärte Sion. Die erneute Korrektur der Prognose sei die Konsequenz daraus.
Einschließlich des neuerlichen Kursrutsches hat das Papier in diesem Jahr rund 54 Prozent an Wert verloren.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Weitere operative Restrukturierung durch CEO Martin Sion.
Likely · Within months
Open Questions
- Wann wird die Zertifizierung der Coradia-Max-Züge abgeschlossen sein?
- Wie plant das Management die langfristige Stabilisierung der operativen Marge?







